Die Jury im Einsatz: Kommunikationsberaterin Petra Sammer (2. v. r.) und ihre Mitstreiter. (© obs / dpa / Kay Nietfeld)

Die Sieger des dpa-infografik Award 2018 stehen fest. „Spiegel Online“ sichert sich mit dem Motiv "Einsteigen, bitte - so pendelt Deutschland" den ersten Platz in der Kategorie Nachrichtliche Infografiken. Als beste Arbeit in der Kategorie Unternehmen und Organisationen wurde die Kooperation des Instituts für Klimaschutz, Energie und Mobilität (IKEM) mit Ellery Studio für ein ungewöhnliches Malbuch zum Thema Energie, "The Infographic Energy Transition Coloring Book", ausgezeichnet. Die Berliner Morgenpost gewinnt in der Sonderkategorie Demografischer Wandel mit der Infografik "Generation Ruhestand".

Mehr als 170 Arbeiten aus Print und Online haben Redaktionen, Unternehmen und Organisationen für den Award eingereicht. Die Sieger werden am 21. November im Newsroom der dpa in Berlin geehrt.

Die fünfköpfige Jury würdigte die Qualität und die journalistische Relevanz der eingereichten Arbeiten. So sah Kommunikationsberaterin Petra Sammer in der Siegergrafik von „Spiegel Online“ "eine große Demonstration dessen, was eine Onlinegrafik kann." Das Portal hat die "Story hinter der Grafik" so individuell aufgearbeitet, dass sie eine hohe Relevanz für den Betrachter entwickelt habe, so Petra Sammer weiter. Jeder Nutzer könne sich damit die Pendlerbewegungen für seinen Heimatort anzeigen lassen.

Michael Stoll von der Hochschule Augsburg würdigte insbesondere die kreative Idee hinter der prämierten Unternehmensgrafik, "The Infographic Energy Transition Coloring Book", und sah "ein gutes Beispiel für eine neue didaktische Methode mit großem Lerneffekt". Ellery Studio und das Institut für Klimaschutz, Energie und Mobilität hatten eine Infografik in Form eines Malbuches mit 80 Seiten eingereicht.

Für die diesjährige Sonderkategorie hat die Jury Infografiken zum Thema demografischer Wandel und alternde Gesellschaft bewertet. Juror und Demografie-Experte Roland Rau sah in diesen Arbeiten eine "umfassende, klare und anschauliche Darstellung." Bemerkenswert dabei sei, dass die Infografiker bei einer Grafik zur Demenz auch das Umfeld und die Lage der Angehörigen miteinbezogen haben, so Roland Rau.

Trotz aller positiven Bewertungen gab es aber auch kritische Stimmen aus der Jury. So mahnte Antonia Aravena von der „Welt am Sonntag“ mehr Mut zu innovativen Darstellungsformen an. "Wir müssen die unterschiedlichen Stärken und Chancen von Internet und Print noch besser nutzen", so Aravena. Am Ende sehe man bei manchen Einreichungen noch zu wenig den "next Step, das Zukunftsweisende". Eine lobende Erwähnung erhielten Mario Stauber und Sarah-Sophie Heißner für das Instagram-Projekt "32 Freunde – in 62 Grafiken zur WM". Die Jury fand die Idee großartig, das Potenzial von Infografiken auch im Medium Instagram auszuprobieren.


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