Im gerade im Deutschen Universitäts-Verlag, Wiesbaden erschienenen Fachbuch "Unternehmenskommunikations auf dem Prüfstand" in der Reihe "Unternehmenskommunikation und Reputation Marketing" (Herausgeber Professor Dr. Joachim Klewes) ist der nachfolgende Beitrag (Originalmanuskript) von Gerhard A. Pfeffer erschienen, der versucht, oft gestellt Fragen nach Zahlen und Fakten der PR-Branche übersichtlich zu beantworten.

Über Umfang (Zahlen und Fakten) des PR-Marktes in Deutschland zu schreiben, ist schwierig, weil vielfach valide Daten fehlen. Langjährige Praxis und Erfahrung des Autors sowie die Auswertung der wenigen vorhandenen Unterlagen kann es trotzdem ermöglichen, einen sicher interessanten Überblick darzustellen. Generell gilt immer noch: eine Tätigkeit/ein Beruf in der Kommunikationsbranche ist nicht nur interessant, sondern auch immer noch Arbeit in einem Zukunftsberuf mit weiter wachsenden Anforderungen - sowohl quantitativ als auch qualitativ. Zu den Arbeitsfeldern in der Kommunikationsbranche werden hier gezählt: Corporate Publishing, Direktmarketing, Events, Messen, Multimedia, Public Relations, Sponsoring, Verkaufsförderung und Werbung.

Dies soll ein Vergleich verdeutlichen: in den USA soll es 200.000 PR-Arbeitsplätze geben, denen 100.000 hauptberufliche Journalisten "gegenüberstehen". In Großbritannien, dem europäischen Land mit größten Akzeptanz für Public Relations, soll das Verhältnis von PR und Journalismus 1:1 sein - bei je circa 90.000 Arbeitsplätzen. Und in Deutschland gibt es zahlreiche Experten, die meinen: das Verhältnis sei zwei Drittel zu einem Drittel - noch "zugunsten" der Journalisten. Lässt sich die Zahl der hauptberuflich tätigen PR-Menschen mangels gesicherter Quallen nicht letztendlich ermitteln, so kann man die Zahl der Journalisten einigermaßen sicher feststellen. Dies liegt auch darin begründet, dass es für Journalisten Tarifparteien gibt. Das ist einmal der DJV Deutsche Journalisten-Verband - Gewerkschaft der Journalisten, Bonn und Berlin mit circa 45.000 Mitgliedern (davon ca. 15.000 "Freie") sowie die dju - Deutsche Journalistinnen- und Journalisten-Union in der ver.di Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft, Berlin (die dju war früher Teil der Gewerkschaft IG Medien, die in ver.di aufgegangen ist), in der circa 20.000 Mitglieder - davon die Hälfte "Freie" zusammen geschlossen sind. Zu diesen 65.000 Organisierten kommen noch weitere circa 15.000 zumeist freie Journalisten, die sich nicht gewerkschaftlich organisieren wollen. Damit hätten wir die Zahl der Mitwirkenden (80.000) auf der "einen Seite des Schreibtischs" - wie manchmal ungenau formuliert wird.

Wenn man nun das Verhältnis 2/3 zu 1/3 als richtig unterstellt, so gibt es in Deutschland etwa 50.000 bis 55.000 Menschen, die sich hauptberuflich (entweder festangestellt oder als sog. Freie) ihren Lebensunterhalt hauptsächlich mit der Arbeit im Kommunikationsbereich Public Relations verdienen. Dies ist sicher nicht zu niedrig "errechnet", wenn man bedenkt, dass heute eigentlich jede deutsche Stadt mit mehr als 50.000 Einwohnern eine Pressestelle hat und vor allem im so genannten Non-Profit-Bereich (Kirchen, Wohlfahrt, Kultur, Vereine und Verbände) viele Menschen arbeiten, die sich zumindest einen Großteil ihrer Zeit mit Öffentlichkeitsarbeit beschäftigen.

In diesem Zusammenhang seien noch einige Angaben zur verbandlichen Organisationsstruktur und ihren Mitgliederzahlen erwähnt. Da Kommunikation zumeist ein kreativer Beruf ist, kann kein hoher "Organisationsgrad" erwartet werden. Es sind zusammen höchstens zehn Prozent, die sich einem Berufsverband anschließen. Da es zu weit führen würde, hier auf alle Kommunikationsverbände einzugehen, beschränken wir uns auf das Arbeitsfeld Public Relations. Hier ist als älteste berufsständische Organisation die DPRG Deutsche Public Relations Gesellschaft mit Sitz in Bonn zu nennen: 1958 gegründet hat sie Anfang 2005 knapp über 1.700 Mitglieder. Dabei ist zu beachten, dass 2003 die inkom, der Verband der innerbetrieblichen Kommunikation (die früheren Werkzeitschriftenredakteure), mit der DPRG fusionierte und circa 400 Mitglieder "mitbrachte". Im Herbst 2003 hat sich in Berlin als neuer "Mitspieler" der Bundesverband der Pressesprecher (BdP)gegründet, der es bis Anfang 2005 auf beachtliche circa 1.600 Mitglieder brachte. Im Bonner Kommunikationsverband, in dem hauptsächlich die in der werblichen Kommunikation Tätigen als Mitglieder sind, arbeiten von den circa 2.000 Mitgliedern etwa zehn Prozent in der PR. Alle Berufsverbände haben in den letzten Jahren vor allem aufgrund der wirtschaftlichen Entwicklung zahlreiche Mitglieder "verloren" - zum Teil beträgt der "Schwund" bis zu 50 Prozent. Trotzdem bleibt die Aussage vom Zukunftsberuf Kommunikation gültig. Es könnte noch von Interesse sein, dass die DAPR Deutsche Akademie für Public Relations mit Sitz in Frankfurt am Main seit 1992 knapp 3.500 PR-Beraterprüfungen erfolgreich abgenommen hat. Dazu kommen noch weitere circa 300 Prüfungen, die die DPRG selbst seit 2002 durchgeführt hat.

Auch im Agenturbereich stellt man eine geringe Organisationsbereitschaft fest. So gehören dem PR-Wirtschaftsverband GPRA Gesellschaft Public Relations Agenturen gerade mal 27 Agenturen an - nach den Aufnahmekriterien könnten es jedoch mindestens circa 100 PR-Agenturen sein. Auch hier lohnt sich ein Blick auf den (geschätzten) Markt: wir unterscheiden in große PR-Agenturen mit über 50 Mitarbeitern - davon gibt es in Deutschland circa 25 (der Marktführer PLEON Kohtes Klewes mit Stammsitz in Düsseldorf beschäftigt alleine geschätzt circa 350 Mitarbeiter. So genannte mittlere Agenturen mit 20 bis 50 Mitarbeitern gibt es circa 100 in unserem Lande. Weitere 350 Agenturen mit fünf bis 20 Mitarbeitern würde man dann zu den kleinen Agenturen zählen. Und schließlich gibt es noch mindestens 1.000 PR-Büros (mit bis zu fünf Mitarbeitern) und ca. 2.000 so genannte Einzelberater.

Der Autor erhebt seit 1995 das PR-Ranking, welches ein Umsatzranking der PR-Branche ist, in dem nach den Honorarumsätzen (Gross income) und den Gesamtumsätzen (Billings) sowie den festangestellten Mitarbeitern gefragt wird. Die letzte vorliegende Auswertung für 2003 weist folgende Zahlen aus: 160 Agenturen haben gemeldet mit einem gesamten Honorar von 250 Millionen Euro und 2.500 Mitarbeitern. Somit betrug der Pro-Kopf-Umsatz je Agentur der PR-Agenturen für 2003 rund 100.000 Euro.

Damit wären wir bei den finanziellen Wirtschaftskennzahlen. Auch hier muss sich die Zahlennennung mit Schätzungen, Hoch- und Umrechnungen "zufrieden geben". Die Kennziffer, von der aus gerechnet wird, ist die Summe, die für Werbung ausgegeben wird. Jährlich meldet der ZAW Zentralverband der Werbewirtschaft, Berlin die Nettoeinnahmen erfassbarer Werbeträger - also: was so für Werbung ausgegeben wird. Dies waren 2003 noch knapp 20 Milliarden Euro (zur Jahrtausendwende waren dies immerhin noch über 23 Milliarden). Die erfassten Werbeträger sind im wesentlichen Zeitungen, Zeitschriften, Radio, Fernsehen, Außenwerbung, Werbung per Post und Online-Angebote.

Nun kommt der Umrechnungsfaktor. Wenn man 1990 noch davon ausging, dass circa zehn Prozent des Werbeaufkommens für Public Relations ausgegeben wird, so sind dies heute rund 15 Prozent. Dies melden zumindest zahlreiche Untersuchungen der Kommunikationsmedien. Damit würde der PR-Markt in Deutschland ungefähr fünf Milliarden Euro umsetzen. Dabei sind hier natürlich nur die Fremdkosten angesetzt, also ohne Personalkosten. Dies ist wahrscheinlich mehr, als so mancher vermutet hat,

Hier können wir aber auch noch einen Blick auf eine wissenschaftliche Untersuchung werfen, die diese Berechnung stützt und vor allem einen Blick in die Zukunft wagt. Im letzten vorliegenden "Kommunikations-Monitor" vom September 2003, den Professor Dr. Gerhard Schub von Bossiazky vom Forschungsschwerpunkt Kommunikation an der Fachhochschule Düsseldorf/IfK Institut für Kommunikation im Auftrag des  Bonner Kommunikationsverbandes erhoben hat für die PR-Schaffenden ermittelt, dass sie im Jahre 2005 knapp 4,3 Milliarden Euro umsetzen werden. Bis 2010 würde der Umsatz auf circa 5,7 Milliarden Euro ansteigen. Die Prognosezahlen der "anderen" Bereiche zum Vergleich (in Milliarden Euro für 2010): Direktkommunikation - 27,9; Werbung - 26,9; Verkaufsförderung - 14,1; Messewesen - 11,9; Sponsoring - 1,6 und Events - 0,8. Die Öffentlichkeitsarbeit ist im "Kommunikationsmonitor" übrigens aufgeteilt (in Klammer die prognostizierten Umsätze in Milliarden Euro) in: PR/Corporate Communications (3,8); Online-Aktivitäten (1,1); Interne Kommunikation (0,35); Product Publicity (0,25) und Besuchswesen (0,15).

In diesem Beitrag wurden zunächst und bewusst nur die Zahlen für Mitarbeiter und Umsätze genannt - und die Probleme ihrer Ermittlung. Eine gesonderte Betrachtung wert wäre die Schilderung und Bewertung all dessen, was professionelle Public Relations alles bewirken kann. Also der gesamte Bereich Evaluation, Wertschöpfung, Score Card. Und dazu gäbe es auch viel mehr Wissenschaftliches. Dazu sollen sich aber andere kluge Menschen äußern. Ich konnte und wollte hier nur aus der Praxis für die Praxis einige Informationen und Zahlen beisteuern - um diesen interessanten Teilbereich unseres Arbeitsmarktes und Wirtschaftslebens etwas transparenter und verständlicher zu machen.

Zur Bewertung von Marktbedeutung tragen sicher auch die Publikationen unseres Arbeitsfeldes mit bei. Und hier gibt es zum Schluss auch noch "harte Fakten", die von der IVW regelmäßig geprüft werden. Die letzte Erhebung ergibt folgende Übersicht. Die IVW Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern in Berlin hat im Januar 2005 die Quartalszahlen der Fachzeitschriftenauflagen veröffentlicht. Wir dokumentieren hier die verkauften Auflagen, denn die Angaben über die Verbreitung sind nur schwer nachprüfbar, teilweise wegen hohem Freiexemplar-Versand auch wenig hilfreich.

journalist (mtl.)..................................43.964 Exemplare
w&v werben & verkaufen (wchtl.).........35.051 Exemplare
Absatzwirtschaft (mtl.).......................25.989 Exemplare
Horizont (wchtl.)................................14.874 Exemplare
Acquisa (mtl.)...................................10.503 Exemplare
Sales & Business (mtl.)......................7.646 Exemplare
media & marketing (mtl.).....................6.201 Exemplare
marketing journal (mtl.).......................3.556 Exemplare
pr magazin (mtl.)................................2.698 Exemplare
Kontakter (wchtl.)...............................2.575 Exemplare
Kress Report (14-tgl.).........................2.405 Exemplare
Direkt Marketing (mtl.)........................2.060 Exemplare
text intern (2 x wchtl.).........................1.768 Exemplare
new business (wchtl.).........................1.362 Exemplare
PR Report (mtl.)....................................910 Exemplare.

Die Branchenpublikationen "MediumMagazin", "message" und "pressesprecher" sind nicht der IVW angeschlossen, "insight" und "Wirtschaftsjournalist" melden keine Verkaufsauflage.

Dies war mein Überblick. Wenn jemand Zahlen, Informationen und Quallen hat, die ich hier noch nicht berücksichtigt habe, bin ich für hilfreiche Hinweise dankbar. Deshalb ausnahmsweise in einem Fachartikel eine E-Mail-Adresse und eine URL: gerhard@pfeffer.de und www.neues-prportal.de. Dort gibt es laufend News und Brancheninfos sowie einen kostenlosen wöchentlichen Newsletter - und da kann man dann alle Informationen ergänzend und aktualisiert darstellen. 

Der Autor ist seit April 1964 hauptberuflich in der Öffentlichkeitsarbeit/Public Relations in Deutschland tätig. 20 Jahre angestellter Tätigkeit als Pressesprecher eines Verbandes und im Referat Öffentlichkeitsarbeit des Pressezentrums des Deutschen Bundestages in Bonn folgten Tätigkeiten in der Zentralabteilung Öffentlichkeitsarbeit von Bertelsmann und als Geschäftsführer einer PR-Agentur in Köln. Danach folgte die Arbeit als selbständiger PR-Berater und freier Journalist in Bonn und Siegburg. In diese Zeit fielen: je acht Jahre Geschäftsführer der DPRG Deutsche Public Relations Gesellschaft, der GPRA Gesellschaft Public Relations Agenturen und der DAPR Deutsche Akademie für Public Relations. Ehrenamtliche Aufgaben wurden u.a. für zwölf Jahre im Präsidium des Kommunikationsverbandes (früher BDW Bund Deutscher Werbeberater) sowie sechs Jahre im DJV Deutscher Journalistenverband übernommen. Seit 1996 ist Gerhard A. Pfeffer auch im Bereich Internet-/Online-Kommunikation tätig (aktuell als Herausgeber und Chefredakteur des Kommunikations-Portals "neues PR-Portal").

Gerhard A. Pfeffer
Siegburg, im Januar 2005


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Personalien

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Mit einer groß angelegten Kampagne präsentiert fischerAppelt für LinkedIn die Zukunft der Arbeitswelt und fokussiert damit auf das neue Narrativ der Arbeit. Dabei werden mit den „LinkedIn Changemakern“ sieben Menschen in den Mittelpunkt gestellt, die mit ihren Ideen und Projekten echte Veränderung in der Arbeitswelt erreichen möchten. Dazu zählt unter anderem Selfapy-Mitgründerin Nora Blum, die mit ihrer App das erste erstattungsfähige Onlineangebot für mentale Gesundheit initiiert hat. Oder Stuart Bruce Cameron, der mit seiner UHLALA Group Arbeitgeber beim Aufbau einer LGBTQIA+-freundlichen Unternehmenskultur unterstützt.

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Streitgespräch: Daten in der PR – unerlässlich oder überbewertet?

Für die einen sind Daten in der PR der neueste Trend. Ohne Daten könne die PR nicht professionell arbeiten und schon gar nicht im Wettbewerb gegen Marketing und Werbung bestehen. Andere halten den Datenhype für deutlich übertrieben: Analysen helfen, sind aber kein Allheilmittel und sollten nicht überbewertet werden. Es komme auch auf andere – qualitative – Erfolgsfaktoren an.  Zu der Datennutzung in der PR streiten Klaus Treichel, bis Ende 2020 Chef der ABB-Unternehmenskommunikation in Deutschland und Jörg Forthmann, Geschäftsführer des Instituts für Management und Wirtschaftsforschung (IMWF), Hamburg.

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Rezensionen

Rezension: Führungsverhalten in Organisationen – Kultur der Angst hat ausgedient

Die angstfreie Organisation Buchcover Amy EdmondsonWas ist besser, geliebt oder gefürchtet zu werden? So fragte einst Machiavelli, dessen, in der Renaissance formulierten, Ansichten über den wirkungsvoll regierenden Fürsten bekanntlich auch aktuell einen Platz in der Management-Lehre und im Seminargeschäft finden. Folgt man den Forschungen von Amy Edmondson, dann wird diese Frage heute noch in vielen Unternehmen und Organisationen so beantwortet, dass eher eine Atmosphäre von Führung und Motivation durch permanenten Druck erzeugt wird. Mit der Folge verbreiteter Angst. Das hat ernste Folgen. Abweichende Meinungen werden nicht geäußert. Verbesserungsvorschläge unterbleiben. Kritik wird für sich behalten. Wie zielführend eine solche Führungskultur ist, hat Amy Edmondson untersucht. Schließlich hat sie, das sagt schon der Untertitel des rezensierten Werks, ein eigenes Konzept vorgelegt, „wie Sie psychologische Sicherheit am Arbeitsplatz für mehr Entwicklung, Lernen und Innovation schaffen“.

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Wie machen sich Habeck, Laschet, Baerbock, Scholz und Co. rhetorisch? Unser Sprach-Optimist Murtaza Akbar (Foto) widmet sich dafür seinem Kerngeschäft der Wortwahl, Kommunikation und Rhetorik – und hat deshalb nicht nur die Bundestagswahl verfolgt, sondern vor allem die Vor-Sondierungen danach oder sind es doch schon Nach-Sondierungen vor den Verhandlungen. Klingt verworren. Deshalb ist es Zeit, das mal sauber zu entwirren, damit der Kanzler an den Start gehen kann. Wer das sein könnte, wer von den Politikern wie ein Lehrer spricht und warum die Kolumne mit einer Tankstelle losgeht, das erfahren Sie hier und jetzt.

Kommentare

KKongress21: Eine Branche übt sich in Selbstreflexion

Der Kommunikationskongress 2021 ist vorüber. Das zweite Coronajahr in Folge und die Endphase des Bundestagswahlkampf setzten die Rahmenthemen für ein Branchenevent, dem der Veranstalter das Motto „Aufbrechen“ gegeben hatte. So wurde auch viel über das „Aufbrechen“ von Denkstrukturen und Verhaltensmustern einerseits und „Aufbrüchen“ zu neuen Ufern andererseits gesprochen. Wie haben das die Teilnehmerinnen und Teilnehmer das vor Ort wahrgenommen? Klaus Treichel, Experte für Integrierte Kommunikation und Nachhaltigkeits-Kommunikation und zuletzt viele Jahre als Head of Corporate Communications bei der ABB AG tätig, schildert hier seine persönlichen Eindrücke von den Vorträgen und den Gesprächen am Rande. Für ihn offenbarte sich vielfach „ein tiefer Blick in die Seele der Kommunikationsmanager“.

Leserkommentare

Leserbrief zur Studie über Wahlkampfumfragen

Boeddicker Jonas Student WeimarDer ehemalige SPD-Vorsitzende und Außenminister Sigmar Gabriel würde Wahlumfragen am liebsten in den letzten vier Wochen vor einer Wahl verbieten. Überhaupt nichts von einem Verbot hält Professor Frank Brettschneider, Kommunikationswissenschaftler an der Universität Hohenheim in Stuttgart. Als Ergebnis seiner Studie zur Berichterstattung über Wahlumfragen fordert er eine Qualitäts-Diskussion. („PR-Journal“, 14. September 2021) Auch Jonas Böddicker (Foto), Student der Medienkultur an der Bauhaus-Universität Weimar und Mitglied der Initiative "eject - Zeitschrift für Medienkultur", fordert in seinem Leserkommentar eine kritische Debatte über Wahlumfragen.

PR-Historie

Unternehmensgeschichte: Bevölkerung erwartet Selbstkritik bei Fehlern und Krisen

Neues Forschungszentrum startet mit Tagung am 23. September

Ob NS-Vergangenheit oder Managementfehler: Mehr als zwei Drittel der Menschen in Deutschland erwarten von Traditionsunternehmen, dass sie Verantwortung für die eigene Geschichte übernehmen (69 %) – und darüber öffentlich kommunizieren (68 %). Das geht aus einer bevölkerungsrepräsentativen Studie der Hochschule Pforzheim unter 1.004 Befragten hervor. Die Untersuchung ist eines der ersten Ergebnisse des neuen Center for History and Corporate Communication, an dem die Hochschule Pforzheim und die Universität Leipzig beteiligt sind. Es vereint Grundlagenforschung zur Geschichte des Kommunikationsberufsfelds und zu Unternehmensgeschichte als Gegenstand professioneller Kommunikation.

Studien

Marktstudie vom Software-Startup aclipp identifiziert spannende Trends für PR-Branche

Welche Trends beschäftigen die Branche? Podcast, Influencer, Kurzvideos – welche Formate bergen das größte Potenzial für die PR? Auf was kommt es bei der PR-Arbeit wirklich an? In der Marktstudie "Zukunft der PR: Wie wird sich die PR-Branche in den kommenden Jahren verändern?" beleuchtet das Software-Startup aclipp aus Ingolstadt zusammen mit dem Medienbeobachter Landau Media die Thematik aus Sicht der PR-Managerinnen und -Manager. Dazu nahmen mehr als 200 PR-Fachfrauen und -Fachmänner aus der gesamten DACH-Region an einer Online-Umfrage teil. Die Untersuchung zeigt auf, wie Kommunikatoren derzeit arbeiten, welche Trends auf die Branche zukommen und wie PR-Arbeit weiter erfolgreich sein kann.

Aus- und Weiterbildung

Vierteilige Webinarreihe der Bildbeschaffer

Die Bildbeschaffer LogoDie Bildbeschaffer, eine Hamburger Agentur, die auf Bildeinkauf, Recherchen, Rechteklärung, Verwaltung und dazugehörige Dienstleistungen und Seminare spezialisiert ist, lädt im November ein zu einer vierteiligen Webinarreihe. Es geht um Bildrechte (16.11.), Personen und Marken (18.11.), Bildquellen (23.11.) und Die Technik dahinter (25.11.). In den vier 90-minütigen Sessions, Beginn jeweils um 9:30 Uhr, zeigen Die Bildbeschaffer, wie man in Sachen Bildern handlungsfähig wird, erklären, welche Lizenz, welche Bildagentur die richtige für das jeweilige Projekt ist, und dass man Personen auf Bildern im Einzelfall auch ohne schriftliche Freigabe zeigen kann.

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Was macht eigentlich eine Digital-Strategin bei FleishmanHillard?

Unternehmen, die heute ohne ganzheitliche Kommunikationsstrategie oder mit einem hemdsärmeligen Digital-Ansatz an Kunden herantreten, haben erhebliche Wettbewerbsnachteile. Denn professionelle Kommunikator/-innen holen sich längst die Expertise von Digital-Strateg/-innen hinzu, um ihre Prozesse und Vorgehensweisen zu durchleuchten und zu optimieren. Auch bei FleishmanHillard in Deutschland ist das ein weiter wachsender, wichtiger Bereich.

Seminarkalender

Seminarkalender 2021

Seminare, Tagungen, Workshops und Webinare. Der „PR-Journal“-Seminarkalender 2021 gibt Ausblick auf relevante Fort- und Weiterbildungsangebote der kommenden Monate. Unsere kompakte Auflistung für Kommunikationsfachleute in Agenturen, Unternehmen und Verbänden erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit - kündigen Sie neue (auch rein digitale) Seminare jederzeit gern an bei Paula Slomian: slomian@pr-journal.de.  

Webinar: Google Ads
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Webinar: Google Analytics
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21. Oktober 2021
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Webinar: Korrekturlesen und Rechtschreibung
MW Media Workshop GmbH
21. Oktober 2021
450,00 Euro zzgl. MwSt.
Zur Anmeldung geht es unter diesem Link.

Preise und Awards

Marken-Award 2021: Die Sieger stehen fest

PRJournal Markenaward 2021Zum 21. Mal haben die absatzwirtschaft und der Deutsche Marketing Verband (DMV) den Marken-Award vergeben. Die Gewinner wurden am Abend des 24. August im Rahmen eines Live-Stream-Events ausgezeichnet. Zuschauerinnen und Zuschauer konnten die Preisverleihung samt Rahmenprogramm per Live-Stream verfolgen. Durch den Abend führte als Moderator Frank Dopheide, Geschäftsführer der Purpose-Agentur Human Unlimited. Insgesamt bewarben sich 27 Unternehmen in verschiedenen Kategorien.

PR-Check-in für Start-ups

Fünf Gründe, warum Start-up-Storys in Medien kommen

Während Unternehmen eigene Kommunikations-Teams beschäftigen, fehlt es Start-ups oft an PR-basics, um zu verstehen wie Journalisten und Medien ticken. Umso weiter ist daher der Weg zum eigenen Pressebericht. In seiner Kolumne zeigt der gelernte Journalist und Kommunikator Daniel Rottinger Gründern und Gründerinnen, worauf es ankommt. Für ihn sind das Timing, die Nachrichten-Lage, der Themenwettbewerb, der Medien-Fit und die Kapazitätsfrage fünf wichtige Erfolgsfaktoren:

Tipps & Lesehinweise

Lesehinweis: Krisenexperte Roselieb kritisiert das Krisenmanagement an der Ahr

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Neues Whitepaper zum Thema Basiswissen Bild von picture alliance

Jede Story braucht aussagekräftige Bilder, um in der immer visueller werdenden medialen Welt wahrgenommen zu werden. Bilder vermitteln Informationen einfach und schnell. Egal ob in einer groß angelegten Kampagne, auf sozialen Medien wie Instagram, im Magazin oder auf der eigenen Homepage, Bilder sind aus der Kommunikation nicht wegzudenken. Doch was es dafür braucht, dass ein Bild die bestmögliche Wirkung entfaltet oder wann und in welchem Zusammenhang ein Bild rechtssicher eingesetzt werden kann, darüber herrscht oftmals Unsicherheit. Die dpa-Tochter picture alliance gibt in ihrem Whitepaper "Basiswissen Bild" einen Überblick über die Grundlagen der Bildnutzung.

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„PR Report“-Camp: Top-Profis beraten junge Leute beim Einstieg in die PR

PR ReportCamp Logo 2021Jetzt die nötigen Informationen einholen, um die richtigen Weichen für den Karrierestart zu stellen – die Möglichkeit bietet auch in diesem Jahr wieder das „PR Report“-Camp. Zahlreiche Profis aus Unternehmen und Agenturen stehen vom 2. bis zum 5. November bereit, um junge Menschen bei ihrem Berufseinstieg in die PR beraten. Was wird von mir in der PR erwartet? Was kann ich erwarten? Das sind zwei der zentralen Fragen, die beim diesjährigen Camp beantwortet werden sollen. Nach 2020 wird das Camp auch in diesem Jahr wieder digital durchgeführt. Erwartet werden viele junge Leute, die am Ende ihres Studiums stehen, und Young Professionals, die bereits erste Berufserfahrungen haben.

STAMM Medien-News

Stamm Medien-Newsletter Oktober 2021

Der Stamm-Verlag in Essen dokumentiert seit 1947 als einziger deutscher Verlag komplett alle Medien (derzeit zirka 24.000) in Deutschland (Print / Zeitungen + Zeitschriften, Rundfunk / Radio + Fernsehen, Online (seit 2003)). Im September 2021 wurden 2.014 Medien aktualisiert, im letzten Quartal waren es insgesamt 8.415 Medien. Der monatliche „Stamm Medien-Newsletter“ informiert über aktuelle Änderungen in der deutschsprachigen Medienlandschaft (Deutschland, Österreich, Schweiz). Mit freundlicher Genehmigung folgen hier einige Meldungen:

Unternehmens-PR im Dialog

Vertrauen, Verantwortung und Gemeinschaft – die Grundfeste von WestLotto

„Lotto ist die größte Millionärsmaschine, die es in unserer Gesellschaft gibt. Alle zweieinhalb Tage wird in Deutschland jemand Lotto-Millionär; alle neun Stunden zahlen wir von WestLotto einen Betrag von Zehntausend Euro und mehr an einen Bürger in NRW aus“, berichtet Axel Weber, Pressesprecher der Westdeutsche Lotterie mit Sitz in Münster. Dabei wird WestLotto von vielen Bürgerinnen und Bürgern nicht als Glücksspiel gesehen. Doch ist das wirklich so? Was zeichnet die Lottogesellschaft als Unternehmen aus? Die Studierenden der PR-Initiative campus relations haben nachgefragt.

Kreativ-Cases

Case-Study: Hörgesundheit für alle!

Hören verbindet Menschen, lässt uns Musik und die Geräusche der Natur genießen und sorgt dafür, dass wir sicher durch unsere Umgebung navigieren. Die Relevanz und Fragilität des Hörsinns ist vielen Menschen nicht bewusst: Rund sechs Millionen Deutsche haben nach eigenen Angaben einen beeinträchtigenden Hörverlust, aber nur jeder Dritte lässt diesen audiologisch versorgen. Im Umkehrschluss nehmen fast vier Millionen Menschen gesundheitliche Risiken und Einschränkungen in Kauf. Aber wie kann man die breite Öffentlichkeit für das Thema Hörgesundheit gewinnen? Ein spannender Auftrag, den die Agentur Fink & Fuchs für den Bundesverband der Hörsysteme-Industrie (BVHI) immer stärker vorantreibt.

Agenturen im Dialog

Hill+Knowlton Strategies setzt auf Nachwuchs und Diversität

Eine Agentur, viele Talente. Ein Grundsatz, mit dem sich die internationale Netzwerkagentur Hill+Knowlton Strategies identifiziert. Gerade Frauen und junge Berufseinsteiger und Berufseinsteigerinnen sind die Talente, die bei der zukunftsorientierten Agentur im Fokus stehen. Wichtig ist Hill+Knowlton auch die internationale Arbeit, denn Talente gibt es überall auf der Welt.

Im Interview mit der studentischen Initiative kommoguntia e.V. beantworten Catherine Dächert-Tessier, CFO von Hill+Knowlton Strategies in Deutschland, Miriam Holbe, Managing Director & Head of Marketing Communications, sowie Anja Klein, Associate Director & Deputy Head of Technology die Fragen der jungen Studentinnen Pilar Zaschke und Michelle Huppertz. Besprochen werden dabei die Themen Berufseinstieg, internationale Ausrichtung als auch Diversität, insbesondere im Bereich Chancengleichheit von Männern und Frauen.

GPRA im Dialog

Straub & Straub: Zwischen PR und Journalismus

Bei der Hamburger Kommunikationsagentur Straub & Straub hat sich in letzter Zeit einiges geändert. Die Agentur konnte neue Großkunden gewinnen, die beiden Geschäftsführer Tina und Rüdiger Straub haben im Sommer 2018 Jahr geheiratet und zuletzt ist der Hamburger Hauptstandort vor erst einem Monat umgezogen. In den neuen Büroräumen haben Marie Fuhr und Laura Möller von campus relations der Agentur einen Besuch abgestattet.

Internes - aus der Redaktion

750. „PR-Journal“-Newsletter: Verlag und Redaktion sagen DANKE!

So, nun ist es geschafft: der 750. „PR-Journal“-Newsletter ist fertig und hat den Weg in Ihre Postfächer gefunden, liebe Leserinnen und Leser. Die Gefühle der Macherinnen und Macher aus Verlag und Redaktion schwanken zwischen Erleichterung, Stolz und Dankbarkeit: Erleichterung, weil es geschafft ist, Stolz, weil ein echter Meilenstein erreicht ist, und Dankbarkeit, weil wir aus Anlass unseres Jubiläums viel Anerkennung und Wertschätzung erfahren haben. Gerhard Pfeffer: „Die vielen Grüße und Glückwünsche, die uns über unseren Podcast, per Mail und eben auch in dieser Jubiläumsausgabe erreicht haben, freuen uns sehr. Im Namen des ganzen ‚PR-Journal‘-Teams sagen wir ganz herzlich Danke! Für uns ist es ein toller Moment, den wir in einer wegen der Corona-Krise für die PR-Branche schwierigen Situation dennoch genießen!“