Recherchequellen Internet Rommerskirchen Macromedia 0416Das Internet ist die wichtigste Recherchequelle deutschsprachiger Journalisten, ihre eigene Kompetenz diesbezüglich sehen sie allerdings eher skeptisch. Bei der Social Media-Recherche nutzen sie vor allem Wikipedia und vertrauen in erster Linie den Kanälen von Zeitungen. Dies sind die wichtigsten Ergebnisse einer Befragung von 1.428 hauptberuflichen Journalisten, die der Verlag Rommerskirchen, Remagen-Rolandseck, und die Hochschule Macromedia, Köln, am 30. März in Leipzig sowie in den April-Ausgaben der Fachzeitschriften „journalist“ und „prmagazin“ vorstellen.
Die Grafik zeigt, wieviel Prozent der befragten Journalisten welche sozialen Netzwerke häufig und sehr häufig nutzen.

85 Prozent der befragten Journalisten nennen externe Internetquellen als besonders wichtige Recherchequelle. Telefongespräche (80,8 %) und persönliche Gespräche (77,1 %) folgen jedoch gleich dahinter. Pressematerialien liegen mit 59,3 % auf dem vierten Platz. Beliebtestes soziales Medium für die Recherche ist Wikipedia. Fast die Hälfte (49,7 %) aller Journalisten nutzt das Onlinelexikon häufig oder sehr häufig dazu. Mit deutlichem Abstand folgen soziale Netzwerke wie Facebook, Twitter und Xing (30,0 bis 9,6 %). Generell gilt: Je jünger ein Journalist ist, desto Social Media-affiner ist er – mit Ausnahme von Wikipedia. Das Onlinelexikon ist der Kanal der Älteren, auf Facebook, YouTube und Twitter recherchieren eher die bis 45-Jährigen. Das eigene Wissen in Sachen Onlinerecherche schätzen die Befragten allerdings eher schlecht ein: Nur 25,1 Prozent der Befragten glauben stark bis voll und ganz, dass sie umfassendes Wissen über die Möglichkeiten der Onlinerecherche haben.

Vertrauen in Zeitungen, Wissenschaft und Journalisten
Vertrauen schenken Journalisten in den sozialen Netzwerken vor allem Zeitungen, der Wissenschaft und anderen Journalisten. Behörden und Regierungsstellen liegen im Mittelfeld der Vertrauensskala, ganz unten rangieren Unternehmen und Parteien. Die Möglichkeiten der Onlinerecherche sehen die befragten Journalisten insgesamt positiv: Sie glauben, dass sie dadurch besser und schneller recherchieren können. An eine Verbesserung der Qualität ihrer Produkte dank der neuen Recherchemöglichkeiten glauben die Befragten jedoch nicht.

„Für den Journalismus zeigen unsere Ergebnisse die Notwendigkeit von noch mehr und besserer Qualifizierung im Bereich Social Media-Recherche und für die PR die Dringlichkeit einer moderneren Weiterentwicklung der klassischen Pressematerialien“, sagt Holger Sievert, Professor an der Hochschule Macromedia in Köln zu den Ergebnissen. Kathi Preppner vom Verlag Rommerskirchen ergänzt: „Generell bewegen sich die befragten Journalisten eher passiv in den sozialen Netzwerken. Was zum Beispiel das Befragen von Quellen und das Antworten auf Kommentare angeht, gibt es noch viel Luft nach oben.“


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