Victoria Wagner.

Victoria Wagner, CEO der Ketchum Gruppe in Deutschland, hat sich entschieden, die Agentur zum 30. Juni zu verlassen. Übergangsweise führt das fünfköpfige Executive Board die Agentur weiter. Das Board besteht aus Simone Hoch (COO), Sabine Hückmann (CIO), Nadine Schulz (CMO), Kerstin Steglich (CCO) und Horst Wettlaufer (CFO). Die CEO-Position soll im Februar neu besetzt werden.

Wagner wurde im Juli 2016 Nachfolgerin des langjährigen Ketchum Pleon CEOs Dirk Popp. Ihre Zeit als CEO dauerte damit rund 18 Monate. Wagner ist durch den Verkauf von Brandzeichen, der von ihr gegründeten Agentur für Markenkommunikation und Social Media, seit 2013 Teil des Ketchum-Netzwerks. Seit der Zusammenführung der drei deutschen Ketchum-Agenturen Ketchum Pleon, Brandzeichen und Emanate im Jahr 2016, ist Wagner CEO von Ketchum Deutschland.

Jetzt – so hieß es in der aktuellen Pressemitteilung zu Wagners Ausstieg etwas nebulös– könne sie sich „als starke Unternehmerpersönlichkeit … die Gründung und Führung einer neuen Agentur gut vorstellen“.

Im vergangenen Jahr machte der einstige Marktführer der PR-Agenturen in Deutschland vor allem mit dem Abbau von Personal Schlagzeilen in der Branche. Zwar wurde immer wieder über einen kreativen Neuanfang und eine „responsive“ Aufstellung gesprochen, mit denen man dem Wunsch der Kunden nach flexiblen Einheiten besser entsprechen könne, doch der Turnaround gelang Wagner wohl letztendlich nicht.

Ketchum Pleon musste im September 2017 den Abschied von Petra Sammer, Alexander Brincker, Thorsten Sperlich und Markus Czeslik vermelden. Diesen vier Abgängen gingen im Laufe des Jahres vier weitere Abschiede von wichtigen Ketchum Pleon-Mitarbeitern voraus. Den Anfang hatte im Januar 2017 kein Geringerer als Joachim Klewes (63) gemacht. Er kündigte seine Mitarbeit bei Ketchum Pleon auf, der Agentur, die er 1988 gemeinsam mit seinem damaligen Partner Paul Kohtes unter dem Namen „Kohtes & Klewes“ gegründet hatte. Nach der Ankündigung Wagners im Februar, sich von 18 Mitarbeitern trennen zu wollen, folgten dann im Frühjahr und Sommer drei weitere Abgänge.

Rüdiger Maeßen, ehemaliger Managing Partner und Leiter des Düsseldorfer Headquarters der Agentur, verkündete im Mai 2017 seinen Wechsel als neuer CEO zu Hill + Knowlton. Der Ex-Executive Creative Director Deutschland, Christof Biggeleben, wechselte im Juni 2017 zur Multichannelagentur ressourcenmangel. Und Peter Strieder, der seit 2004 als Senior Partner für Ketchum Pleon zahlreiche Mandante im Public-Affairs-Bereich betreut hat, verfolgt seit Juli 2017 eigene Projekte.

Wagner setzte auf die kreative Neuausrichtung

Nun sieht es so aus, als sei der unerschütterliche Optimismus, den CEO Wagner an den Tag legte, nicht gerechtfertigt gewesen. Die gewünschte kreative Neuausrichtung und die Veränderung hin zu einer responsiven Organisationsstruktur scheinen nicht den gewünschten Erfolg gehabt zu haben.

Gleichwohl sieht Wagner selbst ihre Mission als erfüllt an. Sie sagte: „Mit großer Leidenschaft, Unternehmergeist und viel Engagement habe ich 2016 die Verantwortung als CEO für die Neuausrichtung und die Zusammenführung der drei Agenturen Ketchum Pleon, Brandzeichen und Emanate in Deutschland übernommen. Ich bin sehr stolz auf das, was wir gemeinsam erreicht haben und darauf, was jeder Einzelne dazu beigetragen hat“, fasst Wagner zusammen. „Nach Restrukturierung und Neuausrichtung, der Etablierung eines gemeinsamen, starken Executive Boards und Leadership Teams für die Gruppe, der Entwicklung unserer Strategie für die nächsten Jahre sowie der erfolgreichen Zusammenführung der drei Agenturen ist die Gruppe gut für die Zukunft aufgestellt. Daher verlasse ich die Agentur mit einem guten Gefühl und bin sicher, dass sich Ketchum Deutschland weiterhin erfolgreich entwickeln wird.“

Barri Rafferty, Partner, President und CEO von Ketchum kommentierte: „Wir schätzen Vickys Beitrag für die Agentur sehr und wünschen ihr das Beste für die nächsten Schritte auf ihrem beeindruckenden Karriereweg. Vickys Führung war entscheidend für die Festigung der Position von Ketchum im deutschen Markt. Sie hat Ketchum in Deutschland zu einer stärkeren, breit aufgestellten und kreativen Agentur gemacht; ihr Beitrag wird einen nachhaltigen Einfluss auf die Organisation haben. Die starke Führungsriege und ein engagiertes Team werden die Agentur weiter voranbringen und unseren Kunden die Leistungen bieten, die sie benötigen.“


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Rezension: Public Relations wirkt durch Sprache

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Webinar am 27. August: So retten Sie Ihre Mitarbeiterzeitung!

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Whitepaper zum Thema Sponsoring: neue Chancen durch kulturellen Wandel

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