Das Bundeskabinett der Großen Koalition im März 2018. Gleich in der ersten Arbeitswoche führte das „prmagazin“ seinen Test bei den Pressestellen durch. (© Bundesregierung / Steffen Kugler)

Nach der Vorstellung der Sprecherinnen und Sprecher aller Bundesministerien machte das „prmagazin“ gleich in der ersten Arbeitswoche der Großen Koalition die Probe aufs Exempel. Der in Remagen-Rolandseck erscheinende Fachtitel führte seinen Pressestellentest durch und verschickte Fragen zur konkreten Agenda der Ministerien für die neue Legislaturperiode sowie zu den übergeordneten Herausforderungen gesellschaftlicher, politischer und technologischer Art. Die Pressestellen des Auswärtigen Amts und des Bundesfinanzministeriums schnitten laut Test schlecht ab und kassierten beide die Gesamtnote "katastrophal".

So starteten sowohl das Außen- als auch das Finanzministerium mit miserablen Auftritten in die neue Legislaturperiode. Zwar sind die Kontaktdaten für Journalisten auf den Homepages der Behörden einfach zu finden und die Pressestellen gut erreichbar. Aber Antworten auf die Testfragen und selbst zeitnahe Absagen bleiben das Außenamt von Minister Heiko Maas (SPD) und das Finanzministerium von Olaf Scholz (SPD) schuldig.

Andere Kandidaten machen es sich zu einfach. Mehrere Sprecher senden einfach die vorbereitete Regierungserklärung des jeweiligen Behördenchefs. Das ist eine schnelle Lösung, aber kein guter Service für Journalisten, die sich aus mehrseitigen Redemanuskripten ihre Antworten selbst heraussuchen müssen.

Wie man es besser macht, demonstrieren die Kandidaten auf den vorderen Rängen. Den Testsieg holt Pressesprecherin Ramona Simon für das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). Die Behörde von Minister Gerd Müller (CSU) punktet nicht nur mit exzellentem Kontaktservice im Netz und einem schnellen Rückrufservice. Sprecherin Ramona Simon hält auch Wort und liefert aufschlussreiche Fakten, angereichert mit pointierten Hintergrundinformationen. Damit sammelt sie 170 von 200 möglichen Punkten. Gesamtnote: "sehr gut".

Nur ganz knapp dahinter auf Platz zwei: Pressereferent Lukas Neuhaus vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) unter Leitung von Anja Karliczek (CDU). Neuhaus sendet ebenfalls ausführliche, hintergründige und perfekt auf die Testfragen zugeschnittene Antworten, allerdings etwas später als seine Kollegin vom BMZ. Mit insgesamt 169,5 Punkten verdient auch diese Leistung die Gesamtnote "sehr gut".

Unter dem Strich gab es in diesem Test zweimal die Note "sehr gut", sechsmal "gut", einmal "akzeptabel", einmal "verbesserungswürdig", dreimal "reformbedürftig" und zweimal "katastrophal". Die Bestnote "erstklassig" erreichte kein Kandidat. Das Ranking finden Sie auf der „prmagazin“-Website.

Der Pressestellentest fiel auf die erste Arbeitswoche der Großen Koalition und drehte sich um die konkrete Agenda der Ministerien für die neue Legislaturperiode sowie um übergeordnete Herausforderungen gesellschaftlicher, politischer und technologischer Art. Den kompletten Test mit allen Detailwertungen lesen Sie im aktuellen „prmagazin“.


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