Roland Berger besitzt einen eigenen Geschäftsbereich für Kommunikation. (© Roland Berger / Jann Averwerser)

Kommunikationsagenturen verwenden in ihrer Eigenwerbung gern die Wörter „Consulting“ und „Unternehmensberatung“. Sie werten damit die eigene Arbeit auf. Spätestens seit der Übernahme von Kolle Rebbe durch Accenture stellt sich die Branche die Frage, inwieweit Unternehmens- und Managementberatungen künftig im Agenturmarkt mitmischen werden. Unternehmen müssen sich digital transformieren – eine Kernkompetenz des Consultings. Diesen Wandel gilt es zu kommunizieren – eine Stärke von Agenturen. Berater und PR treffen aufeinander.

Der große „Change“. Unternehmen, Behörden, Verbände, Gewerkschaften – sie alle müssen sich wandeln, super digital werden und somit ihre Unternehmenskultur auf den Prüfstand stellen. Investoren, Bewerber, Mitarbeiter und Kunden erwarten von einer Firma, dass sie eine Strategie für die Zukunft hat und diese klar kommuniziert. Gelingt das nicht, leidet die Reputation. Beispiel Automobilindustrie: Neben dem Diesel-Skandal schadet der Branche vor allem, dass den deutschen Konzernen ein Plan für Zukunftstechnologien wie Elektromobilität und autonomes Fahren zu fehlen scheint. Es zeigten sich zudem männerdominierte hierarchische Systeme mit angstgeprägtem Führungsstil – zum strategischen kommt ein kommunikatives Problem. Wer hilft? Unternehmensberatung oder Agentur?

Agenturen konkurrieren mit Consulting-Unternehmen

Guettler Alexander komm passion CEO„Wir betreten von zwei unterschiedlichen Katakomben dasselbe Spielfeld“, beschreibt Alexander Güttler (Foto), CEO der Düsseldorfer Agentur komm.passion, den Ist-Zustand. Seine Agentur konkurriere in Pitches immer wieder mit Consulting-Unternehmen.

Dass Unternehmensberatungen mit ihrem betriebswissenschaftlichen Know-how und ihrer Analysestärke in der Kommunikation die Nase vorne haben werden, glaubt Güttler nicht. Sie besäßen zwar enorme strategische Kompetenz, um Prozesse weiterzuentwickeln. „Allerdings fehlt ihnen häufig Kreativität und das anarchische Element, um zu Lösungen zu kommen, die von der reinen Beraterlogik abweichen“, sagt Güttler. „Wir lassen in unseren Strategien bewusst auch chaotische Elemente zu, was viel stärker das menschliche Denken widerspiegelt. So arbeiten Unternehmensberatungen nicht. Wenn es darum geht, Zusammenhänge zu erklären, halte ich Agenturen für stärker.“

Krawattendichte hat abgenommen

Behrendt Frank Gf Serviceplan PR IIIFrank Behrendt (Foto), Senior Advisor bei Serviceplan PR & Content und ehemaliger CEO von Ketchum Pleon, registriert Unterschiede beim Personal: „In der Regel arbeiten bei den Unternehmensberatern weniger kreative Macher, dafür mehr Analysten und Strategen, gerade wenn es um Business-Modelle geht. In Agenturen geht es gefühlt etwas lockerer zu, aber in den Consultancies hat die Krawattendichte auch abgenommen.“ Insbesondere bei Ausschreibungen und Projekten mit einem hohen strategischen Anteil träfen Agenturen auf Unternehmensberatungen. „Oft aber nicht im One-To-One, sondern als Bietergemeinschaft“, so Behrendt. „Auch vor Jahren sind Unternehmensberatungen schon mit PR- oder Werbeagenturen im Tandem aufgelaufen.“

Oltmanns Torsten Ltg Practice Com RolBergerRoland Berger hat in den vergangenen Jahren seine kommunikativen Kompetenzen ausgebaut. „Als erste Management-Beratung hat Roland Berger einen eigenen Geschäftsbereich für Kommunikation und Stakeholder Management eingerichtet“, erklärt Torsten Oltmanns (Foto), Leiter der Practice Group Executive Communications und Partner. „Unsere Klienten erwarten, dass wir komplexe Herausforderungen vom Konzernumbau über Mergers & Acquisitions bis zur Restrukturierung kommunikativ vorbereiten und begleiten.“

Die Berater von Roland Berger unterstützen Kunden dabei, ihre Unternehmenskommunikation zu modernisieren und ihre Themen gegenüber Öffentlichkeit und Politik zu positionieren. Zusätzlich bietet die Unternehmensberatung Finanzkommunikation an. „Unser Angebot hat heute ein Volumen, das den Umsätzen großer PR-Agenturen entspricht“, erklärt Oltmanns. „Unser Geschäftsbereich Kommunikation mit seinen erfahrenen Beratern ist vor allem auf komplexe Herausforderungen und Sondersituationen ausgerichtet.“

Unternehmensberatungen als Boutique-Agenturen? „Bei klassischer Pressearbeit haben wir sie noch nicht getroffen“, scherzt Behrendt.

Agenturen setzen Change praktisch um

Die Umsetzung steht bei Roland Berger nicht im Vordergrund. „Hier übernehmen die Agenturen häufig die Umsetzung von Maßnahmen in einzelnen Bereichen wie PR oder Change“, erklärt Oltmanns. „Wir denken aus dem Geschäftsmodell und der Strategie des Unternehmens heraus ganzheitlich und nutzen Methoden und Instrumente der ‚klassischen‘ Beratung für die Kommunikation, etwa unsere Benchmarking-Datenbanken.“ Auch Big Data kommen zum Einsatz.

Agenturen leiten häufig von einer kreativen Leitidee ihre Kommunikationsmaßnahmen ab. Diese umzusetzen ist Teil ihres Geschäftsmodells. Selbst bei komplexen Change-Projekten geht es bei Maßnahmen manchmal eher klassisch zu. Eine Strategie-Broschüre, Roll-ups, Poster, eine Intranet-Vorschaltseite und gebrandete Artikel kämen zum Beispiel in einem Change-Prozess der R+V Versicherung zum Einsatz, den komm.passion betreut.

fischerAppelt begleitet den Wandel von Merck vom Pharma- zu einem Wissenschafts- und Technologieunternehmen. Die Transformation erleben konnten die Mitarbeiter bisher unter anderem über eine Virtual-Reality-Anwendung und anhand eines gestreamten globalen Mitarbeiterevents. Markenbotschafter kommen zum Einsatz. Eine „Ode an die Zukunft“ sorgte für eine Sounderfahrung – die digitale Variante des Change-Pakets.

Auch McKinsey macht Kommunikation

Rath Kai Peter Direct Com Europe McKinseyDer Unternehmensberatung McKinsey eilt der Ruf voraus, immer dann hinzugezogen zu werden, wenn es gilt, Prozesse zu optimieren und Kosten zu senken. Doch Kommunikation wird auch für McKinsey immer wichtiger. „Die kommunikative Begleitung gehört zu den essentiellen Aufgaben strategischer Beratung“, betont Kai Peter Rath (Foto), Director of Communications Europe. „Wer ein Unternehmen nachhaltig verändern möchte, muss das Management, die Mitarbeiter, gegebenenfalls den Kapitalmarkt und die Öffentlichkeit begeistern – sonst stellt sich der Erfolg nicht ein“, sagt er. „Keine gute Strategie ohne gute Kommunikation, keine sinnvolle Kommunikation ohne durchdachte Strategie.“

Über Projekte spricht McKinsey ungern. Aktuell findet sich McKinsey wegen der Vergabe von Berateraufträgen des Bundesverteidigungsministeriums unfreiwillig in den Medien wieder. Rath erklärt die kommunikative Herangehensweise entsprechend allgemein. „Hat der Klient die erforderlichen Ressourcen und Erfahrungen? Sucht er einen Sparringspartner, um seine Kommunikationsstrategie zu überprüfen? Abhängig von solchen Fragen werden wir beim Thema Kommunikation in unterschiedlichem Ausmaß hinzugezogen.“ Letztlich müsse der Klient die Gesamtverantwortung für die Kommunikation behalten.

Weitere Übernahmen möglich

Können Unternehmensberatung in der Kommunikation erfolgreich sein? Nach Meinung von Alexander Güttler müssten Consulting-Firmen dafür auch Mitarbeitern eine Chance geben, die weniger gestreamlined seien; bei Honoraren müsse man als Unternehmensberatung Abstriche machen. Den Kauf von Kolle Rebbe durch Accenture betrachtet Güttler als eine nachvollziehbare Entscheidung: „Das zeigt den Weg. Wir werden in Zukunft sicherlich weitere spannende Geschäftsmodelle sehen.“ Güttler hält es für wahrscheinlicher, dass Unternehmensberatungen Agenturen akquirieren, als dass sie aus sich heraus Abteilungen für Kommunikation aufbauten. Hier brauche man zumindest teilweise eine andere Kultur, die man zulassen müsse.

„Es müssen sich jeweils Menschen neu finden und bisher individuell etablierte Arbeitssysteme migriert werden“, sagt Behrendt über die Herausforderungen einer Übernahme. Was können Agentur von Consulting-Unternehmen lernen? „Einzelne Facetten bedienen sie definitiv sehr gut. Gerade wenn es um Analyse, Strategie und den Business-Fokus geht. Lernen können wir von ihnen auch in Bezug auf das Pricing. Da ist in unserer Branche vielfach noch Luft nach oben, gerade wenn es um anspruchsvollere Leistungen beyond Basics geht“, so der Gelassenheitsguru und erfolgreiche Buchautor.


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Personalien

Nachfolger gesucht: Sarah Sanders gibt Job im Weißen Haus auf

Sanders Huckabee Sarah PS Whitehouse USA c WhiteHouseSarah Huckabee Sanders (Foto, © White House), Pressesprecherin des Weißen Hauses in Washington, legt ihr Amt Ende des Monats nieder. Nach Sean Spicer und den Kurzzeit-Kommunikationschefs Hope Hicks und Anthony Scaramucci hatte Sarah Sanders seit Juli 2017 die Pressearbeit für den US-Präsidenten gemanagt. Der Job, so sagte sie, sei für sie eine "einmalige Gelegenheit" gewesen. Nun will sie zurück nach Arkansas, um sich ihrer Familie zu widmen.

Etats

FleishmanHillard kommuniziert für DataGuard

DataGuard Datenschutzunternehmen Muenchen FotoFleishmanHillard unterstützt ab sofort den Münchener Datenschutz-Anbieter DataGuard. Das Legal-Tech-Unternehmen bietet Geschäftskunden Lösungen für den Datenschutz. Mit einer Mischung aus persönlicher Expertenberatung und einer KI-unterstützten Online-Plattform konnte sich DataGuard seit der Gründung 2017 zu einem etablierten Anbieter für externen Datenschutz entwickeln. Das Mandat für FleishmanHillard reicht von der strategischen Beratung über die laufende Medienarbeit bis zu Events und Kampagnen sowie Unterstützung in der politischen Kommunikation.

Agenturen

komm.passion startet mit neuem Markenauftritt

Kerniger Claim, klare Kante: „So passend kann Agentur sein“. Der neue Markenauftritt der Düsseldorfer Kommunikationsagentur komm.passion gibt die Richtung vor. „Vor rund fünf Jahren haben wir Teamstrukturen und Units aufgelöst. Disziplin- und standortübergreifende Projektgruppen kamen ans Ruder. Der Vorteil: Organisatorisch passen wir uns jedem Kundenproblem hundertprozentig an. Wir arbeiten komplett lateral. Flexibel und agil war für uns nur ein Zwischenschritt. Wir sind von der Organisationsstruktur her amorph“, sagt CEO Alexander Güttler.

Unternehmen

Peter Heinacher verlässt Energieunternehmen innogy

Der Kommunikationschef der innogy SE, Peter Heinacher, verlässt das Essener Energieunternehmen im Spätsommer diesen Jahres nach knapp zwöjf Jahren in der Energiewirtschaft. Heinacher ist gegenwärtig für die Bereiche externe und interne Kommunikation, Energiepolitik, Branding, Corporate Responsibility und Events & Sponsoring im Gesamtkonzern verantwortlich. Darüber hinaus baute er eine digitale interne Dienstleistungs- und Agenturplattform für alle Einheiten des Konzerns in Form eines Joint Ventures auf, in der alle Aktivitäten rund um die Themen Social Media, Content Marketing, Analytics, User Experience und User Interface gebündelt worden sind.

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Investor Relations: Marktstudie zur Kommunikation von Wertsteigerungspotenzialen

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Medien

Meşale Tolu wird Volontärin bei der „Schwäbischen Zeitung“

Meşale Tolu (34), die 2017 durch ihre journalistische Arbeit in der Türkei ins Visier der dortigen Strafverfolgungsbehörden geriet, absolviert ab dem 17. Juni zwei Jahre lang ein crossmediales Volontariat in den Redaktionen der „Schwäbischen Zeitung“, bei „Schwäbische.de“ und bei „Regio TV Schwaben“. Laut Pressemitteilung traf der Wunsch der Ulmerin Tolus nach einer fundierten medienübergreifenden Ausbildung im Bereich des Regional- und Lokaljournalismus auf das Interesse des Medienhauses an engagierten und talentierten jungen Journalisten. Tolu wurde einer breiten Öffentlichkeit bekannt, da sie mit ihrem kleinen Sohn über Monate in der Türkei im Gefängnis saß.

Branche

Young Lions Tagebuch 2019: Tag 1 - Die Anreise

Lisa-Kristin Wilts und Alicia Ziegler von achtung! siegten beim nationalen Vorentscheid der Cannes Young Lions 2019. Jetzt ist es für die beiden soweit: Erstmalig nehmen sie am internationalen Nachwuchswettbewerb in Cannes teil. Und zusätzlich – große Freude – berichten die beiden von heute an bis zum 21. Juni täglich im „PR-Journal“ in kurzen Tagebucheinträgen über ihre Eindrücke und Erlebnisse. Bereits gestern sind sie an der Côte d’Azur angekommen. Ihr erster Tagebucheintrag klingt verheißungsvoll.

Studenten-Initiativen

Roadshow zu Gast in Hohenheim: Kritische Würdigung von PRIHO

PRIHO LogoUnd hier noch ein Nachklapp zum Besuch bei der PR-Initiative Hohenheim e.V. (PRIHO) am 21. Mai in Stuttgart. Im Rahmen der vom „PR-Journal“ initiierten Roadshow mit Vertreterinnen und Vertretern der Gesellschaft PR-Agenturen (GPRA) gab es vor Ort eine Diskussion über den Einstieg ins Berufs- und möglicherweise auch Agenturleben mit den Studierenden. Der „PR-Journal“ berichtete am 23. Mai darüber. Einen eigenen Artikel mit einer kritischen Würdigung des Treffens veröffentlichte PRIHO am 11. Juni – er ist hier auf der PRIHO-Website zu finden.

Social Media

Arbeitskreis Social Media startet Neuauflage seiner Jahresstudie

Der Erste Arbeitskreis für Social Media in der B2B-Kommunikation setzt seine Studienreiche auch im Jahr 2019 fort. Zum neunten Mal in Folge geht der Arbeitskreis in seiner aktuellen Umfrage der Frage nach, wie B2B-Unternehmen Social Media nutzen. Im Fokus steht in diesem Jahr die Frage: „Social Media in der B2B Kommunikation – wie verändert sich die Nutzung der Kanäle?“. Die Umfrage ist vom 3. Juni bis zum 2. August bei Surveymonkey unter diesem Link für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer geöffnet.

Das PR-Interview

„fischerAppelt wird durch seine Mitarbeiter geprägt“

Interview mit Andreas Fischer-Appelt über die Ausrichtung der Agentur und PR als „Heritage“

Aller Voraussicht nach wird fischerAppelt nach dem Kauf der Kreativagentur Philipp und Keuntje im nächsten Umsatzranking des „PR-Journals“ an die Spitze rücken. Etwa 75 Millionen Euro beträgt das Honorar aktuell. Mehr als 700 Mitarbeiter sind für die zehn Agenturen der Gruppe tätig. Andreas Fischer-Appelt, der fischerAppelt vor über 30 Jahren mit seinem Bruder Bernhard gegründet hat und heute als Vorstand tätig ist, bekennt sich im Interview zu den Wurzeln: Die Agenturhandschrift werde durch das Verständnis für moderne PR mitgeprägt.

Autoren-Beiträge

Autorenbeitrag: Agile Arbeitswelten - wo Kommunikationsexperten die Zukunft kommunizieren

Ein leiser Motor brummt, als der Arbeitstisch hochfährt – im Stehen arbeitet es sich besser. Sonst herrscht Stille im Großraumbüro. Der Austausch findet meist hinter Glastüren statt: Im Besprechungsraum ohne Stühle, auf dem gemütlichen Hocker mit Fußbank oder auf der Sitztreppe mit Ausblick auf den Berliner Gendarmenmarkt. – Mit dem neuen Büro geht Piabo neue Wege, angelehnt an Diskurse rund um die perfekte Arbeitsumgebung. Welche Herausforderungen das Office Design in Zeiten von New Work überwinden muss, ist eine Frage, die immer weiter in den gesellschaftlichen Fokus gerät.

Der Sprach-Optimist

Duzen oder Siezen oder wie jetzt?

Wir in der PR- und Kommunikationsbranche duzen uns doch eh alle, oder? Na ja, eigentlich schon und dann wiederum auch nicht. Es gibt ja noch Kunden, Louis van Gaal, VW, Deutsche Bank, Key Account Manager und Facebook. Was das mit dem Duzen und Siezen zu tun hat? Darüber klärt Sie gerne unser Sprach-Optimist Murtaza Akbar (Foto) in der neuen Folge seiner Kolumne auf. Zudem hofft er bei einer bestimmten Frage auf Antworten von ganz vielen Sprach-Optimistinnen. Und er möchte konkret wissen, was Sie persönlich von dem ganzen Sprachwirrwarr halten?

Kommentare

Monsanto-Listen: Nicht die Listen sind das Problem … sondern die geistige Haltung dahinter

Forthmann Joerg Gf Faktenkontor klein querBereits am 14. Mai, wenige Tage nachdem bekannt wurde, dass Monsanto Listen über Befürworter und Kritiker führt, hat PR-Berater Frank Zimmermann im „PR-Journal“ die Aufregung als „Sturm im Wasserglas“ eingeordnet. Auch der Deutsche Rat für Public Relations meldete sich zu Wort und mahnte zur Besinnung und warnte vor einer medialen Hysterie. Doch trotz aller Beschwichtigung und Appelle an die Vernunft, das Thema bleibt heiß diskutiert. Inzwischen hat Bayer die Zusammenarbeit mit der Agentur Fleishman Hillard endgültig beendet und die internationale Anwaltskanzlei Sidley Austin beauftragt, die „Affäre“ zu untersuchen. Krisenexperte Jörg Forthmann (Foto) betrachtet den Fall für das „PR-Journal“ noch einmal aus einem anderen Blickwinkel. Er meint, nicht die Listen seien das Problem, sondern die geistige Haltung dahinter.

Rezensionen

Rezension: „Körpersprache“ als kommunikativer Erfolgsfaktor

Koerpersprache Macht Erfolg M Matschnig CoverLeser sind es gewohnt, an dieser Stelle Rezensionen zu Büchern zu finden, die einen fachwissenschaftlichen oder praktischen Kontext zu Public Relations, Kommunikationsmanagement oder Marketingkommunikation aufwiesen. Inwiefern passt dann ein Buch, das Körpersprache in den Mittelpunkt stellt? Es passt! Das macht die Verfasserin schon auf den allerersten Seiten des von Gabal hochwertig gestalteten 223 Seiten starken Paperbacks (inklusive Stichwortregister und Angaben zur Autorin) sehr deutlich. Denn das Buch geht eindeutig über einen Praxis-Ratgeber hinaus, als was es der Verlag – vielleicht sogar zu bescheiden – ausweist.

Termine

bvik lädt ein zum Tag der Industriekommunikation 2019

Die digitale Transformation stellt alles auf den Kopf und die Zukunftsfähigkeit von B2B-Unternehmen zugleich auf eine harte Probe. Beim Tag der Industriekommunikation (#TIK2019) am 27. Juni in Fürstenfeldbruck erfahren B2B-Marketingentscheider, wie sich Marketing im Kontext digitaler Geschäftsmodelle wandelt und wie sie ihre eigene Rolle neu definieren müssen, um die Zukunft der Industrie maßgeblich mitzugestalten. Unter dem diesjährigen Motto „New Business – New Marketing – New Culture“ bietet der Bundesverband Industriekommunikation (bvik) mit Keynote-Speakern und Praxis-Cases der Industrie einen konkreten Eindruck davon, wie sich das B2B-Marketing der Zukunft aussehen kann.

Bildung/Seminare

Summer Class 2019: news aktuell Academy startet zweitägiges Weiterbildungsformat

Am 9. und 10. Juli findet die erste "Summer Class" der news aktuell Academy statt. An zwei Tagen lernen die Teilnehmer relevante Instrumente und Skills für die tägliche PR-Arbeit. Zielgruppe des neuen Formats sind erfahrene Kommunikatoren aus PR und Marketing, aber auch der Branchennachwuchs – wie Trainees, Volontäre und Junioren – sowie Quereinsteiger aus Agenturen und Unternehmen.

Studien

Kantar-Studie: Skepsis gegenüber Inhalten von Unternehmen

Kantar Studie Dimension 2019 CoverKonsumenten wollen immer genauer wissen, für welche Werte ein Unternehmen steht. Das Schaffen von Vertrauen durch Offenheit, Authentizität und vor allem konsistente Kommunikation gewinnt daher in der Markenkommunikation weiter deutlich an Gewicht. Das zeigen die Ergebnisse der Studie Dimension des internationalen Markforschungs- und Analyseunternehmens Kantar. Für die Studie (das Foto zeigt das Cover), die in diesem Jahr zum dritten Mal durchgeführt wurde, wurden insgesamt 5.000 Konsumenten in China, Großbritannien, Frankreich, Brasilien und den USA repräsentativ befragt. Zudem haben Branchenexperten aus Deutschland und zahlreichen weiteren Ländern ihre Expertise beigetragen.

Whitepaper

Whitepaper: „Mit ‚Kunst‘ und ‚Wissenschaft‘ Kommunikation gestalten“

Wie packe ich es an? Was brauche ich für eine erfolgreiche Kampagne? Eine gut erzählte Geschichte reicht nicht aus, diese Erkenntnis setzt sich zunehmend durch. Durch die Digitalisierung stehen Kommunikatoren heute mehr Informationen zur Verfügung als je zuvor. Doch wie baut man diese ein, ohne das die Kampagne dadurch an Kreativität verliert. Das schwedische Media Intelligence-Unternehmen versucht sich an einer Antwort und zeigt in einem neuen Whitepaper, wie Kommunikatoren die Stärken des klassischen, kreativen Kommunikationsansatzes mit neuen, datenorientierten Ansätzen kombinieren können.

Tipps & Lesehinweise

Lesehinweis: „Barrierefreie PDF-Dokumente erstellen“

Barrierefreie PDF Doks erstellen Buchcover 2019Barrierefreie Kommunikation wird wichtiger. Das Bewusstsein für die Bedeutung einer gleichberechtigten und inklusiven Teilhabe aller Menschen an Information, an barrierefreier Kommunikation und Publikationen wächst – nicht zuletzt auch auf Grund aktueller EU-Richtlinien und gesetzlicher Anforderungen. Für alle die einen Beitrag dazu leisten wollen und häufig mit PDF-Dokumenten zu tun haben, hat der dpunkt.verlag im Mai ein neues Buch herausgegeben: „Barrierefreie PDF-Dokumente erstellen“ heißt es. Die Autoren sind Klaas Posselt und Dirk Frölich.

Preise und Awards

Last call: news aktuell sucht die besten PR-Fotos des Jahres noch bis zum 14. Juni

Noch bis zum 14. Juni können Unternehmen, Organisationen und Agenturen ihre besten PR-Fotos des Jahres für den PR-Bild-Award einreichen. Bereits zum 14. Mal würdigt die dpa-Tochter news aktuell, Hamburg, herausragende PR-Fotografie aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Seit 2006 vergibt news aktuell den renommierten Branchenpreis regelmäßig und möchte damit den Stellenwert der PR-Fotografie in der Kommunikationsarbeit stärken.

STAMM Medien-News

Stamm Medien-Newsletter Juni 2019

Der Stamm-Verlag in Essen dokumentiert seit 1947 als einziger deutscher Verlag komplett alle Medien (derzeit zirka 24.000) in Deutschland (Print / Zeitungen + Zeitschriften, Rundfunk / Radio + Fernsehen, Online (seit 2003)). Im April 2019 wurden 4.727 Medien aktualisiert, im letzten Quartal waren es insgesamt 16.544 Medien. Der monatliche „Stamm Medien-Newsletter“ informiert über aktuelle Änderungen in der deutschsprachigen Medienlandschaft (Deutschland, Österreich, Schweiz). Mit freundlicher Genehmigung folgen hier einige Meldungen:

Agenturen im Dialog

Wilde & Partner: Kommunikation lernt man nur in der Agentur

Agenturen im Dialog mit PR-Studierenden: Nina Brüls von der PR-Initiative PRIHO aus Hohenheim trifft Jens Huwald, den Geschäftsführenden Gesellschafter von Wilde & Partner Communications, in den brandneuen Räumlichkeiten der Agentur. Das Agenturportrait entsteht zu einem Zeitpunkt, da sich die Münchner Agentur komplett neu aufgestellt hat - nicht nur räumlich. Der Location-Wechsel ist der letzte Schritt einer umfangreichen Restrukturierung von Wilde & Partner Communications und symbolisiert den Wandel der Agentur nun auch nach außen. Vom langjährigen PR-Spezialisten zum Full-Service-Anbieter - das ist die Devise. Nina Brüls fragt nach.

GPRA im Dialog

Straub & Straub: Zwischen PR und Journalismus

Bei der Hamburger Kommunikationsagentur Straub & Straub hat sich in letzter Zeit einiges geändert. Die Agentur konnte neue Großkunden gewinnen, die beiden Geschäftsführer Tina und Rüdiger Straub haben im Sommer 2018 Jahr geheiratet und zuletzt ist der Hamburger Hauptstandort vor erst einem Monat umgezogen. In den neuen Büroräumen haben Marie Fuhr und Laura Möller von campus relations der Agentur einen Besuch abgestattet.

Internes - aus der Redaktion

PR-Journal im Mai 2019: 35.049 Besucher; 38,6 % Mobilnutzung

ivw logo 100Unsere diversen Statistiken bilanzieren für das "PR-Journal" im Mai 2019 insgesamt 35.049 Besucher lt. Zählung der IVW Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern, Berlin. Somit errechnet sich insgesamt ein Tagesdurchschnitt von 1.131 Visits. Jede/r Besucher/in schaute sich 1,6 Seiten an - daraus errechnen sich 54.447 PageImpressions für das PR-Medium Nr. 1 im Internet.