Zum Artikel "„Mach was draus“ – von wegen: Agenturen verschenken Eigen-PR-Potenzial" von "PR-Journal"-Mitarbeiterin Paula Slomian, Hamburg, am 22. August schrieben Oliver Schrott und Annika Schach je einen Leserbrief - die wir nachstehend dokumentieren.

Leserbrief von Annika Schach vom 30. August

Sehr geehrter Herr Schrott,
ich nehme Bezug auf Ihren Leserbrief an Paula Slomian. Warum freuen Sie sich nicht, dass das PR Journal eine Analyse der bisherigen flankierenden Kommunikationsaktivitäten liefert und gleichermaßen Ansätze für eine Verbesserung? Sie sagen, dass man sich freuen solle, dass die Agenturen sich auf die Umsetzung konzentrieren und nicht auf vorschnelle PR. Dann muss ich sagen, habe ich die Kampagne nicht verstanden. Ging es nicht darum, das Bild der Arbeitgebers "Agentur" authentisch und auch positiv zu kommunizieren?
Einer professionellen Agentur kann man sicherlich zutrauen, gleichzeitig Kommunikation in eigener Sache zu betreiben und eine Praktikanten/einen Praktikanten zu betreuen.
Ich sehe das PR Journal als Fachmedium zudem überhaupt nicht in der Pflicht, Sprachrohr einer Kampagne zu sein und freue mich über Beiträge, die auch mal kritisch analysieren und hinterfragen. Das kann doch auch ein Ansatz für einen Dialog und eine gewinnbringende Entwicklung sein.
Viele Grüße
Annika Schach
Professorin für Angewandte Public Relations an der Hochschule Hannover

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Leserbrief von Oliver Schrott vom 25. August

Sehr geehrte Frau Slomian,
Sie haben Recht: sehr viel haben die beteiligten Agenturen noch nicht aus #kommindieAgentur gemacht. Das kann man kritisch betrachten, wie Sie es getan haben. Man könnte es aber auch als positives Zeichen dafür werten, dass die beteiligten Agenturen die Durchführung der Praktika wirklich ernst nehmen und die Kampagne nicht nur als Vehikel für vorschnelle Eigen-PR benutzen.
Man könnte Ihre Frage durchaus auch an die Fachmedien – wie das „PR-Journal“ – zurückreichen: Warum haben Sie noch nichts daraus gemacht? Warum berichten Sie nicht über die Erfahrungen der ersten 67 Agentursurfer, über deren Alltag, ihre Aufgaben, die positiven und negativen Erlebnisse, die Learnings und Wünsche für die noch bevorstehenden Stationen?
Würde ein solcher Überblick, eine unabhängige Betrachtung, eine vergleichende Analyse, den Lesern nicht einen viel größerem Erkenntnisgewinn bringen als Einzeldarstellungen der beteiligten Agenturen, die - natürlich – alle positiv ausfallen werden.
Ich freue mich auf Ihre Berichterstattung.
Mit freundlichen Grüßen
Oliver Schrott
Geschäftsführer // Managing Director
Oliver Schrott Kommunikation GmbH, Köln


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