DRPR LogoDer Deutsche Rat für Public Relations (DRPR) hat anlässlich seines 30-jährigen Bestehens das Panel „PR-Skandale & PR-No-Gos“ auf dem Kommunikationskongress 2017 ausgerichtet. Das PR-Journal hatte darüber berichtet. Im Rahmen dieser Veranstaltung wurde anhand aktueller ethischer Problemfälle der Branche die Relevanz ethischen Verhaltens von Organisationen diskutiert. 

Die meisten Podiumsteilnehmer und Teilnehmerinnen stellten in der Diskussion des Panels Transparenz als wichtigen ethischen Wert auch für die PR-Branche heraus. Uwe Kohrs, ehemals GPRA-Präsident und Vorsitzender des DRPR-Trägervereins: „Transparenz ist der Kern, um Manipulation in der Kommunikation zu verhindern“. Kohrs brachte die neue Online-Richtlinie des DRPR ins Gespräch, die Regeln für das richtige Kommunizieren in der Online- und Social Media-Welt enthält.

Professorin Edda Müller, Vorsitzende Transparency International Deutschland, betonte, dass Kodizes und ethische Regeln allein oft nicht ausreichen, sondern gerade im Bereich Lobbyismus stärkere rechtliche Regelungen gefordert sein. Anja Görzel, Leiterin Presse und PR Südwestrundfunk, wies auf die Notwendigkeit hin, Ethik in die Aus- und Weiterbildung von Kommunikatoren zu integrieren. Gerade angesichts des nach wie vor bestehenden Quereinstiegs in die Branche sei es wichtig, bestimmte thematische Inhalte für die Ausbildung durchgehend anzubieten.

Gemeinsam war man der Auffassung, dass Selbstkontrollorgane, wie der DRPR eines ist, und entsprechende Berufskodizes von großer Wichtigkeit sind, da diese entsprechend Orientierung geben, zur Reflexion des eigenen beruflichen Handelns anregen und gleichzeitig zur Professionalisierung und Legitimierung des Berufsfeldes in der Gesellschaft beitragen.


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