Professor Friedrich produziert für seine Studierenden Videolerneinheiten in einem virtuellen Studio. (Quelle: Screenshot YouTube)

Die Aussetzung der Präsenzlehre stellt die Hochschulen vor Herausforderungen. Vorlesungen und Seminare können nicht auf dem Campus stattfinden, sondern müssen in digitale Formate überführt werden. Ein gutes Beispiel für eine kreative Umsetzung bietet hier das Seminar Medienethik von Professor Jasper Friedrich im Studiengang Public Relations an der Hochschule Hannover. Hier wurden aufgrund der Corona-Krise nicht nur neue Lehrformen ausprobiert, sondern auch die Erbringung der Prüfungsleistungen an die digitalen Herausforderungen angepasst. Studierende des Masterstudiengangs Kommunikationsmanagement haben hierbei unterstützt und ein redaktionelles Online-Portal zu berufsethischen Analysen entwickelt.

Online-Portal „Letztes Wort“ und virtuelle Präsenz

Das Online-Portal „Letztes Wort“ widmet sich aktuellen ethisch diskussionswürdigen Krisenfällen der Unternehmenskommunikation. Das Themenspektrum reicht hier von der Analyse missglückter Pressekonferenzen großer deutscher Fußballvereine über die Bewertung von kommunikativen Fehltritten von Unternehmen wie True Fruits bis hin zu streitbarer PR des Vatikans.

Als Prüfungsleistung im Seminar Medienethik im Studiengang werden nun nicht mehr endlose Power-Point-Präsentationen oder Seminararbeiten verlangt, sondern die Studierenden bringen ihre Analysen in eine wissenschaftsjournalistische Form und trainieren sich gleich im Online-Publizieren. Damit dient dieses Magazin auch als Archiv und Rechercheplattform in Sachen Kommunikation- und Medienethik. Verantwortliche Redakteurin ist neben Professor Jasper Friedrich als Herausgeber die Masterstudentin Jana Stümpler. Zu den Gründungsredakteurinnen und Gründungsredakteuren gehörten die Masterstudierenden Ina Bondareva, Nico Weißmann und Moritz Neugebauer.

Das Portal wird im Laufe des Semesters sukzessive mit Analysen der PR-Studierenden gefüllt werden. Zur Vorbereitung dienen auch Videolerneinheiten die Friedrich in einem virtuellen Studio produziert. Sie sind in einer digitalen Spieleumgebung (Unreal Engine) entstanden und halten so die Illusion eines Präsenzunterrichtes aufrecht.


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