Einkaufswagen Web by Thorben Wengert pixelio.deWas kommt in den Einkaufswagen? Diese Frage beantworten immer mehr Internet-Nutzer mit Hilfe der sozialen Medien. 27 Prozent aller Onliner haben schon Produkte gekauft oder Dienstleistungen in Anspruch genommen, weil sie ihnen von einem privaten Kontakt über Social Media empfohlen wurden. 16 Prozent taten dies in den letzten zwölf Monaten vor der Befragung für den aktuellen, repräsentativen Social-Media-Atlas der Hamburger Kommunikationsberatung Faktenkontor und des Marktforschers Toluna. (Foto: Thorben Wengert  / pixelio.de)

Der Brexit wäre abgesagt, Hillary Clinton wäre US-Präsidentin (siehe Grafik) und niemand würde glauben, man könnte auch auf die EU verzichten! Hätten die Deutschen die großen politischen Entscheidungen der jüngsten Zukunft gefällt, sähe die Welt jetzt deutlich anders aus. Das zeigt die aktuelle Sonderausgabe des Edelman Trust Barometers, der großen globalen Umfrage zum Thema Vertrauen in Regierungen, Nichtregierungsorganisationen (NGOs), Wirtschaft und Medien.

Die Visualisierung in Marketing und PR nimmt zu, die eigenen Fähigkeiten in diesem Bereich schätzen die Kommunikationsmanager jedoch eher gering ein. Meinungsroboter – sogenannte „Social Bots“ – werden mehrheitlich als Gefahr für den gesellschaftlichen Diskurs und die Reputation von Organisationen betrachtet. Das sind zwei Schlaglichter aus den Ergebnissen des European Communication Monitors (ECM) 2017, der am 29. Juni in Brüssel vorgestellt wird. Was die Initiatoren des ECM wohl besonders freuen dürfte: Sie verzeichneten erneut einen neuen Teilnehmerrekord.

Mehr als 1.700 Journalistinnen und Journalisten haben an der großen Umfrage teilgenommen.

Für Journalisten sind Glaubwürdigkeit, Fake News und Unabhängigkeit die derzeit größten Herausforderungen. Social Media setzen die Medienmacher hauptsächlich ein, um zu recherchieren. Im Umgang mit Pressesprechern nervt es Redakteure am meisten, wenn sie keine Rückmeldungen erhalten oder Pressestatements zu wenig Fakten bieten. Das ergab der neue Medien-Trendmonitor "Brennpunkt Journalismus" von news aktuell und Faktenkontor, beide Hamburg.

Buerker Michael Prof HS LandshutAuf dem DPRG Zukunftsforum stellte Michael Bürker (Foto), Professor an der Hochschule Landshut, erste Ergebnisse des noch unveröffentlichten DPRG-Trendbarometers 2017 vor. Demnach schätzen Kommunikatoren vor allem die Themen digitale Transformation, Social Media Monitoring und die Auflösung des Silodenkens als wichtigste aktuelle Entwicklungen des Kommunikationsberufs ein. Zugleich war in diesen Bereichen die gefühlte Lücke zur Vorbereitung der eigenen Organisation am Größten.

MSL GrafikKurz vor der Bundestagswahl im September fällt die Bewertung der Regierungsarbeit durch die Public-Affairs-Verantwortlichen in Deutschland positiv aus. Dies geht aus der 16. jährlichen Public-Affairs-Umfrage der Kommunikationsberatung MSL Germany hervor. Die Beurteilung der aktuellen Digitalpolitik fällt dagegen kritischer aus (siehe nebenstehende Grafik von MSL): 84 Prozent der PA-Verantwortlichen sprechen sich für eine zukünftige Koordination des Themas durch einen Staatsminister im Bundeskanzleramt oder in einem eigenen Digitalministerium aus.

Integrierte Kommunikation ist wichtig, das ist den meisten Unternehmen bewusst. Der Weg dorthin ist allerdings vielfach nicht klar und es wird meist nicht durchdacht und konsequent umgesetzt. Zu diesem Ergebnis kommen Wissenschaftler der Universität Leipzig. Diese hatten untersucht, wie im Dschungel der Medienvielfalt Unternehmens- und Marketingkommunikation umgesetzt wird. Positiv: Die Integration der Kommunikationspolitik ist für 88 Prozent der Befragten in ihrem Unternehmen ein wichtiges oder teilweise ein wichtiges Thema. Nicht so positiv: Ein ganzheitliches Verständnis der Integrierten Kommunikation vertreten hingegen nur 31,1 Prozent der befragten Kommunikatoren.

Heute NEU im PR-Journal