Demodern IKEA VR BrillenKommunikationsagenturen müssen heute digitale Trend-Scouts sein. „The Next Big Thing“ verpassen will keiner. Unternehmen aus PR, Werbung und Digitales entsenden nicht zuletzt deshalb ihre Mitarbeiter zu führenden Kongressen wie dem Mobile World Congress in Barcelona, dem SXSW in Austin oder der Consumer Electronics Show in Las Vegas, was sich in einer stattlichen Reisekostenrechnung niederschlägt, aber natürlich auch zu Ideen für Kampagnen führen kann. Viele Inspirationen, nur was lässt sich monetarisieren? Das liegt meist nicht in der Hand einer Agentur, sondern hängt vielmehr von technischen Entwicklungen ab. Welches Potenzial beispielsweise Virtual Reality (VR) und Augmented Reality (AR) – zwei der vermeintlich heißesten Trends – mit sich bringen, weiß aktuell niemand so genau. Erste Agentur-Cases gibt es bereits (siehe dazu auch diesen Bericht im "PR-Journal"): Von der Digitalagentur Demodern (Foto) zum Beispiel: IKEA-Kunden am Standort Berlin-Lichtenberg können mit VR-Brille ihre Räume virtuell einrichten.

Oder von Weber Shandwick: Journalisten erhielten auf der Grünen Woche Virtual-Reality-Einblicke in Schweine- und Hühnerställe. fischerAppelt lässt Mitarbeiter des Pharma- und Technologieunternehmens Merck spielerisch an dessen Neupositionierung teilhaben – mit VR-Brille. Während sich bei Virtual Reality Nutzer komplett abgeschirmt in eine interaktive virtuelle Umgebung begeben, vermischt Augmented Reality reale Welt und virtuelle Realität. Es entsteht eine zweite Ebene, ein Auto scheint beispielsweise nach Aufsetzen der Sehhilfe im Raum des Betrachters zu schweben.

Der Optimismus in die Technologie ist gewaltig. Die Investmentbank Goldman Sachs erwartet bis 2025 einen jährlichen Umsatz für Soft- und Hardware im VR- und AR-Segment von mehr als 100 Milliarden US-Dollar. Facebook, Google und Microsoft investieren massiv und verfeinern ihre existierenden Brillentechnologien Oculus Rift, Cardboard und HoloLens immer weiter.

Schliefer Hilmer Kaethe fischer appeltfischerAppelt ist mit Gründung einer eigenen Unit für VR und AR jetzt PR-technisch in die Offensive gegangen und hat signalisiert, dass man in diesem Segment eine führende Rolle einnehmen will. Für die Hamburger hat die Unit strategische Bedeutung. „Für uns geht es darum, frühzeitig eine Nische zu besetzen, der wir enormes Potenzial zutrauen“, erläutert Christoph Käthe (Foto: r.), Head of Branded Content am Standort Berlin. Gemeinsam mit Frank Schliefer (l.), Director Production Force in Stuttgart, sowie Roman Hilmer (m.), Creative Director und Geschäftsführer der Digital-Unit Fork Unstable Media, leitet er die neue Unit.

Anwendungen von Tourismus, Fashion bis Maschinenbau

Projekte realisieren die Content-Spezialisten komplett inhouse. „Für einen großen Automobil-Kunden erstellen wir bereits seit vielen Jahren E-Learning-Module. Mit einer entsprechenden Brille können Teilnehmer der Schulungen jetzt in Bremssysteme, Motorräume oder die Abgasreinigung regelrecht eintauchen und sie in 3D erleben“, erläutert IT- und Bewegbildexperte Schliefer. Das Interesse an den Trainings sei mit den technischen Veränderungen deutlich gestiegen. „Was mögliche Kunden angeht, sind praktisch keine Grenzen gesetzt“, so Käthe und Schliefer im Gespräch. Fashion, Möbel, Maschinenbau, Tourismus und Automobil nennen sie als Hauptzielgruppen. Besonders großes Interesse würden Kunden im Bereich Live-Kommunikation mit Messen oder Produkt-Launches signalisieren. Eine Geschichte virtuell in einer in Echtzeit gescannten Umgebung weiter zu erzählen, darum gehe es.

Geschichte kommt vor Technologie

Rottsahl Nils edelmanStorytelling? Geschichten? „Entscheidend für den kommunikativen Einsatz von VR und AR ist, dass die Geschichte stimmt. Der Einsatz der Technologie muss von der Geschichte getragen werden. VR und AR dürfen nicht nur zum Einsatz kommen, weil es gerade ein Trend ist“, sagt beispielsweise Nils Rottsahl (Foto), Head of Studios und Executive Producer bei Edelman.ergo. „Und sind wir einmal ehrlich: Wer findet es nicht spannend, mittendrin zu sein, statt einfach nur vor einem Bildschirm zu sitzen?“ Bisher sei der Ansatz vorrangig, spezielle Zielgruppen mit geringen Streuverlusten und wichtige Influencer zu erreichen als die breite Masse. Journalisten seien eine mögliche Zielgruppe. Cases hat vor allem die schwedische Dependance des Netzwerks Edelman Deportivo bisher umgesetzt.

Rosenthal Adrian Digitalchef MSL GermanyDoch warum reden jetzt alle von Virtual Reality, obwohl die Technologie in der Gaming-Szene längst etabliert ist? Für Adrian Rosenthal, Digitalchef bei MSL Germany, ist diese Entwicklung technikgetrieben. „Die Geräte werden einfacher und günstiger, sind aktuell aber noch zu unhandlich.“ VR-Brillen gibt es für Preise ab zehn Euro. Nachteilig sind das Verbindungskabel zum Rechner und die notwendige hohe Arbeitsleistung des Abspielgeräts. MSL kann bereits auf Cases aus dem Publicis-Netzwerk verweisen. Ansonsten lege die Agentur Wert darauf, das Thema frühzeitig zu besetzen, so Rosenthal (Foto l.). „Wir wollen für unsere Kunden Ideengeber sein und zeigen beispielsweise in Workshops auf, welche Möglichkeiten es gibt, mit Hilfe von VR zu kommunizieren“, sagt er. „Die Kunden sind aufgeschlossen – das Interesse ist da.“ Dass die Technik einen Überlebenskampf erleide wie das inzwischen zu einer Avatarwüste verkommene Second Life hält er für ausgeschlossen.

Virtuelle Pressereise

Schulz Christian CEO WeberShandwick2017Eine konkrete Anwendung eines Kunden beschreibt Christiane Schulz (Foto r.), Geschäftsführerin bei Weber Shandwick. Die Initiative Tierwohl habe VR genutzt, um Journalisten im Rahmen der Grünen Woche in Berlin einen Einblick in einen Hühner- und einen Schweinstall zu geben. „Das hat super funktioniert und ist sehr gut angekommen. Die Journalisten hätten wir niemals mit dem Bus zu einem dieser Ställe bringen können“, betont Schulz. Das Potenzial schätzt sie verhalten optimistisch ein. „Im Bereich VR sehen wir generell nicht so einen großen Einsatz in der Zukunft, da für die Nutzung immer der Nutzer eine spezielle Brille aufsetzen muss, was schon sehr umständlich ist.“ Anders sehe es beim Thema AR aus. „Hier sind wir davon überzeugt, dass wir perspektivisch eine stärkere Einbindung in Kommunikationskampagnen sehen werden.“ Der Storytelling-Gedanke dominiert auch bei Weber Shandwick.

Dass Virtual und Augmented Reality für Kommunikationsagenturen noch Zukunftsthemen sind, darauf könnte folgende Randnotiz hinweisen. Die ansonsten digital sehr gut aufgestellte Agentur achtung! erklärt beispielsweise, dass man zwar individuelle Lösungen mit Kunden bespreche, aber ehrlicherweise noch nicht der richtige Ansprechpartner für dieses Thema sei.


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Personalien

Adam Kaznowski wechselt zum Beratungsunternehmen Fourtold

Kaznowski Adam Managing Consultant Fourtold BruesselDas unabhängige Beratungsunternehmen Fourtold, das strategische Kommunikation und Reputationsberatung für globale Organisationen in den Bereichen Gesundheit, Wissenschaft und Technologie in Brüssel anbietet, hat Adam Kaznowski (Foto) als Managing Consultant angestellt. Fourtold will damit seine Public Affairs- und CEO-Beratungsdienste verstärken. Kaznowski kommt von der Europäischen Kommission (EK) und dem Europäischen Auswärtigen Dienst, wo er als Presse- und Medienbeauftragter für Außen- und Sicherheitspolitik tätig war. Für die Beratung Fourtold, die 2013 gegründet wurde und Büros in Brüssel und Oxford unterhält, arbeiten derzeit rund 30 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Zu den Kunden zählen unter anderem Vodafone, PepsiCo und Johnson & Johnson.

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Etats

Klimaschutz: Regio-Kampagne setzt Umweltvorteil augenzwinkernd in Szene

Wer mit dem Zug fährt, tut automatisch etwas für’s Klima. Unter diesem Leitgedanken steht die neue Nachhaltigkeitskampagne von DB Regio, Frankfurt am Main. Dabei greift sie die aktuelle, nationale Kampagne der Deutschen Bahn kreativ auf und entwickelt sie für den Regionalverkehr weiter. Serviceplan Campaign in München hat dafür eine charmante 360°-Kampagne mit Augenzwinkern entwickelt. Zu sehen deutschlandweit ab dem 25. Oktober.

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Agenturen

Finsbury Glover Hering eröffnet Büro in Paris

Finsbury Glover Hering eröffnet im November 2021 ein Büro in Paris. Das internationale Beratungsunternehmen für strategische Kommunikation, das im Januar 2021 aus dem Zusammenschluss von Finsbury, der Glover Park Group und Hering Schuppener hervorgegangen ist, stärkt mit diesem neunten Büro in Europa sein globales Netzwerk. Mitte Oktober gaben Finsbury Glover Hering und Sard Verbinnen & Co zudem ihren Zusammenschluss bekannt, um die weltweit führende strategische Kommunikationsberatung zu schaffen. Die rund 1.000 Beraterinnen und Berater in weltweit 25 Büros begleiten ihre Kunden bei den verschiedensten reputationskritischen Situationen.

Unternehmen

In DAX Geschäftsberichten bleibt Gendern die Ausnahme

Piwinger Manfred quer grossWie halten es die DAX30-Unternehmen mit der Gender-Schreibweise? Finden sich Formulierungen wie „Mitarbeiter:innen“ oder „Mitarbeiter*innen“ in den Geschäftsberichten? Angesichts der hohen Reputation der DAX-Mitglieder – deren Kreis sich mittlerweile auf 40 erhöht hat – sollte man das erwarten. Mitnichten, sagt der Wuppertaler Publizist Manfred Piwinger (Foto), nachdem er die 2020er Geschäftsberichte der DAX30-Unternehmen gründlich untersucht hat. In stattlichen 24 der DAX-Geschäftsberichte wird auf die Gender-Schreibweise verzichtet. Mit einer pikanten Ausnahme: Geht es um die eigenen Vorstände, so scheint die geschlechterneutrale Differenzierung doch wichtig zu sein. Dazu Piwinger: „Selbst die 24 Gender vermeidenden Gesellschaften weichen in der Anrede ihrer Vorstandsvorsitzenden, also den Leuten mit der höchsten Autorität im Unternehmen, von ihren guten Vorsätzen ab und gendern unkoordiniert dahin.“

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Branche

GPRA im Dialog: Agenturen ermöglichen Spurwechsel

Den Studienabschluss in der Tasche – oder auf den letzten Metern dorthin – fragen sich viele Absolventinnen und Absolventen: Passe ich in eine Agentur? Und welche Agentur passt denn zu mir? Teils unerwartete Antworten und Impulse lieferten Kommunikationsprofis aller Karrierelevel im Rahmen der lebhaften Diskussion der „PR-Journal“-Roadshow „GPRA im Dialog“, die am 26. Oktober bei den Leipziger Public Relations Studierenden e.V. (LPRS) virtuell gastierte.

Medien

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Vital Plus Media: Service Partner für PR Management

Vital Media Plus FamilienbeispielVital Plus Media, ein Spezialunternehmen für PR-Veröffentlichungen im redaktionellen Stil sowie für druck- und sendefähige Medienproduktionen, hat für Deutschlands PR-Agenturen umfassende Services im Angebot. In Ergänzung zur klassischen Pressearbeit verfügt das Bonner Unternehmen aufgrund gewachsener und ausgefeilter Logistik über effiziente Wege, in Deutschlands Presselandschaft mehr als 3.000 Titel und Sender zu erreichen. Mit Advertorials und Infomercials werden auch zielgruppengenaue Veröffentlichungen garantiert. Der nachfolgende Beitrag zeigt am Beispiel des deutschen Markts für Kinder- und Babyausstattung, wie es Agenturen und ihren Auftraggebern gelingen kann, mit PR-Botschaften durchzudringen und wirksame Reichweiten zu erzielen.

Studenten-Initiativen

Mainzer PR-Studierendeninitiative kommoguntia e.V. startet ins Präsenz-Semester

Kommoguntia e V LogoNach drei Pandemie-Semestern hat die PR-Studierendeninitiative kommoguntia ihre Mitglieder wieder persönlich begrüßen können und das Programm für das Wintersemester 2021/2022 vorgestellt. In lockerer Atmosphäre im Mainzer Lokal Baron waren fast 40 Interessierte anwesend. Die Vorstandsvorsitzende Francesca Zarbo blickte zurück auf die Zeit der Online-Events, die „zwar ein guter Ersatz waren, aber dennoch nicht den persönlichen Austausch ersetzen können“.

Social Media

Praxistaugliche Blogs für PR-Experten

Nicht nur Mode- oder Kochfans suchen im Internet nach Inspiration, auch Pressesprecher, Markenexperten sowie PR-Beraterinnen und -Berater informieren sich auf Blogs gerne zu den Neuigkeiten aus der Marketing- und Medienwelt. Besonders viele nutzen dafür den Blog der global agierenden Agentur Team Lewis. Dort geht es um Social Media, authentisch kommunizierte Nachhaltigkeit oder Werbung in Videospielen. Der Lewis Blog belegt den ersten Platz im von der Kommunikationsberatung Faktenkontor erhobenen Blogger-Relevanzindex, der einen fundierten Überblick über die Relevanz von 1.600 Blogs im deutschsprachigen Raum liefert. In diesem Fall wurden PR-Blogs auf ihre Sichtbarkeit im Internet, die Anzahl der Verlinkungen, Social-Media-Aktivitäten und Interaktionen mit der Community überprüft.

Das PR-Interview

Streitgespräch: Daten in der PR – unerlässlich oder überbewertet?

Für die einen sind Daten in der PR der neueste Trend. Ohne Daten könne die PR nicht professionell arbeiten und schon gar nicht im Wettbewerb gegen Marketing und Werbung bestehen. Andere halten den Datenhype für deutlich übertrieben: Analysen helfen, sind aber kein Allheilmittel und sollten nicht überbewertet werden. Es komme auch auf andere – qualitative – Erfolgsfaktoren an.  Zu der Datennutzung in der PR streiten Klaus Treichel, bis Ende 2020 Chef der ABB-Unternehmenskommunikation in Deutschland und Jörg Forthmann, Geschäftsführer des Instituts für Management und Wirtschaftsforschung (IMWF), Hamburg.

Autoren-Beiträge

Autorinnenbeitrag: Agentur, Start-up oder Konzern – was darf’s sein?

Leitfragen für Unentschlossene

Wer frisch von der Uni den Einstieg in die PR sucht, sieht sich heute einer ganzen Flut an möglichen Tätigkeitsfeldern und potenziellen Arbeitgebern gegenüber. Denn in einer Welt, in der Komplexität, Innovationsdruck und Vernetzung zunehmen, wird Kommunikation immer mehr zum Erfolgsfaktor. Gute Nachrichten für heutige Berufseinsteigerinnen und Berufseinsteiger! Dann gilt es nur noch den „richtigen“ Job zu finden. Dabei dominieren leider nicht allzu selten Klischees die Jobsuche: ob über Agenturmenschen, Konzernkinder oder Start-up Raketen – auch wenn sich manch eines davon im Alltag bestätigt, versperren sie den Blick auf die eigentlich wichtigen Kriterien, die den Ausschlag bei der Jobwahl geben sollten. Dazu vier Leitfragen, die sich (angehende) PR-Profis in den ersten Berufsjahren stellen sollten.

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Rezensionen

Rezension: Führungsverhalten in Organisationen – Kultur der Angst hat ausgedient

Die angstfreie Organisation Buchcover Amy EdmondsonWas ist besser, geliebt oder gefürchtet zu werden? So fragte einst Machiavelli, dessen, in der Renaissance formulierten, Ansichten über den wirkungsvoll regierenden Fürsten bekanntlich auch aktuell einen Platz in der Management-Lehre und im Seminargeschäft finden. Folgt man den Forschungen von Amy Edmondson, dann wird diese Frage heute noch in vielen Unternehmen und Organisationen so beantwortet, dass eher eine Atmosphäre von Führung und Motivation durch permanenten Druck erzeugt wird. Mit der Folge verbreiteter Angst. Das hat ernste Folgen. Abweichende Meinungen werden nicht geäußert. Verbesserungsvorschläge unterbleiben. Kritik wird für sich behalten. Wie zielführend eine solche Führungskultur ist, hat Amy Edmondson untersucht. Schließlich hat sie, das sagt schon der Untertitel des rezensierten Werks, ein eigenes Konzept vorgelegt, „wie Sie psychologische Sicherheit am Arbeitsplatz für mehr Entwicklung, Lernen und Innovation schaffen“.

Der Sprach-Optimist

Vor-Sondierungen? Wie Du wollen.

Wie machen sich Habeck, Laschet, Baerbock, Scholz und Co. rhetorisch? Unser Sprach-Optimist Murtaza Akbar (Foto) widmet sich dafür seinem Kerngeschäft der Wortwahl, Kommunikation und Rhetorik – und hat deshalb nicht nur die Bundestagswahl verfolgt, sondern vor allem die Vor-Sondierungen danach oder sind es doch schon Nach-Sondierungen vor den Verhandlungen. Klingt verworren. Deshalb ist es Zeit, das mal sauber zu entwirren, damit der Kanzler an den Start gehen kann. Wer das sein könnte, wer von den Politikern wie ein Lehrer spricht und warum die Kolumne mit einer Tankstelle losgeht, das erfahren Sie hier und jetzt.

Kommentare

Kommentar zu Springer: Er muss nicht zum Emir, er muss nur nach New York…

Wohl grade frisch geduscht, die Augen noch vom Shampoo gerötet, denkt Mathias Döpfner offensichtlich schon frühmorgens an seine „Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter“. In die Kamera eines Laptops oder Smartphones gebeugt, erscheint Döpfners Gesicht nah und ohne Hals auf das Publikum einredend, umgeben von einem pyramidenförmigen Schattenwurf in seinem Home-Video. Vor dem geistigen Auge vermutet man ihn in seinem privaten Arbeitszimmer sitzend, vor dem Haus dieselt bereits der Hybrid-SUV auf dem Weg zum „Ärport“ und unten in der Küche köchelt die Haushaltshilfe etwas Veganes…

Leserkommentare

Leserbrief zur Studie über Wahlkampfumfragen

Boeddicker Jonas Student WeimarDer ehemalige SPD-Vorsitzende und Außenminister Sigmar Gabriel würde Wahlumfragen am liebsten in den letzten vier Wochen vor einer Wahl verbieten. Überhaupt nichts von einem Verbot hält Professor Frank Brettschneider, Kommunikationswissenschaftler an der Universität Hohenheim in Stuttgart. Als Ergebnis seiner Studie zur Berichterstattung über Wahlumfragen fordert er eine Qualitäts-Diskussion. („PR-Journal“, 14. September 2021) Auch Jonas Böddicker (Foto), Student der Medienkultur an der Bauhaus-Universität Weimar und Mitglied der Initiative "eject - Zeitschrift für Medienkultur", fordert in seinem Leserkommentar eine kritische Debatte über Wahlumfragen.

PR-Historie

Unternehmensgeschichte: Bevölkerung erwartet Selbstkritik bei Fehlern und Krisen

Neues Forschungszentrum startet mit Tagung am 23. September

Ob NS-Vergangenheit oder Managementfehler: Mehr als zwei Drittel der Menschen in Deutschland erwarten von Traditionsunternehmen, dass sie Verantwortung für die eigene Geschichte übernehmen (69 %) – und darüber öffentlich kommunizieren (68 %). Das geht aus einer bevölkerungsrepräsentativen Studie der Hochschule Pforzheim unter 1.004 Befragten hervor. Die Untersuchung ist eines der ersten Ergebnisse des neuen Center for History and Corporate Communication, an dem die Hochschule Pforzheim und die Universität Leipzig beteiligt sind. Es vereint Grundlagenforschung zur Geschichte des Kommunikationsberufsfelds und zu Unternehmensgeschichte als Gegenstand professioneller Kommunikation.

Studien

Studie zu Deepfakes: Manipulationen als Gefahr für die Demokratie

KIT-Forscher untersuchen KI-basierte Fälschungen

Wie lässt sich prüfen, ob Informationen echt und vertrauenswürdig sind – gerade solche, die über das Internet oder die Sozialen Medien verbreitet werden? Die Möglichkeit, etwa Videos und Fotos mit Hilfe Künstlicher Intelligenz (KI) zu manipulieren, machen eindeutige Antworten immer schwieriger. Forscherinnen und Forscher des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) haben sich im Auftrag des Europaparlaments mit den potenziellen Gefahren der Deepfake-Technologie beschäftigt und Optionen für eine bessere Regulierung entwickelt. Gemeinsam mit Partnern aus den Niederlanden, Tschechien und Deutschland haben sie die Ergebnisse ihrer Studie vor EU-Abgeordneten offiziell vorgestellt.

Aus- und Weiterbildung

AFK feiert ein Jahr Online Academy

Czernick Susanne Direktorin AFK kleinWie gut sich Seminarinhalte auch über Online-Formate vermitteln ließen, habe sie erst selbst nicht glauben wollen, gibt AFK Direktorin Susanne Czernick (Foto) heute zu. Ende Oktober 2020 gab die Akademie Führung und Kommunikation, Bad Nauheim, die Gründung ihrer Online Academy bekannt. Jetzt feiert sie ihren ersten Geburtstag. Durch den Corona-bedingten Lockdown musste sie Alternativen zu den seit 50 Jahren bewährten Präsenztrainings finden. Heute bietet die AFK Online Academy verschiedene Schreibtrainings, Konzeptionstechnik, Grundlagen der Öffentlichkeitsarbeit oder Medientraining im virtuellen Format an. Alle Online-Trainings folgen einem speziell entwickelten Kriterienkatalog.

Jobprofile

Was macht eigentlich eine Digital-Strategin bei FleishmanHillard?

Unternehmen, die heute ohne ganzheitliche Kommunikationsstrategie oder mit einem hemdsärmeligen Digital-Ansatz an Kunden herantreten, haben erhebliche Wettbewerbsnachteile. Denn professionelle Kommunikator/-innen holen sich längst die Expertise von Digital-Strateg/-innen hinzu, um ihre Prozesse und Vorgehensweisen zu durchleuchten und zu optimieren. Auch bei FleishmanHillard in Deutschland ist das ein weiter wachsender, wichtiger Bereich.

Seminarkalender

Seminarkalender 2021

Seminare, Tagungen, Workshops und Webinare. Der „PR-Journal“-Seminarkalender 2021 gibt Ausblick auf relevante Fort- und Weiterbildungsangebote der kommenden Monate. Unsere kompakte Auflistung für Kommunikationsfachleute in Agenturen, Unternehmen und Verbänden erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit - kündigen Sie neue (auch rein digitale) Seminare jederzeit gern an bei Paula Slomian: slomian@pr-journal.de.  

Online-Kompakt: PR-Konzeptionstechnik
AFK Online Academy
28. und 29. Oktober 2021
1.290,00 Euro zzgl. MwSt.
Zur Anmeldung geht es unter diesem Link.

Seminar: Krisenkommunikation
MW Media Workshop GmbH
28. und 29. Oktober 2021 in Hamburg
1.090,00 Euro zzgl. MwSt.
Zur Anmeldung geht es unter diesem Link.

Online-Seminar: Storytelling
MW Media Workshop GmbH
28. Oktober 2021
590,00 Euro zzgl. MwSt.
Zur Anmeldung geht es unter diesem Link.

Preise und Awards

Marken-Award 2021: Die Sieger stehen fest

PRJournal Markenaward 2021Zum 21. Mal haben die absatzwirtschaft und der Deutsche Marketing Verband (DMV) den Marken-Award vergeben. Die Gewinner wurden am Abend des 24. August im Rahmen eines Live-Stream-Events ausgezeichnet. Zuschauerinnen und Zuschauer konnten die Preisverleihung samt Rahmenprogramm per Live-Stream verfolgen. Durch den Abend führte als Moderator Frank Dopheide, Geschäftsführer der Purpose-Agentur Human Unlimited. Insgesamt bewarben sich 27 Unternehmen in verschiedenen Kategorien.

PR-Check-in für Start-ups

Fünf Gründe, warum Start-up-Storys in Medien kommen

Während Unternehmen eigene Kommunikations-Teams beschäftigen, fehlt es Start-ups oft an PR-basics, um zu verstehen wie Journalisten und Medien ticken. Umso weiter ist daher der Weg zum eigenen Pressebericht. In seiner Kolumne zeigt der gelernte Journalist und Kommunikator Daniel Rottinger Gründern und Gründerinnen, worauf es ankommt. Für ihn sind das Timing, die Nachrichten-Lage, der Themenwettbewerb, der Medien-Fit und die Kapazitätsfrage fünf wichtige Erfolgsfaktoren:

Tipps & Lesehinweise

Lesehinweis: Krisenexperte Roselieb kritisiert das Krisenmanagement an der Ahr

Roselieb Frank Krisennavigator kleinFrank Roselieb (Foto), geschäftsführender Direktor des Krisennavigator – Institut für Krisenforschung, ein Spin-Off der Universität Kiel, ist in der PR- und Kommunikationsbranche bekannt als Krisenexperte. Er ist Veranstalter des jährlichen Krisenkommunikationsgipfels. Roselieb hat sich nun im Nachgang zur Hochwasserkatastrophe an Ahr und Erft zu Wort gemeldet und das Krisenmanagement kritisiert. Gegenüber der „Rhein-Zeitung“ hat Roselieb gesagt: „Viele Opfer hätten verhindert werden können.“ Seiner Auffassung nach hat der Krisenstab in Ahrweiler in der Nacht der Flutkatastrophe vom 14. auf den 15. Juli offenbar viel zu spät reagiert. Als Verantwortlichen für die viel zu späte Warnung an die Bevölkerung hat Krisenexperte Roselieb Landrat Jürgen Pföhler (CDU) ausgemacht. Auch der „Spiegel“ hat das Thema aufgegriffen.

Whitepaper

Neues Whitepaper zum Thema Basiswissen Bild von picture alliance

Jede Story braucht aussagekräftige Bilder, um in der immer visueller werdenden medialen Welt wahrgenommen zu werden. Bilder vermitteln Informationen einfach und schnell. Egal ob in einer groß angelegten Kampagne, auf sozialen Medien wie Instagram, im Magazin oder auf der eigenen Homepage, Bilder sind aus der Kommunikation nicht wegzudenken. Doch was es dafür braucht, dass ein Bild die bestmögliche Wirkung entfaltet oder wann und in welchem Zusammenhang ein Bild rechtssicher eingesetzt werden kann, darüber herrscht oftmals Unsicherheit. Die dpa-Tochter picture alliance gibt in ihrem Whitepaper "Basiswissen Bild" einen Überblick über die Grundlagen der Bildnutzung.

Termine

„PR Report“-Camp: Top-Profis beraten junge Leute beim Einstieg in die PR

PR ReportCamp Logo 2021Jetzt die nötigen Informationen einholen, um die richtigen Weichen für den Karrierestart zu stellen – die Möglichkeit bietet auch in diesem Jahr wieder das „PR Report“-Camp. Zahlreiche Profis aus Unternehmen und Agenturen stehen vom 2. bis zum 5. November bereit, um junge Menschen bei ihrem Berufseinstieg in die PR beraten. Was wird von mir in der PR erwartet? Was kann ich erwarten? Das sind zwei der zentralen Fragen, die beim diesjährigen Camp beantwortet werden sollen. Nach 2020 wird das Camp auch in diesem Jahr wieder digital durchgeführt. Erwartet werden viele junge Leute, die am Ende ihres Studiums stehen, und Young Professionals, die bereits erste Berufserfahrungen haben.

STAMM Medien-News

Stamm Medien-Newsletter Oktober 2021

Der Stamm-Verlag in Essen dokumentiert seit 1947 als einziger deutscher Verlag komplett alle Medien (derzeit zirka 24.000) in Deutschland (Print / Zeitungen + Zeitschriften, Rundfunk / Radio + Fernsehen, Online (seit 2003)). Im September 2021 wurden 2.014 Medien aktualisiert, im letzten Quartal waren es insgesamt 8.415 Medien. Der monatliche „Stamm Medien-Newsletter“ informiert über aktuelle Änderungen in der deutschsprachigen Medienlandschaft (Deutschland, Österreich, Schweiz). Mit freundlicher Genehmigung folgen hier einige Meldungen:

Unternehmens-PR im Dialog

Vertrauen, Verantwortung und Gemeinschaft – die Grundfeste von WestLotto

„Lotto ist die größte Millionärsmaschine, die es in unserer Gesellschaft gibt. Alle zweieinhalb Tage wird in Deutschland jemand Lotto-Millionär; alle neun Stunden zahlen wir von WestLotto einen Betrag von Zehntausend Euro und mehr an einen Bürger in NRW aus“, berichtet Axel Weber, Pressesprecher der Westdeutsche Lotterie mit Sitz in Münster. Dabei wird WestLotto von vielen Bürgerinnen und Bürgern nicht als Glücksspiel gesehen. Doch ist das wirklich so? Was zeichnet die Lottogesellschaft als Unternehmen aus? Die Studierenden der PR-Initiative campus relations haben nachgefragt.

Kreativ-Cases

Case-Study: Hörgesundheit für alle!

Hören verbindet Menschen, lässt uns Musik und die Geräusche der Natur genießen und sorgt dafür, dass wir sicher durch unsere Umgebung navigieren. Die Relevanz und Fragilität des Hörsinns ist vielen Menschen nicht bewusst: Rund sechs Millionen Deutsche haben nach eigenen Angaben einen beeinträchtigenden Hörverlust, aber nur jeder Dritte lässt diesen audiologisch versorgen. Im Umkehrschluss nehmen fast vier Millionen Menschen gesundheitliche Risiken und Einschränkungen in Kauf. Aber wie kann man die breite Öffentlichkeit für das Thema Hörgesundheit gewinnen? Ein spannender Auftrag, den die Agentur Fink & Fuchs für den Bundesverband der Hörsysteme-Industrie (BVHI) immer stärker vorantreibt.

Agenturen im Dialog

Hill+Knowlton Strategies setzt auf Nachwuchs und Diversität

Eine Agentur, viele Talente. Ein Grundsatz, mit dem sich die internationale Netzwerkagentur Hill+Knowlton Strategies identifiziert. Gerade Frauen und junge Berufseinsteiger und Berufseinsteigerinnen sind die Talente, die bei der zukunftsorientierten Agentur im Fokus stehen. Wichtig ist Hill+Knowlton auch die internationale Arbeit, denn Talente gibt es überall auf der Welt.

Im Interview mit der studentischen Initiative kommoguntia e.V. beantworten Catherine Dächert-Tessier, CFO von Hill+Knowlton Strategies in Deutschland, Miriam Holbe, Managing Director & Head of Marketing Communications, sowie Anja Klein, Associate Director & Deputy Head of Technology die Fragen der jungen Studentinnen Pilar Zaschke und Michelle Huppertz. Besprochen werden dabei die Themen Berufseinstieg, internationale Ausrichtung als auch Diversität, insbesondere im Bereich Chancengleichheit von Männern und Frauen.

GPRA im Dialog

Straub & Straub: Zwischen PR und Journalismus

Bei der Hamburger Kommunikationsagentur Straub & Straub hat sich in letzter Zeit einiges geändert. Die Agentur konnte neue Großkunden gewinnen, die beiden Geschäftsführer Tina und Rüdiger Straub haben im Sommer 2018 Jahr geheiratet und zuletzt ist der Hamburger Hauptstandort vor erst einem Monat umgezogen. In den neuen Büroräumen haben Marie Fuhr und Laura Möller von campus relations der Agentur einen Besuch abgestattet.

Internes - aus der Redaktion

750. „PR-Journal“-Newsletter: Verlag und Redaktion sagen DANKE!

So, nun ist es geschafft: der 750. „PR-Journal“-Newsletter ist fertig und hat den Weg in Ihre Postfächer gefunden, liebe Leserinnen und Leser. Die Gefühle der Macherinnen und Macher aus Verlag und Redaktion schwanken zwischen Erleichterung, Stolz und Dankbarkeit: Erleichterung, weil es geschafft ist, Stolz, weil ein echter Meilenstein erreicht ist, und Dankbarkeit, weil wir aus Anlass unseres Jubiläums viel Anerkennung und Wertschätzung erfahren haben. Gerhard Pfeffer: „Die vielen Grüße und Glückwünsche, die uns über unseren Podcast, per Mail und eben auch in dieser Jubiläumsausgabe erreicht haben, freuen uns sehr. Im Namen des ganzen ‚PR-Journal‘-Teams sagen wir ganz herzlich Danke! Für uns ist es ein toller Moment, den wir in einer wegen der Corona-Krise für die PR-Branche schwierigen Situation dennoch genießen!“