Die Top 3 des CEO-Impact-Ranking 2023 von Unicepta für die DAX40-CEOs. (© von links: Porsche / Deutsche Bank / Rheinmetall)

Beim CEO Impact Ranking 2023 führt an Oliver Blume, Vorstandsvorsitzender von Volkswagen und Porsche, kein Weg vorbei. Der Top-Manager, der als einziger CEO zwei DAX-Konzernen vorsteht, führte bereits die Quartalsranking an. Auch zum Jahresabschluss nimmt er die Spitzenposition unter den DAX40-Vorstandsvorsitzenden ein. Für das Ranking analysierte das Kölner Media-Intelligence-Unternehmens Unicepta den medialen Impact aller Vorstandsvorsitzenden der DAX40 für das Jahr 2023 (bis zum 30. November).

Die Analysten von Unicepta werteten dafür die Berichterstattung von 116 Print- und Online-Medien aus und bildeten das Ranking aus einem Reichweiten-basierten Index-Score, der auf den Gewichtungsfaktoren Rezeptionswahrscheinlichkeit, Fokus und Tonalität fußt.

E-Mobilität, das China-Geschäft und der Umbau des Volkswagen-Konzerns gehören zu den Top-Themen in der Berichterstattung 2023 rund um Oliver Blume. Zwar plädierte der Manager zu Jahresbeginn in der „Süddeutschen Zeitung“ dafür, den Verbrennungsmotor nicht zu verbieten, an der global ausgerichteten Elektromobilitätsstrategie des Konzerns hält er jedoch weiter fest. Weiterhin steht die Restrukturierung des Volkswagen-Konzerns im Mittelpunkt der Berichterstattung. „VW plant ein milliardenschweres Effizienzprogramm für die Kernmarke Volkswagen. Bis 2026 soll es zehn Milliarden Euro an Einsparungen bringen und die Umsatzrendite der Marke von zuletzt 3,4 auf 6,5 Prozent anheben“, heißt es in der „Frankfurter Allgemeine Zeitung“.

Ebenso kündigte Blume ein Ende der Home-Office-Zeit an. Zukünftig sollen die Führungskräfte wieder vier Mal pro Woche ins Büro kommen. Die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ berichtet, dass Oliver Blume die „Abkehr von der großzügigen Regelung […] Konzernkreisen zufolge nun mit der Sicherstellung von Produktanläufen und der Arbeit am geplanten Effizienzprogramm begründet.“

Christian Sewing (Deutsche Bank) auf Rang zwei, gefolgt von Armin Papperger (Rheinmetall)

Christian Sewing, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Bank, schließt das CEO Impact Ranking 2023 auf dem zweiten Rang ab. Der Top-Manager wird von den Medien für die guten Zahlen goutiert – zunächst für die Bilanz des vorherigen Geschäftsjahres, dann für die Quartalsergebnisse. Zuletzt gab die Deutsche Bank bekannt, an ihre Aktionäre mehr Geld auszuschütten als bislang geplant war. Das „Handelsblatt“ zitiert in dem Zusammenhang aus einem Brief Christian Sewings‘ an die Beschäftigten, in dem es heißt, die Bank habe „Spielraum identifiziert, zusätzliches Kapital in Höhe von drei Milliarden Euro freizusetzen.“ Zudem wolle sie freigesetztes Kapital nutzen, „um in Technologie, Kontrollen und ins Geschäft zu investieren“, so das „Handelsblatt“ weiter.

Der guten wirtschaftlichen Entwicklung stehen innerbetriebliche Herausforderungen gegenüber, insbesondere in Bezug auf die Postbank und deren IT-Umzug auf die Systeme der Deutschen Bank. Nach massiven Beschwerden von Kunden und Verbraucherschützern hatte die BaFin Anfang Oktober bekanntgegeben, einen Sonderbeauftragten einzusetzen, der helfen solle, die massiven Probleme zu beseitigen. Die „Süddeutsche Zeitung“ spricht von einer „Blamage für Konzernchef Christian Sewing“, der zuletzt versprochen hatte, die Probleme schnell in den Griff bekommen zu wollen.

Rheinmetall gehört zu den DAX-Aufsteigern des Jahres 2023. Konzernchef Armin Papperger gelingt dabei direkt der Sprung auf den dritten Rang im CEO Impact Ranking 2023. Der Spitzenmanager wird von den Medien als „Macher“ wahrgenommen, dem es schafft, lukrative Aufträge an Land zu ziehen. Das spiegelt sich auch in den Zahlen wider. Die „Welt“ berichtet anlässlich der Halbjahresbilanz, Rheinmetall habe noch nie „in so kurzer Zeit so viele Bestellungen erhalten wie in den vergangenen Monaten“. Und auch im dritten Quartal habe Rheinmetall „dank lukrativer Geschäfte mit Waffen und Munition deutlich mehr Gewinn gemacht“, so die „Welt“ weiter. „Focus“ zitiert die Macher einer ARD-Dokumentation mit den Worten, dem Konzern sei unter Papperger der „Aufstieg aus der gefühlten Schmuddelecke ins Tafelsilber der deutschen Wirtschaft“ gelungen.

Oliver Zipse (BMW) und Ola Källenius (Mercedes-Benz) auf den Rängen vier und fünf

Mit Oliver Zipse (BMW) und Ola Källenius (Mercedes-Benz) komplettieren die CEOs der beiden Traditionsautobauer die Top 5 des CEO Impact Rankings. Ähnlich wie bei Konkurrent Volkswagen steht auch hier das Thema Elektromobilität im Fokus der Berichterstattung. Weiterhin geht es um neue Fahrzeugmodelle in der Luxusklasse. Bei BMW ist dies die „Neue Klasse“, die ab 2025 vom Band laufen soll und von Zipse auf der IAA Mobility vorgestellt wurde. Weiterhin bekräftigt Zipse jedoch seine Technologieoffenheit in der Öffentlichkeit; als einziger europäischer Hersteller testet BMW die Wasserstoff-Technologie. Mit Partner Toyota liefen derzeit Gespräche zur Weiterentwicklung der Wasserstoff-Brennstoffzelle. „Für einen globalen Premium-Hersteller“ wie BMW bleibe eine solche Technologieorientierung „auf absehbare Zeit der richtige Weg zur Dekarbonisierung der Mobilität“ sagt Zipse der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“.

Platz fünf im CEO-Impact-Ranking belegt Ola Källenius, Vorstandsvorsitzender von Mercedes-Benz, der bereits nach dem dritten Quartal auf dem fünften Platz rangierte. Zuletzt trat der Manager in Bezug auf die Präsentation der Quartalszahlen medial in Erscheinung. Diese waren beim Pkw-Absatz zwar leicht rückläufig, insgesamt erwartet der Stuttgarter Autobauer aber ein Ergebnis auf Vorjahresniveau. Der drohenden Konkurrenz aus China bei Elektrofahrzeugen sieht der Konzernchef, der bei Mercedes Benz eine Luxusstrategie verfolgt, eher gelassen entgegen. „Kaum eine Marke hat sich so ein makelloses Image rund um Oberklassefahrzeuge aufgebaut, wie der Konzern mit dem Stern. Unter dem Vorstand Ola Källenius wurde Luxus zur obersten Maxime für die ehemalige Daimler Group AG“ schreibt Börse Online.

Die weiteren Platzierungen im Top 10 Ranking: Belén Garijo (Merck, Platz sechs), Roland Busch (Siemens, Platz sieben), Martin Brudermüller (BASF, Platz acht), Christian Klein (SAP, Platz neun) und Guillaume Faury (Airbus, Platz zehn).

Für das CEO-Impact-Ranking 2023 wertete Unicepta rund 9.767 Beiträge aus 118 deutschen und internationalen Print- und Online-Quellen aus, die von Januar bis November 2023 erschienen sind. Das Ranking basiert auf Ergebnissen aus dem Unicepta „DAX-Benchmark“. Mit diesem erfasst der Anbieter für Media Intelligence kontinuierlich die mediale Präsenz aller DAX-Konzerne und ihrer CEOs sowie Rezeptionswahrscheinlichkeit, Fokus und Tonalität der Medien-Berichterstattung.          


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