Murtaza Akbar

Zum „Tag der deutschen Sprache“* am 9. September

Verstärkter Einfluss von Anglizismen, Kiezdeutsch und Social Media – der Geschäftsführer der Agentur Wortwahl und Dozent für Onlinekommunikation an der Hochschule Darmstadt, Murtaza Akbar sagt: „Deutsch wandelt sich stärker und schneller“. Zum „Tag der deutschen Sprache“ stellt er neun Thesen zur Zukunft der deutschen Sprache auf. Eine davon lautet: Unternehmen stehen vor der großen Herausforderung, die richtige Ansprache für jeden Kommunikationskanal zu finden.

Die Bundesbürger schreiben mehr als jemals zuvor – Social Media sei Dank. Folge: Sie verändern die deutsche Sprache schneller und massiver als jemals zuvor. Es wird einfacher, knapper und skurriler geschrieben und gesprochen. Da wird „geemojit“, gekürzt, klein und ohne Kommas geschrieben, was das Zeug hält. Stellt das eine Bedrohung für die deutsche Sprache dar, wie es der Verein Deutsche Sprache sieht, der den 17. „Tag der deutschen Sprache“ am Samstag, 9. September, veranstaltet? „Nein, die deutsche Sprache lebt und verändert sich ja ständig. Sie wird vielfältiger, bleibt sich dennoch treu und ausdrucksstark“, sagt Murtaza Akbar, Leiter der Agentur Wortwahl und Dozent im Studiengang Onlinekommunikation – er beweist auch, dass deutsche Unternehmen ebenfalls ihren Anteil am Wandel haben.

„Ich schreibe SMS und auf WhatsApp mit Groß- und Kleinschreibung samt Kommas. Aber wer macht das noch“, fragt Akbar. Ob WhatsApp, Facebook oder Snapchat – normal ist heute, in Kurznachrichten alles kleinzuschreiben, ohne Kommas, gespickt mit Abkürzungen und Emojis. Das gefällt zum „Tag der deutschen Sprache“ am 9. September 2017 nicht allen.

„Neben dem Social-Media-Sprech mit Abkürzungen verändern Kiezdeutsch mit Aussagen wie ‚Gehst du Bus? Ja, ischwör!‘ und Anglizismen wie ‚alles safe, yes‘ oder ‚cooler move‘ die Sprache immer mehr. Das hört sich teilweise kurios an“, betont Akbar, der seit 18 Jahren Geschäftsführer der Agentur Wortwahl und seit drei Jahren Dozent im Studiengang Onlinekommunikation an der Hochschule Darmstadt ist. Er hat aufgrund seiner Erfahrungen neun Thesen zur Zukunft der Sprache aufgestellt (siehe den Text am Ende dieses Beitrags). „Aber so spricht und schreibt teilweise die junge Generation heute nun mal. Wir können es verurteilen, wir können uns aber auch damit beschäftigen, wie und warum es so ist“, sagt der Sprach- und Kommunikationsexperte.

Neuer Duden beeinflusst von Facebook, WhatsApp, Snapchat & Co.

Tag der deutschen Sprache WortwahlDank sozialer Medien wie Facebook, WhatsApp, Twitter oder Snapchat wird mehr geschrieben denn je. Laut Statista nutzten Ende 2016 rund 90 Prozent der 16- bis 29-Jährigen in Deutschland WhatsApp – mit großem Einfallsreichtum. „Deshalb hat der neue Duden, der sich nach der Sprache der Menschen richtet, zu Recht Begriffe wie ‚durchzappen‘, ‚gegenchecken‘, ‚chillig‘, ‚Emoji‘, ‚facebooken‘ und ‚liken‘ jetzt aufgenommen“, sagt Akbar. Interessant wäre, zu ermitteln, wie weit das von den 50- bis 59-Jährigen übernommen wird, die auch zu mehr als 40 Prozent WhatsApp nutzen.

Dax-Konzerne wie BMW und Lufthansa lieben Anglizismen 

Dass nicht nur die jungen Generationen, sondern auch große deutsche Unternehmen an der Veränderung der Sprache ihren Anteil haben, hat Akbar mit seinem Wortwahl-Team Anfang des Jahres in einer Studie ermittelt. Bei der Untersuchung der Startseiten aller 30 Dax-Konzerne (Ergebnisse können angefordert werden) stellte sich heraus, dass etwa auf der Startseite von BMW fast jedes dritte Wort (30,3 Prozent) Englisch oder ein Anglizismus ist. Auf den Startseiten von „The Linde Group“ (29,9 Prozent), Deutsche Bank (26,7) oder Lufthansa Group (23,4) waren es nicht viel weniger.

„Anglizismen in Maßen sind für Unternehmen in Ordnung, aber diese Beispiele zeigen, dass es eindeutig zu viel sein kann“, sagt Akbar und ergänzt: „Das ist sicher auch eine wechselseitige Wirkung. Dax-Konzerne orientieren sich zunehmend an Online- und Social-Media-Kommunikation und die jungen Generationen wiederum an internationalen Firmen.“ Ein praktisches Beispiel dafür hat Akbar aus seiner Dozententätigkeit parat: „Wir hatten Studierende gebeten, Slogans für Unternehmen zu entwickeln. Das Ergebnis war, dass mehr als 50 Prozent der Slogans in Englisch waren, obwohl wir keine Vorgaben für eine Sprache gemacht hatten. Das ist kein Zufall und mehr als ein Trend.“ Doch es geht auch anders, wie die Startseiten von VW mit nur 6,6 Prozent an englischen Begriffen und Anglizismen oder Beiersdorf mit 7,12 Prozent zeigen.

Keine Angst vor dem Wandel, die deutsche Sprache hält viel aus 

Vor der Veränderung der Sprache und Kommunikation oder gar einem Sprachverfall hat Akbar keine Angst. Er sieht diese Vielfalt und die sozialen Medien grundsätzlich positiv: „Sprache lebt und hat sich schon immer verändert. Jede junge Generation entwickelt eigene Sprachbilder und Slangs. Zurzeit geschieht das nur schneller und massiver und durchdringt über Onlinekanäle die Gesellschaft viel stärker als früher.“ Es gebe einen wunderbar vielfältigen Wortschatz, der von allen Generationen bereichert wird, findet er, der auch die Bedenken gegenüber Einflüssen von Migranten auf das Deutsche aus eigener Erfahrung kennt. Der gebürtige Frankfurter stammt aus Pakistan.

Akbar plädiert dafür, den Wert von Sprache und Worten zu schätzen und gleichzeitig gelassen zu bleiben. „Der Tag der deutschen Sprache am Samstag, 9. September, ist ein schöner Anlass für angeregte Unterhaltungen – am besten generationsübergreifend. Und wenn es sein muss über WhatsApp. Vielleicht schreibt die Oma dann ihrer Enkelin ‚Lass ma zsm chillen gehen‘. Das wäre doch mal ein ‚cooler move‘.“

 

9 Thesen vom Sprach- und Kommunikationsexperten Murtaza Akbar

Aus seinen Erfahrungen als Geschäftsführer der Agentur Wortwahl sowie seiner Tätigkeit als Dozent für Onlinekommunikation hat der Sprach- und Kommunikationsexperte Murtaza Akbar neun Thesen zur Zukunft der modernen deutschen Sprache aufgestellt.

  1. Das Allgemeinwissen der Menschen in Deutschland wird kleiner, Nischenwissen dagegen größer.
    Folge: Der gemeinsame Wortschatz wird kleiner, die Verständigung schwieriger und gleichzeitig die Vielfalt der Sprache größer.
  2. Auf Kommas sowie Groß- und Kleinschreibung wird immer weniger Wert gelegt.
    Folge: Die Kenntnisse dazu werden geringer, Grammatik interessiert zunehmend weniger Menschen und das, obwohl wegen der sozialen Netzwerke mehr geschrieben wird als je zuvor.
  3. Anglizismen und Fremdwörter werden künftig immer häufiger „eingedeutscht“ .
    Folge: Die deutsche Sprache wird vielfältiger, internationaler, ohne an Eigenheiten zu verlieren (siehe 1. These).
  4. Facebook, WhatsApp, Twitter, Snapchat & Co. werden stets für neue Wort- und Sprachkreationen sorgen.
    Folge: Jeder neue Kommunikationskanal wird zur Vielfalt der Sprache beitragen.
  5. Texte werden knapper, andere ausführlicher.
    Folge: Es wird immer mehr Kurztexte und viel mehr tiefergehende längere Texte geben.
  6. Dialekte und Slangs wie Kiezdeutsch nehmen zu.
    Folge: Sprache wirkt noch stärker als Trennungs-, aber auch als Verbindungselement zwischen und innerhalb der einzelnen Gruppen („Communities“).
  7. Immer weniger Bundesbürger sprechen einwandfreies Hochdeutsch und schreiben fehlerlos.
    Folge: Wer sowohl Dialekt oder Slang als auch Hochdeutsch sprechen und korrekt schreiben kann, hat einen wachsenden Vorteil auf dem Arbeitsmarkt.
  8. Unternehmen müssen sich verstärkt auf eine Vielfalt an Sprache, Kommunikation, Kanälen und Zielgruppen einstellen.
    Folge: Die Unsicherheit in der Kundenansprache wird steigen.
  9. Unternehmen stehen vor der großen Herausforderung, die richtige Ansprache für jeden Kommunikationskanal zu finden.
    Folge: Echte und glaubwürdige Kommunikation wird immer wichtiger, weil Zielgruppen sie sonst abstrafen.

 

*Über den „Tag der deutschen Sprache“ am 9. September 2017

Der „Tag der deutschen Sprache“ am 9. September 2017 wird jährlich seit 2001 am zweiten Samstag im September vom Verein Deutsche Sprache e.V. ausgerufen. Der 1997 gegründete Verein will damit nach eigenen Aussagen unter anderem „ein Sprachbewusstsein festigen, das den unkritischen Gebrauch von Fremdwörtern eindämmt, bei allen Bürgern des Landes den Sinn für die Ausdruckskraft der deutschen Sprache wecken und für den Gebrauch von gutem und verständlichem Deutsch in Wort und Schrift werben“. Der Verein Deutsche Sprache hat seinen Sitz in Dortmund und ist „ein weltweit tätiger Verband mit 36.000 Mitgliedern, der für das Ansehen der deutschen Sprache wirbt“.

Über Murtaza Akbar (48): Er ist Geschäftsführer von Wortwahl – Agentur für Unternehmens- und Onlinekommunikation in Neu-Isenburg bei Frankfurt am Main und Dozent an der Hochschule Darmstadt im Studiengang Onlinekommunikation. Akbar, der aus Pakistan stammt, ist in Frankfurt am Main geboren und studierter Diplom-Betriebswirt. Mit der 1999 gegründeten Agentur Wortwahl und seinem Team berät Akbar Dax-Konzerne, Mittelständler und internationale Marktführer wie zum Beispiel Siemens, Fresenius oder Konecranes in Fragen der Wortwahl sowie Unternehmens- und Onlinekommunikation. Seine ganze Leidenschaft, Begeisterung und Kompetenz für Sprache und Kommunikation bringt er zudem in Vorträgen ein. 


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Rezension: „Körpersprache“ als kommunikativer Erfolgsfaktor

Koerpersprache Macht Erfolg M Matschnig CoverLeser sind es gewohnt, an dieser Stelle Rezensionen zu Büchern zu finden, die einen fachwissenschaftlichen oder praktischen Kontext zu Public Relations, Kommunikationsmanagement oder Marketingkommunikation aufwiesen. Inwiefern passt dann ein Buch, das Körpersprache in den Mittelpunkt stellt? Es passt! Das macht die Verfasserin schon auf den allerersten Seiten des von Gabal hochwertig gestalteten 223 Seiten starken Paperbacks (inklusive Stichwortregister und Angaben zur Autorin) sehr deutlich. Denn das Buch geht eindeutig über einen Praxis-Ratgeber hinaus, als was es der Verlag – vielleicht sogar zu bescheiden – ausweist.

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Die digitale Transformation stellt alles auf den Kopf und die Zukunftsfähigkeit von B2B-Unternehmen zugleich auf eine harte Probe. Beim Tag der Industriekommunikation (#TIK2019) am 27. Juni in Fürstenfeldbruck erfahren B2B-Marketingentscheider, wie sich Marketing im Kontext digitaler Geschäftsmodelle wandelt und wie sie ihre eigene Rolle neu definieren müssen, um die Zukunft der Industrie maßgeblich mitzugestalten. Unter dem diesjährigen Motto „New Business – New Marketing – New Culture“ bietet der Bundesverband Industriekommunikation (bvik) mit Keynote-Speakern und Praxis-Cases der Industrie einen konkreten Eindruck davon, wie sich das B2B-Marketing der Zukunft aussehen kann.

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