Die Top 10 aus dem Gesamtranking mit 60 Unternehmen zum CSR Benchmark 2020 von NetFederation. Es konnten maximal 1.000 Punkte erreicht werden. (Quelle: Website NetFed)

Die Themen Klimaschutz und Nachhaltigkeit gewinnen im Verlauf der Corona-Pandemie medial wieder an Bedeutung. Besonders der nachhaltige Wiederaufbau der Wirtschaft und grüne Konjunkturprogramme stehen aktuell im Fokus der Diskussionen. Während die CSR-Kommunikation deutscher Großkonzerne im vergangenen Jahr dem weltweiten Nachhaltigkeitstrend noch meist hinterher lief, hat sich inzwischen viel getan – das zeigt der aktuelle CSR Benchmark 2020 der Kölner Beratungsagentur NetFederation GmbH. Im Ranking um die beste Website-Kommunikation zur gesellschaftlichen Verantwortung belegt die Metro AG den ersten Platz, gefolgt von der Hochtief AG und der Merck KGaA.

CSR-Abteilungen wurden im letzten Jahr überrollt von einem nie dagewesenen Interesse an Nachhaltigkeitsthemen seitens der Medien und der breiten Bevölkerung. Der einstige Nischenbereich der Unternehmenskommunikation befand sich durch Klimaschutzbewegungen wie Fridays for Future plötzlich im Rampenlicht, wodurch vielerorts enorme Mängel aufgedeckt wurden.

„Inhaltlich ließen die CSR-Seiten deutscher Konzerne damals noch sehr zu wünschen übrig. Es fehlte beispielsweise oft an wichtigen Informationen zu Klimaschutz- und Sozialprojekten, zur kulturellen Vielfalt oder auch zu CSR-relevanten Kennzahlen. Hier haben wir im Vergleich zum Vorjahr eine klare Verbesserung festgestellt“, erklärt Christian Berens, Geschäftsführer bei NetFederation. So veröffentlichen z.B. inzwischen fast doppelt so viele Unternehmen (60 %) ihre CO2-Emissionswerte auf der Website und auch Themen wie Bildungs- und Wissenschaftsförderung (87 % bzw. 45 %) sind mittlerweile häufiger zu finden.

„In erster Linie geht es in der CSR-Kommunikation darum, mit transparenten und verständlich aufbereiteten Informationen die Glaubwürdigkeit und das Vertrauen in das eigene Unternehmen zu fördern. Durch ein breiteres Themenspektrum und Statements aus der Führungsetage werden diesem Anspruch inzwischen deutlich mehr Unternehmen gerecht“, so Berens. In der Kommunikation müsse nun auch der durch die Krise ausgelöste Digitalisierungsschub mehr Bedeutung bekommen: „Digitale Ethik, Umgang mit künstlicher Intelligenz und Big Data thematisieren bisher 32 Prozent der Unternehmen. Hier gilt es jetzt weiter aufzuholen, denn diese Fragen beschäftigen neben den eigenen Mitarbeitern auch immer mehr externe Zielgruppen.“

Insgesamt attestieren die Kölner Kommunikationsexperten der CSR-Kommunikation ein gutes Zeugnis, weisen aber an einigen Stellen auf weiteren Optimierungsbedarf hin: „In der Berichterstattung sehen wir nach wie vor technische Defizite. Gerade einmal ein Viertel der untersuchten Unternehmen bietet ihren Nachhaltigkeitsbericht im HTML-Format an, alle anderen setzen weiterhin auf PDFs. Das entspricht bei weitem nicht dem digitalen Standard moderner Reportings. Hier sollten Unternehmen schnellstmöglich nachbessern“, erklärt Berens abschließend.

Alle Ergebnisse finden sich auf der Website zum CSR Benchmark 2020.

www.csr-benchmark.de


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