Dieselgate: Ehemaliger Audi-Mitarbeiter belastet Vorstandsvorsitzenden schwer

Stadler Rupert CEO Audi AGDie eigenen Mitarbeiter sind die risikoreichsten Zeugen in einer Krise. Sie kennen pikante Details und haben möglicherweise kompromittierende Unterlagen. Deshalb vermeiden erfahrene Krisenkommunikatoren Auseinandersetzungen mit eingeweihten Mitarbeitern vor dem Arbeitsgericht. Wie das sonst schiefgehen kann, zeigt aktuell Audi. Ein von Audi gekündigter Hauptabteilungsleiter klagt auf Weiterbeschäftigung vor dem Landesarbeitsgericht in Stuttgart. Im Schriftsatz seiner Anwälte ist Brisantes enthalten: Audi-Vorstandschef Rupert Stadler (Foto) soll spätestens ab 2012 von den Dieselgate-Manipulationen gewusst haben.

Hoffmann Kerstin BuchautorinAutorenbeitrag von Kerstin Hoffmann (Foto) über den Spagat zwischen privater und professioneller Präsenz in Social Media

In Zeiten steigender Informationsfluten brauchen Marken, um sichtbar zu bleiben und sich mit ihren Inhalten durchzusetzen, echte Beziehungen zu ihren verschiedenen Bezugsgruppen. Sie müssen dort in Gespräche eintreten, wo über ihre Themen, Fachgebiete und über sie selbst gesprochen wird. Das wiederum gelingt nur dann, wenn sich Menschen mit anderen Menschen austauschen, sprich: Jedes Unternehmen braucht wiedererkennbare Gesichter von echten Personen, die für die Marke stehen und für sie sprechen.
Spätestens dann, wenn sich jemand zum ersten Mal in einem sozialen Netzwerk als Firmenangehöriger zu erkennen gibt, stellt sich aber zugleich die Frage: „Wie privat kann ich überhaupt im Netz bleiben?“

Liedtke Arnd KomChef TchiboBurrack Heiko FotoWie kann es eine Agentur von der Longlist in den finalen Pitch schaffen und den Kunden letztendlich gewinnen? Über diesen Themenkomplex habe ich mich im Rahmen meiner Interviews zum Thema Neugeschäft mit Arnd Liedtke (Foto r.) unterhalten, der bei Tchibo in Hamburg als Director Corporate Communication tätig ist. Er ist bei der Vorauswahl der für sein Unternehmen in Frage kommenden Agenturen einen ungewöhnlichen Weg gegangen. Liedtke besuchte acht Agenturen, um sich vor Ort ein Bild machen zu können. Ein authentischer Eindruck war ihm wichtig. Anschließend folgte ein klassischer Pitch. Lesen Sie, was am Ende den Ausschlag gegeben hat.

Drei Lehren: Was Kommunikatoren aus der Brandmarkung des Textilhändlers lernen

Forthmann Joerg Gf FaktenkontorIIKiK ist gebrandmarkt: Am hundertfachen Tod von Näherinnen in Bangladesch habe sich der Billig-Textilhändler schuldig gemacht. Nun steuert KiK dagegen. Doch keiner hört hin. Was Krisenkommunikatoren daraus lernen können.
Vor fünf Jahren starben 255 Arbeiter in einer brennenden Textilfabrik in Bangladesch. Wichtigster Auftraggeber war KiK. Auch bei den nächsten beiden Unglücksfällen – in der Kleiderfabrik Tazreen mit 117 Toten und im Fabrikhaus Rana Plaza mit 1.127 Toten – tauchte KiK als vermeintlich gewissenloser Auftraggeber auf. Jahrelang haftete dieses Brandmal dem Textilhändler an. Wohl auch, weil sich KiK anfangs uneinsichtig zeigte. Die Folge: Die Imagewerte stürzten ab.