Foto: Dieter Schulze van Loonvon Dietrich Schulze van Loon, Molthan van Loon Communications Consultants (GPRA), Hamburg

Die Vergabe öffentlicher Aufträge war schon immer ein heikles Thema. Bei einem Gesamtvolumen von derzeit 250 Milliarden Euro sind die Interessenlagen zu unterschiedlich, als dass Einvernehmlichkeit die Vergabepraxis prägen könnte. Formale und rechtliche Bestimmungen gilt es dennoch einzuhalten –  auch seitens der politischen Entscheidungsträger. Ausgerechnet jetzt, parallel zur Neuordnung des Vergaberechts, muss sich das Bundespresseamt mit Mauscheleivorwürfen auseinander setzen. Alles anstandslos oder doch eher ohne Anstand?

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) ist für die Grundsätze und Regelungen des öffentlichen Auftragswesens verantwortlich. Das hierbei anzuwendende Vergaberecht umfasst laut Bundesministerium „alle Regeln und Vorschriften (…), die das Verfahren für die öffentliche Hand beim Einkauf von Gütern und Leistungen vorschreiben. Immer dann, wenn ein Bundesministerium oder eine Landesbehörde z.B. Papier oder Büromöbel beschaffen oder ein neues Bürogebäude errichten lassen will, muss es diese Regeln beachten.“ „Zugleich“, erklärte Bundeswirtschaftsminister Michael Glos noch am 28. Juni die vielleicht wichtigste Funktion des Vergaberechts, „soll dem Steuerzahler Geld gespart werden durch wirtschaftlichen Einkauf.“  

Sicherlich eine gute Sache dieses öffentliche Auftragswesen. Aber erst wer sich offiziell um einen Auftrag bemüht, lernt es in Gänze kennen: Zweifelsfrei handelt es sich dabei um ein Wesen höherer Natur – schwerfällig und bürokratisch, zugleich unglaublich detailliert und um formale Gesetzestreue bemüht. Kein Wunder, dass viele Unternehmen diesem Wesen zwei generelle Schwächen unterstellen: Ineffizienz und fehlende Transparenz. Folglich scheuen immer mehr Unternehmen den enormen personellen und finanziellen Aufwand – und beteiligen sich erst gar nicht mehr an Ausschreibungen.

Vom Verdacht zur Prüfung
Hinzu kommt ein aktueller Verdacht, der momentan die Agentur-Landschaft, insbesondere die Gesellschaft Public Relations Agenturen e.V. (GPRA), Verband der führenden PR-Beratungsunternehmen, beschäftigt: Bei der Suche des Bundespresseamtes nach einer Beratungsagentur für den Großauftrag Entwicklung und Umsetzung von Kommunikationsstrategien der Bundesregierung ist es zu Ungereimtheiten gekommen, die den Schluss zulassen, das Amt habe eine Agentur einseitig bevorzugt und die gesetzlichen Ausschreibungskriterien nicht ordnungsgemäß angewandt. Mit Pergamon, einer taufrischen Ausgründung von Scholz & Friends, sollte eine Agentur den Zuschlag erhalten, die noch nicht einmal die elementarsten Zuschlagskriterien erfüllt – anders als die renommierten, ebenfalls in die Endrunde vorgestoßenen Agenturen FischerAppelt Kommunikation, Johanssen + Kretschmer in Bietergemeinschaft mit Pleon und BBDO Campaign, McCann Ericksson, MediaConsulta, Publicis, Saatchi & Saatchi und Shanghai Berlin. Erst eine Veröffentlichung der ‚Süddeutsche Zeitung’ vom 16. September löste die Ankündigung einer Überprüfung innerhalb des Bundespresseamtes aus – mit der Folge einer Entscheidungsfristverlängerung auf den 19. Oktober.

Ein Artikel des Fachmagazins ‚Werben & Verkaufen’ legt außerdem nahe, dass mehrere Teilnehmer der (CDU-dominierten) Jury bei der Bewertung der Agenturen Punktevergaben laut vorab getroffener Absprache einheitlich vorgenommen haben – mit geradezu diskriminierenden Ergebnissen u. a. hinsichtlich der Erfahrung, Fachkunde, Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit von sieben der insgesamt acht genannten Agenturen. Daraus ließe sich schließen, dass nach Auffassung besagter Juroren sieben der führenden Agenturen Deutschlands in keiner einzigen Kategorie ein Ergebnis abgeliefert haben, das besser als mangelhaft war.

Sollte die Scholz & Friends-Agentur Pergamon schon aus formalen Gründen jetzt nicht mehr den Zuschlag erhalten, so könnte die zweit-platzierte Agentur Saatchi & Saatchi zum Sieger erklärt werden – vorausgesetzt das Vergabeverfahren an sich wird, inklusive eines als neutral zu bewertenden Abstimmungsverhaltens jedes einzelnen Jurymitglieds, als korrekt eingeschätzt. Doch auch wenn Michael Sternecker, Stellvertretender Chef des Presse- und Informationsamtes der Bundesregierung, Absprache-Vorwürfe als „abenteuerlich“ zurückgewiesen hat: Es darf gezweifelt werden. Nicht zum ersten Mal bringen in der Sache ähnliche Vorwürfe die gelebte Praxis öffentlicher Vergaben in Misskredit.
Sicher, gegen Mauscheleien ist kein Kraut gewachsen. Aber sie sollten die Ausnahme und nicht die Regel sein.

Da der Fall nicht nur einzelne Agenturen, sondern eine ganze Branche betrifft, prüft die GPRA derzeit rechtliche Schritte. Einerseits geht es um finanzielle Schäden – im aktuellen Fall beträgt der zu vergebende Gesamtetat mehr als 20 Millionen Euro – andererseits um Reputation: Agenturen wollen entsprechend ihrer tatsächlichen Leistungen und nicht subjektiv und interessengebunden bewertet werten.

Reputation: mehr als schöner Schein
Um seine Reputation sollte es allerdings auch dem Bundespresseamt gehen – nicht zuletzt, weil es stärker als viele andere Instanzen der Wahrung öffentlicher Interessen dienen soll und schon deshalb in der Wahrnehmung der Öffentlichkeit eine zentrale Rolle spielt: Sollten Zweifel an der Redlichkeit des Verfahrens bestehen bleiben, wäre der Vertrauensschaden immens. Die Gesellschaft verlangt heute von Unternehmen Offenheit, aber auch von Verbänden, Organisationen und insbesondere politischen Gremien. Sollten auch nach offizieller Verkündung eines Etatgewinners durch das Bundespresseamt noch Fragen offen bleiben, dürfte mit hoher Wahrscheinlichkeit ein Widerspruch erfolgen, der zunächst eine Einsicht durch die Vergabekammer Bonn und dann, fast zwangsläufig, eine gerichtliche Klärung nach sich ziehen würde. Während solch eines Nachprüfungsverfahrens darf der Auftraggeber den Zuschlag nicht erteilen. Schneller umsetzbar wäre da voraussichtlich sogar eine Aufhebung des gegenwärtigen Vergabeverfahrens – inklusive anschließender Neuausschreibung.

Die GPRA beschäftigt sich schon länger mit der Vergabeverordnung und ihrer Umsetzung. Bereits im Januar hatte sie anlässlich einer Veranstaltung in Berlin auf Defizite im Verfahren, insbesondere in der Vergabepraxis, aufmerksam gemacht.

Verlierer ist der Mittelstand
Zweifellos ist das Vergabe-Problem multidimensional. Es hat nicht nur kommunale und nationale, sondern – spätestens seit Einführung des geltenden EU-Rechts – auch internationale Relevanz. Schon im Mai 2004 hatte die Bundesregierung „Eckpunkte für eine Verschlankung des Vergaberechts“ beschlossen. Doch noch am 28. Juni 2006 verkündete die Bundesregierung in ihrem Beschluss über Schwerpunkte zur Vereinfachung des Vergaberechts im bestehenden System u. a. (Auszug): „1. Der Bundesminister für Wirtschaft und Technologie wird gebeten, bis Ende dieses Jahres einen Gesetzentwurf zur Vereinfachung und Modernisierung des deutschen Vergaberechts im bestehenden Rechtssystem vorzulegen. 2. Dabei ist sicherzustellen, dass die Transparenz bei allen Vergabeverfahren erhöht wird. 3. Außerdem sind Vorgaben des EU-Vergaberechts 1:1 umzusetzen (…) 4. Unterschiedliche Rechtsbegriffe für gleiche Sachverhalte in den Vergabeordnungen sind zu vermeiden. 5. Die Vergaberegeln sind auf das notwendige Maß zu beschränken; überflüssige bürokratische Vorgaben sind zu streichen.“ Und: „6. Um Wachstum und Beschäftigung im Mittelstand zu fördern, ist auf eine mittelstandsgerechte Ausgestaltung des künftigen Vergaberechts besonders zu achten (…).“

Die Problematik ist den Beteiligten also seit langem bekannt. Am 22. September hat der Bundesrat nun die „Dritte Verordnung zur Änderung der Vergabeverordnung“ beschlossen. Die geänderte Verordnung überträgt primär die EU-Richtlinie in deutsches Recht. Eine Lösung im Sinne von Verschlankung und erhöhter Transparenz ist damit noch nicht in Sicht.


Verordnung ohne Sinn?
Das größte Problem aller Verbesserungsansätze dürfte die schier unglaubliche Detailversessenheit der Vergabeverordnung sein, verstärkt durch die Beteiligung einer Vielzahl von Instanzen. Einerseits ist die Beteiligung zahlreicher unterschiedlicher Player am Vergabeverfahren unvermeidbar und sogar unverzichtbar, andererseits verderben viele Köche bekanntlich den Brei.

Exemplarisch zwei Beispiele für die Verworrenheit der Entscheidungswege: Zunächst eine Empfehlung des federführenden Wirtschaftsausschusses, des Finanzausschusses und des Ausschusses für Städtebau, Wohnungswesen und Raumordnung gegenüber dem Bundesrat, dokumentiert am 8. September 2006 im Bundesanzeiger, Drucksache 476/1/06. Die Ausschüsse empfehlen darin dem Bundesrat, der Verordnung gemäß Artikel 80 Abs. 2 des Grundgesetzes nach Maßgabe einer ganzen Reihe von Änderungen zuzustimmen und eine Entschließung zu fassen, die unter dem Punkt „Entschließung des Bundesrates zur Vereinfachung des Vergaberechts im bestehenden System“ u. a. folgenden Text enthält: „(…) Der Bundesrat bittet die Bundesregierung, die Entbürokratisierung und Vereinfachung des Vergaberechts voranzutreiben und dabei insbesondere zu prüfen, ob im Hinblick auf die Anwendbarkeit der Vergaberegeln in der Praxis das materielle Vergaberecht nicht grundsätzlich in den Verdingungs- und Vergabeordnungen geregelt werden kann. In diesem Zusammenhang ist auch zu prüfen, ob die Vergabeverordnung dann überhaupt noch erforderlich ist.“ Zweifellos eine ernüchternde Fragestellung. Geht es noch um Vereinfachung oder doch eher um die Verwaltung des Turmbaus zu Babel?

Dass derzeit auch international die Vergabe-Wogen hoch schlagen, zeigt eine aktuelle Klage, welche die Bundesregierung am 14. September erhoben hat. Sie richtet sich gegen die Mitteilung der Europäischen Kommission zu nicht von den europäischen Vergaberichtlinien erfassten Auftragsvergaben: Mit der Mitteilung, so das Bundespresseamt, werde faktisch ein eigenes „Vergaberegime“ insbesondere für die Aufträge unterhalb der Schwellenwerte der Vergaberichtlinien geschaffen. Nach dem Willen des europäischen Gesetzgebers seien jedoch für kleine Aufträge allein die Mitgliedstaaten zuständig. Europäische Gesetzgebung sei Sache des europäischen Gesetzgebers, des Ministerrates und des Europäischen Parlaments, nicht aber der Kommission.

Abhilfe schaffen
Zweifellos gibt es für Mittelständler – und damit praktisch alle Agenturen – zahlreiche gute Gründe, sich nicht an Ausschreibungen zu beteiligen. Das aber kann und darf nicht das Fazit der aktuellen Diskussion sein. Tatsächlich lässt sich bei der Komplexität der Materie im Hauruck-Verfahren nichts bewegen. Entscheidend ist der gemeinsame Wille zur Veränderung, gefolgt von konkreten Aktivitäten im richtigen Rahmen.

Die GPRA arbeitet u. a. mit dem Forum Vergabe (www.forum-vergabe.de) zusammen, welches auf europäischer Ebene mit dem von ihm mit gegründeten „European Regulated Procurement Association (ERPA)“, Brüssel, kooperiert. GPRA und Forum Vergabe fördern vor allem den für die Praxis unverzichtbaren Informations-, Erfahrungs- und Meinungsaustausch zu allen aktuellen Themen des nationalen  und internationalen öffentlichen Beschaffungswesens.

Dringend erforderlich ist mehr Transparenz schon bei der Ausschreibung: genaue Auswahl- und damit Entscheidungskriterien, zum Beispiel hinsichtlich tatsächlich geforderter Detailkenntnisse und relevanter Kompetenzen, würden potenziellen Bewerbern helfen, ihre Chancen realistischer einzuschätzen – gegebenenfalls auch mit der Folge eines Zeit und Kosten sparenden Teilnahmeverzichts. Gleichzeitig kann man, ohne jeglichen Qualitätsverlust, auf einen enormen Wust an Nachweisen – von polizeilichen Führungszeugnissen und Bankerklärungen bis hin zu eidesstattlichen Erklärungen über Steuerzahlungen aller Beteiligten – verzichten. Die tatsächlich sinnvollen Fragen und Nachweis-Anforderungen sollten stärker als bisher standardisiert werden – um so beiden Seiten Aufwand zu sparen.

Kaum zu erspüren ist derzeit außerdem die Preissensitivität des jeweiligen Auftraggebers: Wem nützt beispielsweise höchste inhaltliche Qualität, wenn letztlich ein – im Zweifelsfall natürlich billigeres – Standardangebot das Rennen macht? Hier bedarf es entsprechender Parameter, welche die Gewichtung von Qualität und Preis einschätzbar machen. Regelmäßig sollten Auftraggeber außerdem ihrer Informationspflicht nachkommen: Wer soll den Zuschlag bekommen? Wie wurden die Kriterien angewandt? Wie wurde die Leistung der eigenen Agentur bewertet? Laut Verordnung stehen diese Informationen allen Ausschreibungsteilnehmern schon heute zu.

Zu gewährleisten ist nicht zuletzt die echte Qualifikation von Auftraggebern bzw. Jurymitgliedern für die Beurteilung angebotener Leistungen: Sie müssen schließlich reale, aufwändig zu erbringende Leistungen von Potemkinschen Dörfern unterscheiden können. Entscheidern fehlt oft das notwendige Know-how, selbst wenn sie innerhalb ihres Ressorts hoch qualifiziert sind. Ein Handbuch, speziell fach- und branchenspezifisch für potenzielle Auftrageber erstellt, könnte hier im Rahmen von Ausschreibungen qualifizierend wirken. Es würde dazu beitragen, Agenturen, bzw. Interessenten die wirklich relevanten Fragen zu stellen. Dabei könnte die GPRA – wenn der entsprechende Bedarf erkannt und offen kommuniziert wird – helfen.

Gefragt ist Konsens
Konkrete Chancen, eine wirklich praxisgerechte Ausgestaltung des Vergaberechts zu realisieren, bieten sich noch auf einer anderen Ebene: Nach erfolgter Zustimmung durch den Bundesrat werden die so genannten Verdingungsausschüsse DVA und DVAL ihre Arbeit aufnehmen. Laut BDI, DIHK und ZDH will die Bundesregierung deren Einfluss allerdings verringern. Doch genau auf dieser Ebene lässt sich das frisch modifizierte Vergaberecht wirklich praxisgerecht ausgestalten bzw. umsetzen. Stellvertretend für die Kommunikationsbranche bietet die GPRA bei der Erarbeitung praxisgerechter Rechtsnormen ihre konstruktive Mitwirkung an, um so die Verschlankung des Vergaberechts zu konkretisieren, die Transparenz zu verbessern und damit zugleich manipulativen Tendenzen – siehe oben – verstärkt entgegenzuwirken.

Entscheidend wird in dieser weit fortgeschrittenen Prozessphase das konsensorientierte Verhalten aller verantwortlich Beteiligten sein, um bei der Entrümpelung des öffentlichen Auftragwesens den bestmöglichen Weg zu finden und zugleich teure Zeitverluste zu vermeiden. Das ist auch eine Frage des Anstands. Es geht immerhin um 250 Milliarden Euro. Das ist viel Geld – und es ist das Geld des Steuerzahlers.

Der Autor
Dietrich Schulze van Loon wurde am 16. Juni 1953 in Hamburg geboren. Nach dem BWL-Studium und dem Abschluss als Diplom-Kaufmann begann Dietrich Schulze van Loon 1979 als Berater bei IP INFORMATIONEN/ PUBLIC RELATIONS Dr. Reiner Schulze van Loon. Von 1990 bis 1996 war er Mitglied des Top Managements von EURO RSCG International Communications. 1996 wurde er geschäftsführender Partner bei European Communications Consultants (ECC, heute Pleon) und bei Kohtes Klewes GmbH. 2002 gründete er mit Kerstin M. Molthan die Molthan van Loon Communications Consultants GmbH (GPRA), den einzigen Exclusive Associate Partner von PLEON worldwide in Deutschland. Seit 2005 ist er Präsident der GPRA.


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Silvie Rundel spricht für den Zeitverlag: „Unsere Arbeit wird vom ganzen Haus gemacht“

„Die Zeit“ steht für erfolgreichen Journalismus und gehört zu den Leitmedien im deutschsprachigen Raum. Bereits seit 1946 erscheint das Blatt. In der Rückschau stößt man auf Namen von renommierten Chefredakteurinnen und -redakteuren wie Marion Gräfin Dönhoff (1968–1972), Theo Sommer (1973 – 1992) oder aktuell Giovanni di Lorenzo. Beim Blick auf „Die Zeit“ gerät leicht in Vergessenheit, dass hinter dem Flaggschiff ein Verlag mit mehr als 1.300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern steht, der Hamburger Zeitverlag Gerd Bucerius GmbH & Co. KG. Seit 1969 gibt er „Die Zeit“ heraus – mit steigender Auflage von zuletzt über 620.000 Exemplaren. Zum Verlag gehört auch ein rund 20-köpfiges Kommunikations- und Veranstaltungsteam. An dessen Spitze steht seit 16 Jahre Silvie Rundel. Im „PR-Journal“-Podcast-Interview des Monats gibt sie Einblicke in ihre Arbeit und erklärt, warum es eine spannende Aufgabe ist, für ein erfolgreiches Verlagshaus die Unternehmenskommunikation zu leiten. Nachfolgend erste Auszüge aus dem Gespräch.

Autoren-Beiträge

Autorenbeitrag: Raus aus der digitalen Komfortzone – mehr Begegnungen wagen

Ja, Deutschland braucht mehr Digitalisierung. Und ja, digitale PR mit Fokus auf Effizienz, Daten-Optimierung und Algorithmen ist faszinierend und sollte stetig weiterentwickelt werden, keine Frage. Doch gleichzeitig ist es höchste Zeit für eine Renaissance der persönlichen Begegnung und des sozialen Kontakts. Es gilt: das eine tun, ohne das andere zu lassen. Wir dürfen uns nicht verlieren.
Der ehemalige Vorstand Kommunikation und Public Affairs der Renault Deutschland AG, der im Oktober eine eigene Kommunikationsberatung gegründet hat, plädiert in seinem Beitrag für das „PR-Journal“ für mehr persönliche Begegnungen.

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Rezensionen

Rezension: 3. Auflage des Handbuches Unternehmenskommunikation setzt Maßstäbe der Exzellenz

Coverabbildung Handbuch Unternehmenskommunikation 3ANeuauflagen von wissenschaftlichen Hand- und Lehrbüchern sind allein schon bemerkenswert, weil dieses Genre an sich schon nicht das Zeug zum Bestseller hat. Das liegt daran, dass sich solche Werke dem allgemeinen Interesse entziehen. Jedoch gibt es auch solche Handbücher, bei denen sehr viele Interessierte auf eine Aktualisierung und Neubearbeitung geradezu warten. Und dann ist die Publikation ein echtes Ereignis. Und, um ein erstes Fazit vorweg zu nehmen, bei dem hier anzuzeigenden Werk ist das so. Denn das Handbuch zur Unternehmenskommunikation, nunmehr in dritter Auflage von Ansgar Zerfaß, Manfred Piwinger und Ulrike Röttger als Herausgeber vorgelegt, war schon bislang das meistzitierte und meist genutzte Buch (Downloads) im reichhaltigen BWL-Programm des führenden Wissenschaftsverlags Springer Gabler.

Der Sprach-Optimist

Sprache! Das macht was mit Dir, oder?

Unser Sprach-Optimist Murtaza Akbar (Foto) sagt Ciao, Tschüss oder auf Wiedersehen. Ganz wie Sie wollen oder Ihr wollt (auch ums Duzen und Siezen geht es übrigens in seiner heutigen finalen Folge). Denn nach dreieinhalb Jahren und 40 optimistischen Kolumnen im „PR-Journal“ geht er in wunderbarem besten Einvernehmen, auch wenn wir nichts dagegen gehabt hätten, ihn noch gerne länger bei uns im „PR-Journal“ zu haben. Das heißt, er macht einen auf Jürgen Klopp, dem man Gutes nachruft, wenn er geht. Und vielleicht sehen wir ihn ja wieder, hier bei uns als Gast oder sogar mal im Buchhandel, denn so viel sprachliche Unterhaltung gehört doch gebündelt und gedruckt, oder? Zum Abschluss geht er für Sie und Euch nochmal seine ganzen geliebten Sprachthemen durch – mit einem Augenzwinkern natürlich (wie auch sonst? ;-).

Kommentare

Großkonzerne an den Fronten der Demokratie: Wirtschaft und Politik im Kommunikationskonflikt

Ein Zwischenruf von Wolfgang Griepentrog (Foto), Leichlingen

Griepentrog Wolfang klein 2022In einer Zeit großer Verunsicherung, in der sich die gewohnte Weltordnung auflöst und unser liberales, demokratisches System im harten strategischen Wettbewerb mit autoritären und diktatorischen Systemen steht, kommt es besonders auf Vertrauen und Zusammenhalt in der Gesellschaft an. Die Chefs großer Konzerne sollten ihre Worte sensibel abwägen, gerade wenn sie an der Front zwischen gesellschaftlichen, politischen Anliegen und eigenen Gewinn- und Wachstumsinteressen stehen.

Macht der Bilder

China ist nicht genug

Die Kamera zeigt die vorderste Reihe der chinesischen Führungsriege. Statisch aufgereiht in dunklen Anzügen umgeben sie den neuen Sonnengott des Maoismus: Xi Jinping, Führer von Partei und Staat Chinas. Eiskalt demonstriert er seine Macht. Beinahe teilnahmslos lässt er seinen Vorgänger als Staatspräsident, Hu Jintao aus dem Saal entfernen. Seine Botschaft: Seht her, ich kenne keine Freunde, keine Alliierten, keine Partner. Ich herrsche, allein. Doch sein Reich scheint ihm nicht groß genug zu sein. Sein Arm reicht bis hinein in den Hamburger Hafen. Bis jetzt hat Bundeskanzler Scholz Kritik an einer möglichen chinesischen Beteiligung noch zurückgewiesen.

PR-Historie

History matters! Konferenz zu historischer Verantwortung in der Unternehmenskommunikation

Unter dem Motto „History matters!“ stellt sich die erste #HistoryComms-Conference am 29. und 30. September in Frankfurt am Main der Herausforderung, den Umgang mit historischer Verantwortung in der Unternehmenskommunikation neu zu vermessen. Die Kooperation zwischen dem Center for History & Corporate Communication, einer Initiative der Günter-Thiele-Stiftung, Leipzig, unter Leitung von Günter Bentele (emeritierter Professor der Uni Leipzig) und Felix Krebber (Professor an der Hochschule Pforzheim), sowie engagierten Firmenhistorikern und Agenturen des Netzwerks Corporate History Communication (Berlin und Mannheim) macht die Tagung möglich. Sie findet erstmals als kollegialer, interdisziplinärer Meinungsaustausch und in Präsenz statt.

Leserkommentare

Leserbrief zum Kommentar von Manfred Piwinger zum Thema DAX und Gender

Die Analyse von „PR-Journal“-Autor Manfred Piwinger zum Thema DAX und Gender hat Eberhard Wühle, unter anderem langjähriger PR-Chef bei Wolff Walsrode und Dow Chemical sowie DPRG- und DJV-Mitglied, zu einem Leserbrief veranlasst. Wühle will den „feinfühligen Gedanken“ Piwingers nach eigenen Worten „etwas holzschnitzartige Hinweise“ hinzufügen.

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Edelman Trust Barometer 2022: Special-Report „Trust in Technology“ erschienen

Hohe Erwartungen und große Skepsis: Vertrauen in die Technologie-Branche unter Druck

Künstliche Intelligenz, Robotics, Virtual Reality, Blockchain, Kryptowährungen oder neue Social-Media-Trends: Die Innovationskraft der Tech-Branche ist weltweit ungebrochen. Doch genau das ist Fluch und Segen zugleich, finden viele Deutsche. Das zeigen die aktuellen Daten des Edelman Trust Barometer 2022 Special-Report: Trust in Technology. Darin hat Edelman vom 31. August bis zum 12. September 2022 insgesamt 15.000 Menschen in 15 Märkten (Australien, Brasilien, Kanada, China, Frankreich, Deutschland, Indien, Japan, Mexiko, Saudi-Arabien, Südafrika, Südkorea, die Vereinigten Arabischen Emirate, Großbritannien und die USA) zu ihrem Vertrauen in den Technologie-Sektor befragt. Das ambivalente Ergebnis: Es gibt zwar hohe Erwartungen, aber die Skepsis ist groß.

Aus- und Weiterbildung

AFK: Nicht kommunizieren geht nicht, besser kommunizieren geht immer

AFK Logo NeuSchreiben, Interne und Externe Kommunikation, Konzeptionstechnik, Rhetorik – auf diese Schwerpunktthemen konzentrieren sich die Trainings der AFK Akademie Führung und Kommunikation aus Bad Nauheim im kommenden Jahr 2023. Die Bedarfe an Textkompetenz gingen heute deutlich mehr in die Breite, stellt AFK-Chefin Susanne Czernick fest. „In Unternehmen kommunizieren längst nicht mehr nur die Kommunikationsfachleute mit externen Zielgruppen.“ Deshalb biete das Akademie-Angebot heute mehr als die Intensiv-Schreibtrainings für Öffentlichkeitsarbeiterinnen und -arbeiter.

Jobprofile

Was macht eigentlich ein Junior Consultant bei MSL?

„Wenn du wirklich Interesse an Kommunikation hast, dann geh in eine Agentur. Da lernst du Kommunikation.“ Diesen Rat hat Chantal Geist vor drei Jahren während ihres Praktikums in der Unternehmenskommunikation von ihrem damaligen Vorgesetzen bekommen – und in die Tat umgesetzt. Seit März 2020 ist sie bei der Kommunikationsberatung MSL. Erst ein Jahr lang als Trainee und seit April 2021 als Junior Consultant in der Practice Corporate Communications.

Seminarkalender

Seminarkalender 2022

Seminare, Tagungen, Workshops und Webinare. Der „PR-Journal“-Seminarkalender gibt Ausblick auf relevante Fort- und Weiterbildungsangebote der kommenden Monate. Unsere kompakte Auflistung für Kommunikationsfachleute in Agenturen, Unternehmen und Verbänden erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit - kündigen Sie neue (auch rein digitale) Seminare jederzeit gern an in unserer Redaktion.

Webinar: Personen und Marken 
Die Bildbeschaffer
1. Dezember 2022
119 Euro zzgl. MwSt.
Zur Anmeldung geht es unter diesem Link. 

Webinar: Medienrecht in der digitalen Kommunikation
MW Media Workshop GmbH
1. Dezember 2022
490 Euro zzgl. MwSt.
Zur Anmeldung geht es unter diesem Link.

Preise und Awards

Ausgezeichnete Leistungen – Forschungssprecherinnen des Jahres 2022 gekürt

Die „Forschungssprecherinnen und -sprecher des Jahres“ stehen fest. Am Abend des 29. November wurde der Preis zum zweiten Mal von den Branchenverbänden Bundesverband der Kommunikatoren (BdKom), Deutsche Public Relations Gesellschaft (DPRG) und Gesellschaft PR-Agenturen (GPRA) verliehen. Nachdem im vergangenen Jahr die GPRA die Federführung innehatte, zeichnete in diesem Jahr der BdKom für die Organisation verantwortlich. Die Siegerinnen sind Katja Bär (Universität Jena), Sara Arnsteiner-Simonischek (Helmholz-Gemeinschaft) und Anja Heuer (Immatics Biotechnologies GmbH).

PR-Check-in für Start-ups

Mit smartem Konzept als Start-up zum PR-Erfolg

Bis auf ein paar Ausnahmen finanzieren sich Medien über ihre Verkaufserlöse und die mit ihren Inhalten erzielte Reichweite, um als attraktiver Werbeträger die richtigen Zielgruppen adressieren zu können. Möchten Start-ups mit ihren Inhalten und Botschaften eine möglichst große Verbreitung erzielen, lohnt es sich, die Perspektive eines Redakteurs einzunehmen. Dieser ist vor allem den Rezipienten seines Mediums verpflichtet. Je häufiger sein Beitrag voraussichtlich gelesen oder geklickt wird, desto positiver fällt seine Einschätzung zum vorgeschlagenen Thema aus. Der gelernte Journalist und Kommunikator Daniel Rottinger zeigt, wie Gründerinnen und Gründer dies clever bei ihrer Medienarbeit einbeziehen können.

Tipps & Lesehinweise

Lesehinweis: Handbuch Unternehmenskommunikation jetzt in vier Bänden

Der Fachbuch-Rezensent des „PR-Journals“, Professor Markus Kiefer, hat es in seiner ausführlichen Rezension der 3. Auflage des Handbuchs Unternehmenskommunikation beschrieben: Der Verlag Springer Gabler und Herausgeber Ansgar Zerfaß haben sich auf eine Neukonzeption des Werkes in nunmehr vier Bände verständigt. Im ersten Band, der trotz der Neugliederung noch 1065 Seiten umfasst, geht es um die Grundsatzfragen der Unternehmenskommunikation, um Strategie und Management der Kommunikation, um die Wertschöpfung durch Kommunikation. Die drei anderen Bände sind thematisch fokussierter und behandeln Investor Relations und Finanzkommunikation, Mitarbeiterkommunikation und Public Affairs. Nachfolgend werden sie kurz vorgestellt.

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Stamm Medien-Newsletter November 2022

Der Stamm-Verlag in Essen dokumentiert seit 1947 als einziger deutscher Verlag komplett alle Medien (derzeit zirka 24.000) in Deutschland (Print / Zeitungen + Zeitschriften, Rundfunk / Radio + Fernsehen, Online (seit 2003)). Im Oktober 2022 wurden 5.896 Medien aktualisiert, im letzten Quartal waren es insgesamt 10.552 Medien. Der monatliche „Stamm Medien-Newsletter“ informiert über aktuelle Änderungen in der deutschsprachigen Medienlandschaft (Deutschland, Österreich, Schweiz). Mit freundlicher Genehmigung folgen hier einige Meldungen:

Unternehmens-PR im Dialog

Die weltweite Vielfalt im Fokus: So kommuniziert Hapag-Lloyd

„Die Größe einer Kommunikationsabteilung sagt nichts über den Erfolg ihrer Kommunikation aus“, so Nils Haupt, Senior Director Corporate Communications bei der Hapag-Lloyd AG. Dieser Aussage stimmen wohl viele zu. Mit seinem 16-köpfigen Team steuert er die Kommunikation der weltbekannten Containerreederei mit über 14.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in weltweit mehr als 400 Büros. Eine kleine Gruppe des studentischen PR-Vereins KnotenPunkt e.V. aus Kiel besuchte das Unternehmen in seinem Hauptsitz am Ballindamm in Hamburg. Mit im Gepäck viele kleinere und eine sehr große Frage: Wie funktioniert die Arbeit in einem internationalen Kontext mit so vielen unterschiedlichen Stakeholdern? Charlotte Nölle und Jule Schulz berichten.

Kreativ-Cases

Case-Study: Wie Vorwerk mit HIRSCHTEC Analytics den Social-Intranet-Erfolg messbar macht

Mehr lokale und interessengesteuerte News, eine weniger formelle und direktere Kommunikationskultur und eine einfache Möglichkeit, offen über relevante Themen sprechen zu können – das wünschten sich die Mitarbeitenden bei Vorwerk. Als einer der zentralen Treiber für den Wandel in der Kommunikation beim Familienunternehmen, das für hochwertige Haushaltsgeräte steht, daher inzwischen unverzichtbar: das auf Haiilo (ehemals COYO)-basierende Social Intranet. Seit Januar 2020 ist es die Plattform für Information und Kommunikation – und Feedback-Kanal für mehr als 6000 Mitarbeitende in rund 20 Ländern. 

Agenturen im Dialog

MSL: Zukunftsorientiertes, nachhaltiges Wachstum im Fokus

15 Jahre in einem Unternehmen – was im ersten Moment nicht sonderlich erwähnenswert klingt, ist in der Agentur- und Beratungslandschaft dann doch etwas Außergewöhnliches. Neben Kirsten Leinert trifft das bei MSL auf eine Reihe weiterer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf unterschiedlichen Hierarchieebenen zu. Im Gespräch mit Nick Hoffmann und Adrian Liehr, die Mitglieder des LPRS e.V. (Leipziger Public Relations Studierende) sind, erläuterte Managing Partner Kirsten Leinert, wie der Berufseinstieg – zum Beispiel mit dem zertifizierten Traineeship – aussehen kann, welche Anforderungen MSL an Einsteigerinnen und Einsteiger hat und wie die weiteren Entwicklungsschritte aussehen können.

GPRA im Dialog

Straub & Straub: Zwischen PR und Journalismus

Bei der Hamburger Kommunikationsagentur Straub & Straub hat sich in letzter Zeit einiges geändert. Die Agentur konnte neue Großkunden gewinnen, die beiden Geschäftsführer Tina und Rüdiger Straub haben im Sommer 2018 Jahr geheiratet und zuletzt ist der Hamburger Hauptstandort vor erst einem Monat umgezogen. In den neuen Büroräumen haben Marie Fuhr und Laura Möller von campus relations der Agentur einen Besuch abgestattet.

Internes - aus der Redaktion

Pietruck verstärkt PR-Journal-Team

Vivien Pietruck (41), Hamburg, ist seit September neues Team-Mitglied beim „PR-Journal“. Sie ist zuständig für das Management des Bestandskundensegments und die Gewinnung neuer Kooperationspartner für Sonder-Newsletter, Podcast-Sponsoring, Banner-Schaltung und weitere Werbeformen. Pietruck tritt die Nachfolge von Paula Slomian an, die den Verlag auf eigenen Wunsch verlässt.