Wie nutzen Schweizer Medienschaffende Social Media für ihre Arbeit? Was schätzen sie an den Plattformen, wo sind sie skeptisch? Das Institut für Angewandte Medienwissenschaft IAM der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) und die Agentur Bernet_PR aus Zürich hatten zwischen Herbst 2016 und Frühjahr 2017 mit 21 Journalisten über ihren Umgang mit Social Media gesprochen. Die Ergebnisse hatten sie am 5. Oktober in der Studie „Journalisten im Web 2017“ veröffentlicht.

Recherchieren: Inspirationsquelle und Kontaktmöglichkeit

Kernaussage: Social Media nehmen im journalistischen Alltag immer mehr Raum ein. Alle befragten Journalisten nutzen die Sozialen Medien zur Recherche. Zentral ist das Social-Media-Monitoring als Startpunkt für die Themenfindung. Weiter nutzen insbesondere jüngere Medienschaffende ihre Social-Media-Kanäle für die Suche nach Experten oder Augenzeugen – und kontaktieren diese auch darüber. Die Glaubwürdigkeit dieser Kanäle wird allerdings kritisch beurteilt. Es gilt: Informationen müssen von einer zweiten, unabhängigen Quelle, und zwar von ausserhalb der Sozialen Medien, bestätigt werden.

Publizieren: Eigen-PR und Dialog

Medienschaffende nutzen ihre Social-Media-Profile als PR-Instrument. In diesen zusätzlichen Kanälen teilen sie Artikel und Beiträge und machen sie so einem breiteren Publikum zugänglich. Die Möglichkeit, bei Online-Medien mehr über das Nutzungsverhalten des Publikums zu erfahren, schätzen die befragten Medienschaffenden besonders. Auch die Rückmeldungen aus dem Publikum stellen für sie einen Mehrwert dar. Immer mehr Medien suchen denn auch den Dialog mit den Lesern aktiv. Mit einer Einschätzung, welche Themen beim Publikum grundsätzlich für die grösste Resonanz sorgen, tun sich die Medienschaffenden aber schwer. Nur in einem Punkt sind sich die Befragten einig: Politik lässt sich in den Sozialen Medien nur schwer vermitteln.

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