Die Journalistin Dunja Hayali wurde gefeiert für ihre mutige Keynote.

Der Kommunikationskongress 2018 ist passé. Mut lautete das diesjährige Fokusthema. Es ließ spannende Diskussionen und richtungsweisende Vorträge mit Impulsen für die Branche erwarten. Doch die Erwartungen wurden nur teilweise erfüllt. Etwas wenig Mut zeigte der Bundesverband deutscher Pressesprecher (BdP) selbst. Als Veranstalter ließ die Gelegenheit aus, ein mutiges Statement abzugeben. Kein politischer Appell an die versammelten Kommunikationsfachleute, sich dem stärker werdenden Populismus zu widersetzen, kein Aufruf zur Wahrung der Pressefreiheit – nur ein müdes Lob für Siemens-Chef Joe Kaeser.

Dabei drängten sich die Themen in der letzten Septemberwoche doch förmlich auf. Erst einen Tag vor dem Kommunikationskongress wurde bekannt, dass Österreichs Innenminister Herbert Kickl (FPÖ) in seinem Land die Kommunikation mit kritischen Medien erheblich einschränken will – mit anderen Worten: die Pressefreiheit beschneiden möchte. Kommuniziert wurde es durch einen Pressesprecher. Noch während der Kongresstage wurde der türkische Staatspräsident Erdogan in Berlin zu seinem Staatsbesuch erwartet, der die Pressefreiheit in seinem Land bereits erheblich beschnitten hat. Erst wenige Tage zuvor wurde in den Medien die Haltung von Siemens-Chef Joe Kaeser und Nomos-Chefin Judith Borowski gegen Rassismus behandelt.

KKongress 2018 Kreitz Regine EroeffnungAuch wenn BdP-Präsidentin Regine Kreitz (Foto) bei der Abendveranstaltung Kaeser und Borowski kurz lobend erwähnte, so war es doch alles andere als ein flammender Appell an die versammelten Kommunikationsfachleute, selbst auch Haltung zu zeigen gegen die Bedrohungen der freiheitlichen Demokratie und für die Segnungen der Pressefreiheit Position zu beziehen. Was ist der Beruf des Pressesprechers noch wert, wenn Medien nicht mehr frei agieren können? Müsste da nicht auch der Selbsterhaltungstrieb einsetzen?

Stattdessen sprach Kreitz langatmig über die DSGVO, das Leistungsschutzrecht und die positiven Seiten von Facebook & Co. Sorgen diese nicht gerade mit dafür, dass der Diskurs sprachlich komplett entgleitet? Gezündet hat das nicht. Und als dann auch noch die als Galarednerin angekündigte Staatsministerin Dorothee Bär (CSU), im Bundeskanzleramt für Digitalisierung zuständig, lediglich ein launiges Grußwort ohne klaren Themenbezug sprach, hatten viele den Eindruck: Chance verpasst. Professor Bernhard Pörksen hatte im vergangenen Jahr noch eine ganz andere Flughöhe.

Dabei wäre es doch so einfach gewesen, die Impulse aus dem Tagesprogramm mit in den Abend zu nehmen. Erst am Nachmittag hatte der Soziologe und Sozialpsychologe Professor Harald Welzer, der auch Mitbegründer und Direktor von Futur Zwei. Stiftung Zukunftsfähigkeit ist, überzeugend dargelegt, dass man in der Demokratie keinen Mut brauche, aber eben eine Haltung. Und dann war es anschließend die Journalistin Dunja Hayali, die in ihrer Keynote flammend dafür appellierte, konsequent gegen Hatespeech vorzugehen und so einen Beitrag für einen offenen gesellschaftlichen Dialog zu leisten. Hayali wurde am Ende mit „Standing Ovations“ bedacht.

Wie hatten die Veranstalter auf ihrer Website zum Kommunikationskongress gefragt: „Welche Verantwortung übernimmt die Kommunikation in Debatten?“ Auf diese Frage hätten sich viele Kongressteilnehmer auch vom BdP und seiner Präsidentin eine mutige Antwort gewünscht. Wie sagte der Chefredakteur der Kommunikationsagentur fischerAppelt: „Zeichen sollen gesetzt werden, doch für die Ausrufezeichen lädt man sich dann lieber Journalisten ein. Arbeitsteilung: Kommunikatoren rufen voller „Mut“ dazu auf, beruflich ständig Neuland zu betreten. Vor wirklichen Mutproben wird gekniffen.“ Schade.

Ein ausführliches Dossier mit einem Rückblick auf den Kommunikationskongress 2018 findet sich auf der Website des "pressesprecher".


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Personalien

Anne Beutel übernimmt Business Development bei FleishmanHillard

Beutel Anne Direc Business Development FleishmanHillardAnne Beutel (30, Foto) ist neue Director Business Development bei FleishmanHillard in Deutschland. Neben der Begleitung von Pitch-Prozessen wird sie in ihrer neuen Funktion vor allem den Ausbau des Service-Portfolios von FleishmanHillard vorantreiben und eng mit dem Executive Team, der Strategie und dem Agentur-Marketing zusammenarbeiten. Sie berichtet an die Geschäftsführung. Nach Stationen Stationen bei Ketchum, Burson-Marsteller und Scholz & Friends ist Beutel bereits seit über fünf Jahren bei FleishmanHillard. Dort hat sie in verschiedenen Rollen die inhaltliche Weiterentwicklung der Agentur mitgestaltet.

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Etats

Münchner Agentur Wilde & Partner kommuniziert für KölnTourismus

Das dürfte in der Domstadt für Diskussionen sorgen: Für die Unterstützung der touristischen Kommunikation engagiert KölnTourismus die Münchner Agentur Wilde & Partner. #inKöllezeHus und mit Wilde & Partner Communications ein neuer Freund an der Seite der Domstadt. Der Schwerpunkt der Zusammenarbeit liegt in der begleitenden Medienarbeit für die neue Kampagne #inKöllezeHus – von KölnTourismus, unterstützt durch die Stadt Köln. Jürgen Amann, Geschäftsführer der KölnTourismus GmbH, erklärt: „Wir sind mit #inKöllezeHus einen wichtigen Schritt gegangen, um sowohl den Wirtschaftsfaktor Tourismus in unserer eigenen Stadt besser zu positionieren als auch neue Zielgruppen für Aufenthalte in Köln zu gewinnen.“ Die Agentur Wilde & Partner hat einen klaren Schwerpunkt im Segment Travel & Tourism.

Agenturen

Corona und die Folgen: Edelman trennt sich von 390 Mitarbeitern weltweit

Edelman, die weltweit größte PR-Agentur, muss die Reißleine ziehen. Wie „PRovoke“ (bis Jahresanfang 2020 „Holmes Report“), New York, berichtet, hat Inhaber Richard Edelman angekündigt, in Folge der Corona-Krise 390 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter entlassen zu müssen, das sind rund sieben Prozent des globalen Teams. Darüber hinaus gab es bereits gestaffelte Gehaltskürzungen von der mittleren bis zur oberen Führungsebene, die Beendigung der Zusammenarbeit mit Freelancern und die vorübergehende Einstellung des Praktikumsprogramms. Alle Maßnahmen sollen auch global, an allen Standorten von Edelman wirksam werden, also auch in Deutschland. Christiane Schulz, Edelman CEO in Deutschland, bestätigte gegenüber dem „PR-Journal“, dass die Maßnahmen auch den hiesigen Markt beträfen. Zum Umfang der Einsparungen machte sie keine Angaben.

Unternehmen

CSR Benchmark 2020: Nachhaltigkeit rückt weiter ins Zentrum der Kommunikation

Die Themen Klimaschutz und Nachhaltigkeit gewinnen im Verlauf der Corona-Pandemie medial wieder an Bedeutung. Besonders der nachhaltige Wiederaufbau der Wirtschaft und grüne Konjunkturprogramme stehen aktuell im Fokus der Diskussionen. Während die CSR-Kommunikation deutscher Großkonzerne im vergangenen Jahr dem weltweiten Nachhaltigkeitstrend noch meist hinterher lief, hat sich inzwischen viel getan – das zeigt der aktuelle CSR Benchmark 2020 der Kölner Beratungsagentur NetFederation GmbH. Im Ranking um die beste Website-Kommunikation zur gesellschaftlichen Verantwortung belegt die Metro AG den ersten Platz, gefolgt von der Hochtief AG und der Merck KGaA.

Verbände

Storymachine setzt sich zur Wehr und prüft rechtliche Schritte gegen den DRPR

Nach der Rüge des Deutschen Rates für Public Relations (DRPR) für die Berliner Agentur Storymachine von Philipp Jessen, Kai Diekmann und Michael Mronz am 4. Juni gegen Mittag dauerte es nur wenige Stunden bis die gescholtene Agentur reagierte. Sie beauftragte den Medienanwalt Christian Schertz, der sich gleich mit der Ankündigung zu Wort meldete, rechtliche Schritte gegen das den DRPR zu prüfen. Das Hauptargument des Medienanwalts lautete, dass Storymachine zu dem Sachverhalt, der jetzt gerügt wurde, überhaupt nicht angehört worden sei. Der DRPR ließ dazu gegenüber „Horizont“ verlauten, „dass man aufgrund der Eindeutigkeit, die sich aus dem Dokumentationskonzept ergeben habe, keinen Grund für eine weitere Anhörung von Storymachine gesehen habe“.

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Branche

PR-Journal-Podcast #Mai 2020: Interview mit DPRG-Präsident Norbert Minwegen

PR Journal Podcast Signet 2020Die „normalen“ Themen gewinnen in der Berichterstattung langsam wieder die Überhand. Selbstverständlich ist die Corona-Krise immer noch allgegenwärtig, aber in dem Bemühen, die Folgen in den Griff zu kriegen, wenden sich viele Unternehmen und Agenturen wieder ihrem Kerngeschäft zu. Das spiegelt auch die neue Folge des „PR-Journal“-Podcasts für den Monat Mai wider. Wie schwierig es aber ist, in diesen Zeiten dem Kerngeschäft nachzugehen, wird im Interview mit DPRG-Präsident Norbert Minwegen klar. Er spricht unter anderem darüber, wie sein Kommunikationsverband in diesen Tagen überhaupt kommunizieren kann. Die Langfassung des Interviews mit Minwegen ist seit dem 1. Juni hier bei Podnews zu finden. Und neu im Podcast dabei ist nun auch unser „Sprach-Optimist“ Murtaza Akbar, der ab jetzt regelmäßig Tipps für die persönliche und wertschätzende Kommunikation gibt. Hier geht’s direkt zum neuen „PRJ-Podcast“.

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Medien

Studie: „Was Journalisten sollen und wollen“

Was Journalisten sollen und wollen Leibniz Institut Bredow Insitut Cover querObjektiv berichten, analysieren und Geschehnisse einordnen. Das – darüber sind sich Journalisten und ihr Publikum in Deutschland einig – sind die wichtigsten Aufgaben des Journalismus. Aber auch Toleranz und kulturelle Vielfalt innerhalb der Gesellschaft zu fördern, sei geboten. Besonders wichtig ist dem Publikum außerdem, dass Journalistinnen und Journalisten ihre Quellen transparent machen und ihre Themenauswahl erläutern. Dies sind Ergebnisse der Studie "Was Journalisten sollen und wollen" (siehe nebenstehendes Cover), die am 3. Juni in Hamburg vom Leibniz-Institut für Medienforschung │ Hans-Bredow-Institut (HBI) veröffentlicht wurde. Die Studie hat die Erwartungen der deutschen Bevölkerung an den Journalismus untersucht und sie mit den Erwartungen, die Journalisten an sich selbst haben, verglichen. Ergebnis: Zwischen beiden Parteien herrscht große Einigkeit darüber, was Journalismus leisten sollte.

Studenten-Initiativen

PRSH mit neuer Veranstaltungsreihe

Im neuen Format "Auf ein Glas Wein mit ..." will der Public Relations Studierende Hannover e.V. (PRSH) Einblicke in die Kommunikationsbranche während der Corona-Krise geben. In Zoom, der Software für Videoplattformen, hat der Verein eine Möglichkeit gefunden, Mitgliedern und Interessierten auch ohne Vor-Ort-Präsenz von seinen Networking-Events profitieren zu lassen. Den Anfang macht am 7. Mai, 19 Uhr Prof. Alexander Güttler, Professor an der Westfälischen Hochschule und CEO bei komm.passion.

Social Media

Meinungselite setzt auf Social Media

Kaum ein Internetnutzer verzichtet auf Social Media: 76 Prozent aller Onliner ab 16 Jahren nutzen derzeit in Deutschland Soziale Medien. Wofür und wie intensiv welche Plattformen im Social Web verwendet werden, unterscheidet sich aber in unterschiedlichen Zielgruppen. Gesellschaftliche Meinungsbildner wie Publizisten oder Führungskräfte aus Wirtschaft und Ehrenamt zeigen sich dabei deutlich Social-Media-affiner als andere Onliner: 83 Prozent dieser Meinungsbildner sind auf Facebook, YouTube, Twitter & Co unterwegs – von den "Normalos" des Internets hingegen nur 73 Prozent. Das zeigt der aktuelle, repräsentative Social-Media-Atlas 2020 der Hamburger Kommunikationsberatung Faktenkontor und des Marktforschers Toluna.

Das PR-Interview

„Erst wenn Wissen geteilt wird, kann man etwas bewegen“

Schwerpunkt Verbandskommunikation Verbandskommunikation ist nicht mehr verstaubt. Sie ist eine Mischung aus Agentur und Unternehmen. Sie ist spannend und thematisch unerschöpflich. Das jedenfalls sagt Carola Herckelrath, Leiterin der Presse und Öffentlichkeitsarbeit des Deutschen Tiefkühlinstituts e.V. (dti), die mit „PR-Journal“-Redakteurin Annett Bergk gesprochen hat. Herckelrath ist mittlerweile im elften Jahr für die Verbandskommunikation zuständig und kann von Blogger-Kooperationen ebenso berichten wie von der Organisation einer Vielzahl von Events für das dti.

Autoren-Beiträge

Autorenbeitrag: Vom „Drosten-Effekt“ und neuer Offenheit in der Kommunikation nach Corona

Was lehrt uns Corona, und wie gestalten wir die neue Normalität? Darüber haben wir im Mai 2020 mit unseren Kunden gesprochen: Kommunikationsverantwortliche aus systemrelevanten Bereichen. Die Experteninterviews zeigen Chancen auf, die auch in dieser Krise stecken, und über die viel diskutierte digitale Evolution hinausgehen. Der Shutdown war vor allem eine Disruption im Sozialen, mit ermutigenden Erfahrungen: Konstruktive Solidarität bei der Krisenbewältigung, Entschlossenheit, Pragmatismus und eine neue Wertschätzung für menschliche Fragen und systemrelevante Akteure. Auch die Reputation der neuen Experten zeigt, dass Zeit ist für eine neue Offenheit in der Kommunikation.

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Rezensionen

Rezension: Umstellen auf Turnschuhe und offenen Hemdkragen bringen‘s nicht - moderne CEO-Styles

Wenn Turnschuhe nichts bringen Der CEO Code BuchcoverBeobachtbar ist das schon länger, selbst in vielen Top-Etagen der eher sehr konservativen deutschen Manager-Führungsriege. Ein offener Hemdkragen, der Verzicht auf eine Krawatte – mit einem veränderten optischen Auftritt sollen vielfach informellere Umgangsformen, eine legere Offenheit und offenere Kommunikation demonstrativ sichtbar gemacht werden. Als bahnbrechend empfanden es viele, wie Daimler-Chef Dieter Zetsche in Jeans und in Turnschuhen an das Rednerpult eines Grünen-Parteitags trat.
An dieses Bild denkt man unwillkürlich, wenn man das Hardcover des „F.A.Z.“-Sachbuches "Wenn Turnschuhe nichts bringen – Der CEO-Code für starke Führungskräfte" in die Hand nimmt.

Der Sprach-Optimist

Tschüss Corona-Sprech!

Geben Sie es zu, wir sind ja unter uns, da dürfen Sie besonders offen sein: Sie können dieses ganze Corona-Sprech nicht mehr hören. Geht unserem Sprach-Optimisten Murtaza Akbar (Foto) genauso. Deshalb macht er jetzt Schluss damit! Denn in der Unwörter-Liste stehen so manche „Corona“-Begriffe ganz weit oben. Nun ja, das Thema wird uns noch eine Weile begleiten – und da heißt es für uns alle, Rücksicht und Sensibilität walten zu lassen vor allem für unsere Mitmenschen. Aber wir sollten uns von dem ganzen Corona-Worte-Gedöns nicht infizieren lassen, meint unser Sprach-Optimist. Deshalb wird seine Abschieds-„Hommage“ an etwas, das unser aller Leben verändert hat, sicher ein Werk der Zeitgeschichte. Garantiert. Seien Sie als Zeitzeuge dabei.

Kommentare

Kommentar: Zwischen Spaghetti und Yoga - warum der Muttertags-Clip des BMG für Empörung sorgt

Muttertag Twitter Video BMG 2020So sicher wie das Amen in der Kirche: Jedes Jahr wird Muttertag als Anlass für Dankes-Videos von Unternehmen, Marken und Behörden genutzt. Diese Videos bewegen sich ohnehin haarscharf zwischen tränenreicher Emotion und intensivem Fremdschämen. Jetzt hat ein Video des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG) für große Empörung in den sozialen Netzwerken gesorgt. Mit einer stereotypen Darstellung in Kinderzeichnungen sollte allen Müttern gedankt werden, die für ihre Kinder „auch in schweren Zeiten für schöne Erinnerungen sorgen“. Was als nette Idee angelegt war, konnte viele Eltern aber nicht überzeugen.

Leserkommentare

DRPR nimmt Stellung zum Leserbrief von Markus Franz

DRPR Logo 2018In Folge der Berichterstattung des „PR-Journals“ über die Rüge, die der Deutsche Rat für Public Relations (DRPR) gegenüber Wikipedia Deutschland ausgesprochen hat, hat sich Wikipedia-Kenner Markus Franz mit einem Leserbrief zu Wort gemeldet. Darin hat er die Entscheidung des DRPR kritisiert und darauf verwiesen, Absenderkennungen seien immer und ewig mit dem Inhalt eines Wikipedia-Artikels verbunden – und dies könne nachträglich nicht mehr geändert werden. Am 23. April nahm der DRPR zu den Einlassungen von Franz Stellung.

Studien

Corona- und Haltungskampagnen der Lebensmitteleinzelhändler: Penny schneidet am besten ab

Einer der nachweislichen Profiteure der Ausgangsbeschränkungen während des Covid-19 bedingten Lock-Downs war der systemrelevante Lebensmitteleinzelhandel. Auch unabhängig des sinnbildlichen Klopapier-Runs, verzeichneten Edeka, Aldi und Co. kräftige Umsatzsteigerungen und genossen eine noch nie dagewesene Aufmerksamkeit und einen neuen Stellenwert als Säulen unserer Gesellschaft. Doch wie nutzten diese Marken die Krise aus kommunikativer Sicht – und wie positionieren sie sich in ihren „Corona-Kampagnen“? Wie interagieren sie mit ihren Kunden und Fans und wie sehen deutsche Verbraucher die Rolle der Lebensmitteleinzelhändler in dieser Ausnahmesituation? Die Münchner Agentur We Communications hat dazu eine neue Ausgabe ihres Brand Monitors aufgelegt.

Aus- und Weiterbildung

Webinar-Angebot zu Krisenkommunikation speziell für Führungskräfte in der Öffentlichen Verwaltung

Führungskräfte in Verwaltung, Wissenschaft und Betrieben der Öffentlichen Hand stehen durch die Corona-Krise im kommunikativen Dauerfeuer: Sie sollen jetzt schnell, umfassend und auf den Punkt kommunizieren, Anfragen beantworten und Entscheidungen verkünden. Doch die wenigsten von ihnen sind gut auf derartige Anforderungen vorbereitet: zu langsam, zu kompliziert, zu wenig Führung. Genau hier setzt ein neues Webinarprogramm zur Krisenkommunikation für Führungskräfte in Verwaltungen an.

Seminarkalender

Seminarkalender 2020

Seminare, Tagungen, Workshops und Webinare. Der „PR-Journal“-Seminarkalender 2020 gibt Ausblick auf relevante Fort- und Weiterbildungsangebote der kommenden Monate. Unsere kompakte Auflistung für Kommunikationsfachleute in Agenturen, Unternehmen und Verbänden erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Insbesondere im Zuge der Corona-Krise stehen viele der hier angekündigten Termine zur Dispostion. Eine vorherige Rücksprache mit den Seminarveranstaltern ist für die Interessenten dringend ratsam. Schließlich können Veranstaltungen abgesagt oder in digitale Webinare umgewandelt werden. So hat sich der Veranstalter MW Media Workshop GmbH aus Hamburg entschieden, seine Workshops, die vom 25. März bis zum 30. April stattfinden sollten, abzusagen bzw. zeitlich zu verschieben. Alle auf diese Seminare gebuchten Teilnehmerinnen und Teilnehmer erhalten Angebote auf spätere Termine und Seminare kostenfrei umzubuchen.

Korrekturen, Ergänzungsvorschläge oder die Ankündigung neuer (digitaler) Seminare sind jederzeit willkommen an: slomian@pr-journal.de. Hinweis: Event-Einträge in unseren Kalender sind generell kostenfrei - für eine direkte Verlinkung zur Seminar-Anmeldung wird eine einmalige Gebühr von 50 Euro fällig. 

JUNI

Online-Kompaktkurs: Moderne Bewegtbildtrends 
MW Media Workshop GmbH
3. Juni 2020
450,00 Euro zzgl. 19% MwSt. 
Zur Anmeldung geht es unter diesem Link.

Webinar: Fit For Future? Die Vermessung der PR-Branche: news aktuell Trendreport 2020
news aktuell GmbH
3. Juni 2020
59,00 Euro zzgl. 19% MwSt.

Webinar: Wie steuert man erfolgreich die interne Kommunikation
SCM – School for Communication and Management
3. – 4. Juni 2020 (2 Termine)
450,00 Euro zzgl. 19% MwSt.

Preise und Awards

Fortsetzung des Deutschen Preises für Online Kommunikation mit neuen Kategorien

Bewerbungen für den Deutschen Preis für Online Kommunikation (DPOK) sind nun bis zum 31. Juli möglich. Ursprünglich war die Bewerbungs-Deadline für den DPOK auf den 26. März datiert, kurz nach Beginn des "Shutdowns" in Deutschland. Viele bereits gestartete oder geplante DPOK Bewerbungen konnten unter den plötzlich vollkommen neuen Umständen nicht abgeschlossen werden. Zudem sind seitdem zahlreiche neue Online-Kampagnen zur aktuellen Krisensituation entstanden. Aus diesem Grund wurden auch zusätzliche "Covid-19 Kategorien" für den DPOK geschaffen, die nun für weitere Einreichungen offen stehen.

Tipps & Lesehinweise

Medientipp: Statt "Zerstörung" schonungslose Medienkritik von Rezo

Nach der „Zerstörung der CDU“ nun „Die Zerstörung der Presse“? Weit gefehlt, der Youtuber Rezo, präsentiert nach Meinung des Medienjournalisten Daniel Bouhs mit seinem neuen Video „ein Stück Medienkompetenz, wie sie in dieser Zeit mehr denn je Not tut.“ Bouhs setzt sich auf der Website des öffentlich-rechtlichen Senders Rundfunk Berlin-Brandenburg sehr ausführlich mit dem neuen Video Rezos auseinander und attestiert ihm, dass er „die Probleme der Medienlandschaft, der Mediengesellschaft und vor allem auch die Profitgier einzelner Medienkonzerne auf den Punkt bringt“. Das Fazit Bouhs‘ lautet: „Dieses Video ist schonungslose Medienkritik, vor allem mit einem konstruktiven Ansatz: Rezo wünscht sich, dass Medien gerade in dieser Zeit vertraut wird.“ Hier geht es zum Beitrag Bouhs‘ bei rbb24.de, hier direkt zu Rezos Video auf YouTube.

Whitepaper

Gleichmut statt Gänsehaut: Worauf es bei Events im Netz ankommt

Ob Musikkonzerte, Expertenvorträge oder Podiumsdiskussionen: Seit der Corona-Krise steht das virtuelle Event-Parkett im Rampenlicht und zwingt die Veranstaltungsbranche, etablierte Event-Formate vom Analogen ins Digitale zu übersetzen. Der Erfolg von Online-Events hängt nicht nur von der Technik ab, sondern vor allem von relevanten Video-Elementen, Moderation und Dramaturgie. Damit es beim Zuschauer zu Hause prickelt, braucht es Dynamik. Veranstalter können dennoch einiges unternehmen, damit das Online-Event ein Erfolg wird - nicht nur während der Live-Übertragung. In einem Whitepaper erklärt Online- und Offline-Event Experte Maximilian Pohl, Gründer der Eventnet GmbH, worauf es ankommt.

Termine

Deutscher Marketing Tag wird wegen Corona-Pandemie auf 2021 verschoben

Der 47. Deutsche Marketing Tag wird nicht wie geplant Ende dieses Jahres in Berlin stattfinden, sondern auf nächstes Jahr verschoben. Das haben die drei Veranstalter, der Deutsche Marketing Verband, das Management Forum und die „absatzwirtschaft“, entschieden. Grund dafür sind die Einschränkungen infolge der Corona-Pandemie, die eine Durchführung als Präsenzveranstaltung und Networking-Event so wie in der Vergangenheit nicht erlauben. Die Veranstalter wollen die Zeit nutzen, Konzept und Ablauf des Deutschen Marketing Tags zu überarbeiten und an die neuen Gegebenheiten anzupassen.

STAMM Medien-News

Stamm Medien-Newsletter Mai 2020

Der Stamm-Verlag in Essen dokumentiert seit 1947 als einziger deutscher Verlag komplett alle Medien (derzeit zirka 24.000) in Deutschland (Print / Zeitungen + Zeitschriften, Rundfunk / Radio + Fernsehen, Online (seit 2003)). Im April 2020 wurden 5.795 Medien aktualisiert, im letzten Quartal waren es insgesamt 13.749 Medien. Der monatliche „Stamm Medien-Newsletter“ informiert über aktuelle Änderungen in der deutschsprachigen Medienlandschaft (Deutschland, Österreich, Schweiz). Mit freundlicher Genehmigung folgen hier einige Meldungen:

Unternehmens-PR im Dialog

Mut haben, Dinge anders zu machen: Das macht news aktuell in Hamburg aus

Als Geschäftsführerin Edith Stier-Thompson bei news aktuell anfing, sagte ein Journalist der Fachpresse zu ihr: „Wenn man an news aktuell denkt, kommt 'die alte Tante' ots in den Kopf.” Dass diese Aussage etwas getriggert hat und sich news aktuell seither verschrieben hat, sich stets neu zu erfinden, verraten Stier-Thompson und Janina von Jhering, Leiterin der Unternehmenskommunikation, im Interview mit Marie Kück und Debora von der Osten-Sacken vom PRSH, den Public Relations Studierenden aus Hannover. 

Agenturen im Dialog

Hill+Knowlton Strategies setzt auf Nachwuchs und Diversität

Eine Agentur, viele Talente. Ein Grundsatz, mit dem sich die internationale Netzwerkagentur Hill+Knowlton Strategies identifiziert. Gerade Frauen und junge Berufseinsteiger und Berufseinsteigerinnen sind die Talente, die bei der zukunftsorientierten Agentur im Fokus stehen. Wichtig ist Hill+Knowlton auch die internationale Arbeit, denn Talente gibt es überall auf der Welt.

Im Interview mit der studentischen Initiative kommoguntia e.V. beantworten Catherine Dächert-Tessier, CFO von Hill+Knowlton Strategies in Deutschland, Miriam Holbe, Managing Director & Head of Marketing Communications, sowie Anja Klein, Associate Director & Deputy Head of Technology die Fragen der jungen Studentinnen Pilar Zaschke und Michelle Huppertz. Besprochen werden dabei die Themen Berufseinstieg, internationale Ausrichtung als auch Diversität, insbesondere im Bereich Chancengleichheit von Männern und Frauen.

GPRA im Dialog

Straub & Straub: Zwischen PR und Journalismus

Bei der Hamburger Kommunikationsagentur Straub & Straub hat sich in letzter Zeit einiges geändert. Die Agentur konnte neue Großkunden gewinnen, die beiden Geschäftsführer Tina und Rüdiger Straub haben im Sommer 2018 Jahr geheiratet und zuletzt ist der Hamburger Hauptstandort vor erst einem Monat umgezogen. In den neuen Büroräumen haben Marie Fuhr und Laura Möller von campus relations der Agentur einen Besuch abgestattet.

Internes - aus der Redaktion

700. „PR-Journal“-Newsletter: Wir sagen Danke mit attraktiven Sommerkonditionen

PR Journal Logo großNur noch zwei Wochen, dann erscheint der 700. Newsletter der „PR-Journal“-Redaktion, Sonder- und Job-Newsletter nicht mitgezählt. 700 – eine Zahl, die uns ein wenig stolz macht und die zudem Anlass gibt, Danke zu sagen. Verlag und Redaktion sagen Danke an die vielen Leserinnen und Leser, die uns über die Jahre die Treue halten, Danke auch an die Werbepartnerinnen und -partner, die durch ihr Engagement bei uns, dazu beigetragen haben, dass wir uns weiterentwickeln konnten und unsere Services ausbauen konnten. Die Rankings, der „PR-Journal“-Podcast, der Job-Newsletter, die Sonder-Newsletter, unsere Benachrichtigungsabonnements – all das wäre ohne verlässliche Werbepartnerschaften nicht möglich. Als Zeichen des Dankes ziehen wir in diesem Jahr unsere Sommeraktion vor.