Marc von Bandemer über die Positionierung in der PR-Branche und die Erwartungen an den Nachwuchs

Von Bandemer Jakobi Genius SauerlandStrahlender Sonnenschein bei eisigen Temperaturen – so empfängt uns die Hansestadt. Wir sind eingeladen bei einer wahren Hamburger Traditionsagentur: Public Relations v. Hoyningen-Huene. Die inhabergeführte PR-Agentur ist seit über vierzig Jahren in Hamburg verankert, mit zwölf Mitarbeitern werden hier schwerpunktmäßig mittelständische Unternehmen kommunikativ beraten. Wie schafft es eine kleine inhabergeführte Agentur, den ständigen Wandel in der PR-Branche erfolgreich zu begleiten? Dieser Frage gehen Jil Jakobi und Katalin Genius (Foto: 2. und 3. v.l.) im Gespräch mit Geschäftsführer Marc von Bandemer (l.) und PR-Managerin Angela Sauerland (r.) auf den Grund.

Gross Keil Fink u FuchsDie blütenweißen Räume wirken frisch und modern, gleichzeitig warm und einladend. Am großen Konferenztisch wartet Personalchefin Alexandra Groß. Trainee Valentin Keil führt uns hinein. Die Stimmung ist locker. Die beiden Kommunikationsprofis der „Besten Agentur 2016“ Fink&Fuchs antworten freimütig. Sie sprechen über den Wandel der Kommunikationsbranche. Sie raten uns Studierenden mit der Zeit die Erfahrungen zu sammeln und erteilen Social-Bots eine Absage. Im hellen Konferenzraum in Wiesbaden bringen die beiden Professionals Licht ins Dunkel der Branchengeheimnisse.

Foto von links: Andrea Schumacher, GPRA, Valentin Keil, Fink&Fuchs, Sarah Abou-Chleih, Patrick Herrmann, beide WH Gelsenkirchen, und Alexandra Groß, Fink&Fuchs.

Marell Schumacher Studis GPRA Portrait1 17 002Es ist ziemlich kalt in der hessischen Metropole, als wir in den weitläufigen Räumen von Edelman.ergo im Frankfurter Bahnhofsviertel ankommen. Auf dem Tisch in dem Büro von CEO Susanne Marell stehen bunte Küchlein anlässlich des ersten Agentur-Geburtstages seit dem Zusammenschluss von Edelman und ergo Ende 2015. Ein offenes Lächeln, ein fester Händedruck und ein fröhliches Erscheinungsbild, das dem winterlichen Grau trotzt - Susanne Marell macht trotz ihres vollen Terminkalenders einen gelassenen Eindruck.
Foto: Andrea Schumacher, Saskia Reinbeck, Susanne Marell und Lisa-Maria Thurl  (von links)

Saskia Reinbeck: Sie haben Führungserfahrungen sowohl in Unternehmen als auch in Agenturen gesammelt...
Susanne Marell: Ich habe nach dem Studium direkt in einer Agentur gearbeitet. Danach bin ich zu einem Unternehmen gewechselt. Dafür habe ich mich aber hauptsächlich wegen der neuen Aufgabe entschieden. Das war damals eine einmalige Chance und ich habe nicht bewusst darüber nachgedacht, ob es eine Agentur oder ein Unternehmen ist. Bei der Entscheidung spielen für mich immer eine Mischung aus rationalen Gründen und Wohlfühlen eine Rolle. Ich glaube aber, dass heutzutage jeder beide Seiten kennen sollte, um auch wirklich gut beraten zu können. Das begreifen aber leider noch viel zu Wenige.