Knifflige kommunikative Herausforderungen zu meistern, spornt PR-Profis in Agenturen und Unternehmen enorm an. Umso mehr, wenn solche Erfolgs-Cases dann auch noch mit Awards belohnt werden. Unsere Kooperations-Rubrik „Kreativ-Cases“ bietet Raum zur Vorstellung solcher Best-Practice-Arbeiten. Genauere Informationen gibt es bei unserer Marketing-Fachfrau Paula Slomian.

Die Kampagne THE DARK SIDE OF SUGAR macht auf versteckten Zucker in Lebensmitteln aufmerksam.

Alle reden von Corona. Und wer redet von Millionen Diabetes-Toten? Serviceplan und die NGO „Action on Sugar“. Während sich Deutschland vor lauter Lockdown-Frust eine Tafel Schokolade nach der anderen zwischen die kariösen Zähne schiebt, trommelt Serviceplan gegen lasche Verbraucherschutzgesetze und die dreisten Lügen der Industrie – und zwar schnell, laut und hart. Mit einer Death-Metal-Band covern sie die zuckersüßesten Songs der Popgeschichte als deftige Double-Bass-Massaker und zeigen die ganz, ganz düsteren Seiten des süßen Todes. Fazit: Unbedingt reinhören! 2021 gibt’s sowieso keine Festivals.

Der Hintergrund

Alle acht Sekunden stirbt ein Mensch an den Folgen von Diabetes Typ 2. Einer der häufigsten Ursachen dafür ist der übermäßige Genuss von Zucker. Und damit nicht genug: Zu viel Zucker kann zu Fettleibigkeit führen und das Risiko für weitere schwere und lebensbedrohliche Krankheiten erhöhen.

Laut Weltgesundheitsorganisation WHO sind unausgewogene Ernährung und insbesondere übermäßiger Zuckerkonsum einer der häufigsten Gründe für vermeidbare Todesfälle. Trotzdem versteckt die Lebensmittelindustrie weiter Zucker in Lebensmitteln, zum Beispiel, indem sie sich jede Menge verrückter Tarnnamen für die Zutatenliste ausdenkt.

Ziel

THE DARK SIDE OF SUGAR, eine Kampagne der Serviceplan Agenturgruppe für die NGO „Action on Sugar“, macht auf versteckten Zucker in Lebensmitteln aufmerksam und schafft bei Verbrauchern ein Bewusstsein für den eigenen, oft problematischen, Zuckerkonsum.

Idee

Die Metal-Band „Risen from Shadows“ verpasste anlässlich des Weltdiabetestags am 14. November 2020 den bekanntesten „zuckersüßen“ Songs der Popgeschichte ein astreines Metal-Makeover und machte damit die abgrundtief dunkle Seite von Zucker erlebbar. So klingen Songs wie „Sugar“ von Robin Schulz, „Watermelon Sugar“ von Harry Styles oder Doja Cat´s „Candy“ auch musikalisch so bedrohlich, wie ihre Titel. Alle Erlöse aus Streams, Downloads und Merchandise-Verkäufen gehen direkt in den Kampf gegen Diabetes und werden der Deutschen Diabetes Hilfe gespendet.

Umsetzung

Menschen erreichen, informieren und aufklären: Herz von „Dark Side of Sugar“ ist die offizielle Website, auf der Fans mit wichtigen Gesundheits- und Ernährungsinformationen versorgt werden, die ihnen helfen sollen, versteckten Zucker zu vermeiden und lebensbedrohliche Krankheiten wie Typ-2-Diabetes zu verhindern. Gezeigt werden dort z.B. die häufigsten Lebensmittel, in denen Zucker versteckt ist oder die verschiedenen Begriffe, hinter denen sich Zucker häufig verbirgt.

Die Singles und das offizielle Musikvideo von „Risen from Shadows“ wurden am 14. November 2020 auf Spotify und YouTube veröffentlicht. Begleitet wurde der Release durch eine crossmediale Media- und PR-Kampagne in Radio und Online. Zudem lag besonderer Fokus auf den Social-Media-Kanälen Instagram, Facebook und Tik Tok, um eine junge, musikaffine Zielgruppe zu erreichen und mit ihr besonders zu interagieren.

Um die Kernzielgruppen effizient zu erreichen, wurden alle Mediaaktivitäten mit kontextuellem Bezug auf die Themen Lebensmittel und Zucker und auf musikaffine Personen ausgerichtet. Die unterstützenden Maßnahmen bestanden aus einer Radio-Kooperation mit Radio Energy und einer Digitalkampagne mit intelligentem Keyword-Targeting in redaktionellen Food-Umfeldern und reichweitenstarken Platzierungen im Musikumfeld.

Nach dem ersten Release im November 2020 veröffentlicht das Projekt weiterhin Singles. Bisher sind folgende Remakes erschienen:

  • Robin Schulz „Sugar“
  • Harry Styles „Watermelon Sugar“
  • Doja Cat „Candy“
  • The Rubettes „Sugar Baby Love”
  • Bow Wow Wow “I want candy”

Erfolge

  • Über 80 Veröffentlichungen in sieben Ländern mit über 20 Millionen Kontakten
  • über 700.000 Besucher auf der Website in den ersten 48 Stunden
  • Features in reichweitenstarken Podcasts (z.B. Horns Up, Zuckerjunkies)
  • 17,7 Prozent organische Engagement Rate auf Instagram

Hinweis: Dieser Beitrag wurde verfasst von der Agentur Serviceplan, München. In unserer Kooperations-Rubrik „Kreativ-Cases“ bieten wir Kommunikationsprofis die Möglichkeit, aktuelle Cases vorzustellen.


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