Replik V auf GPRA-Präsidentin Schulz

Peter SzyszSzyszka Peter PR Professor HsHka (Foto), PR-Professor an der Hochschule Hannover, ruft im Zuge der aktuellen Diskussion um den Wert der PR-Berufseinsteiger in Erinnerung, dass 2014/2015 bereits ein Dialog zwischen Wissenschaft und Praxis begonnen wurde. „Unsere Dialogbereitschaft wurde nie aufgekündigt. Der Ball ruht seither im Feld der GPRA“, schreibt er. Für die Fortsetzung des Dialogs fordert er in seinem Beitrag Transparenz und Verbindlichkeit.

Nach den Darmstädter Professoren Pleil und Rademacher, Michael Behrent, Geschäftsführer der Agentur Script Communications, den PR-Studierendenorganisationen, der DPRG-Nachwuchsbeauftragen Clara Lamm sowie zahlreichen weiteren Kommentaren in den sozialen Medien und auf verschiedenen Blogs meldet sich mit Professor Szyszka nun eine weitere Stimme aus der Wissenschaft im „PR-Journal“ zu Wort.

Von Peter Szyszka

Da ist sie wieder: Die scheinbar turnusmäßig wiederkehrende Diskussion um Berufseinstieg und Einstiegsgehälter bei PR-Agenturen – tatsächlich ist das Thema unter Fachstudierenden permanent präsent, weil einer verlockenden Vielfalt von Aufgaben und Einblicken beim Berufseinstieg über Agenturen eine Bezahlung am untersten Rand der Gehaltstabelle akademischer Berufseinsteiger gegenübersteht. Die Position, die GPRA-Präsidentin Christiane Schulz für den Agenturverband vertritt, ist legitim, das Problem aber differenzierter.

Stundensätze von 90 Euro? Verweis aufs Pfeffer-Umsatzranking

Dass auch GPRA-Agenturen die Stundenleistungen qualifizierter Mitarbeiter für 90 Euro und weniger verkaufen müssen ist bedauerlich, wirft aber zwei Fragen auf: Sind deren Leistungen so austauschbar, dass sie im discounterähnlichen Preiswettbewerb stehen? Und: Warum verzichten GPRA-Agenturen nicht auf Kunden, die ihre Leistungen nicht wertschätzen? Weil sie einen (Reputations-)Mehrwert besitzen? Massiv können sich diese Defizite nicht in den Bilanzen der GPRA-Agenturen niederschlagen, wenn in ihren Reihen Pro-Kopf-Umsätze von 125.000 Euro und mehr ausgewiesen werden (vgl. Pfeffer-Ranking 2017).

Berufsanfänger sind keine Berater. Richtig. Aber ist das der richtige Maßstab zur Bewertung ihres Leistungsbetrags? PR-Arbeit ist, so wird gerne betont, Teamarbeit und sollte dies gerade bei Agenturen sein. Hintergrundarbeit, Informationsbeschaffung und -aufbereitung, Mitwirkung am Konzeptionsprozess und dessen Umsetzung, das sind Leistungen, für die akademische Berufseinsteiger erworbene Fähigkeiten und Fertigkeiten gewinnbringend einbringen können, auch ihren häufig unbefangenen Blick. Dies wird uns aus der Praxis heraus immer wieder bestätigt.

Unterschiedliche Herkunft mit unterschiedlichem Rüstzeug

Hochschulabsolventen sind nicht gleich Hochschulabsolventen. Unterschieden werden sollte ihre Herkunft (einschlägigen oder nicht-einschlägige Studiengänge) und bei ersteren die Mischung aus allgemeinem und anwendungsorientiertem Rüstzeug. Dieses ist durchaus unterschiedlich. Dazu darf nicht übersehen werden: Viele Absolventen bringen außerdem über einschlägige Langzeitpraktika oder Werkstudententätigkeiten erste Berufserfahrungen mit. So Engagierte sind meist Mitglieder der Studierendenorganisationen, die sich jetzt wieder zu Wort melden.

Der Dialog, den die GRPA anbietet, ist grundsätzlich sinnvoll. Wie erfolgversprechend er sein kann, ist eine andere Frage. Denn zur Vorgeschichte der aktuellen Diskussion gehören auch zwei Gesprächsrunden zwischen GPRA-Vertretern und Vertretern einschlägiger Hochschulen 2014/15 in Frankfurt und Hannover. Gegenstand damals: die Profile von Studienangeboten und Traineeship, für uns mit dem Ziel verbunden, die Passerelle zwischen Hochschul- und Praxisausbildung noch besser und vor allem zielgerichteter zu verzahnen. Die dafür zentrale Frage, welche Bildungsbausteine des Traineeship welche Inhalte konkret und verbindlich abdecken, blieb damals offen, weil es innerhalb der GPRA hierüber offenbar kein Einvernehmen gab. Auch die dann im Dezember 2015 von der GPRA veröffentlichten „Mindeststandards“ beließen es bei Überschriften. Transparenz und Verbindlichkeit sind Voraussetzungen für Kooperation. Unsere Dialogbereitschaft wurde nie aufgekündigt. Der Ball ruht seither im Feld der GPRA.

Transparenz und Verbindlichkeit wären auch wichtig, um gegenüber Berufseinsteigern den Mehr- oder Anderswert des Traineeships bei einer GPRA-Agentur als glaubhaft vermitteln zu können. Statt des für Selbstdarstellung und Werbung denkbar ungeeigneten Begriffs „Mindeststandard“, der zur Assoziation „Mindestlohn“ geradezu einlädt, und Plädoyers für ein Traineeship zum Berufseinstieg wäre es für den PR-Agenturbereich richtungsweisend, wenn auf einer Seite Papier oder im Netz unter dem Stichwort „GPRA-Traineeship“ inhaltlich transparent und verbindlich die besondere Attraktivität und Wertigkeit des ganzen, mit einem Traineeship bei einer qualifizierten PR-Agentur verbundenen Bildungspaktes dargestellt würde. Dies würde alle, die dem Agenturbereich aufgeschlossen gegenüberstehen, bei der Beratung von Studierenden in Sachen Berufseinstiegsentscheidung unterstützen.

Entlohnung muss leistungsgerecht und sozial verantwortbar sein

Meine Haltung zum Gehaltsthema ist einfach: Entlohnung muss leistungsgerecht und sozial verantwortbar sein; letztes gilt insbesondere für Hochpreis-Städte wie München, Hamburg, Düsseldorf oder Frankfurt. Das Gehalt ist aber nur ein Baustein eines Bildungspaktes: Zwei andere sind damit verbundene Bildungsinhalte und individuelle Entwicklungsperspektiven. Fehlen konkrete Aussagen hierzu, dreht sich die Diskussion ums Konkrete. Dies sind Zahlen, die gerade die in den Studierendenorganisationen engagierten Studierenden von den Alumni kennen.

In vielen Fällen liegen Einstiegsgehälter bei mittelständischen und Groß-Unternehmen bei Bachelor-Absolventen um 40 Prozent und bei Masterabsolventen um 80 Prozent über dem GPRA-Mindeststandard – vorausgesetzt, es besteht die genannte Vorerfahrungen aus einschlägiger Praxis. Auch sie sind anderswertig. Deshalb wehren sie sich gegen Gleichmacherei und fordern Wertschätzung durch Differenzierung. Und sie wollen bessere Informationen darüber, was sie bei in einem Traineeship verbindlich erwarten dürfen.

Über den Autor: Peter Szyszka ist Professor für Public Relations, Organisationskommunikation und Kommunikationsmanagement an der Hochschule Hannover. Zwischen 1990 und 2016 hat er am Aufbau und der Entwicklung verschiedener PR-Bildungsangebote in Hochschulen und Erwachsenenbildung in Deutschland, der Schweiz und Österreich mitgewirkt. Aktuell ist er Vorsitzender der Jury des Internationalen Deutschen PR-Preis der Deutschen Public Relations Gesellschaft (DPRG).


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Autorenbeitrag: Agile Arbeitswelten - wo Kommunikationsexperten die Zukunft kommunizieren

Ein leiser Motor brummt, als der Arbeitstisch hochfährt – im Stehen arbeitet es sich besser. Sonst herrscht Stille im Großraumbüro. Der Austausch findet meist hinter Glastüren statt: Im Besprechungsraum ohne Stühle, auf dem gemütlichen Hocker mit Fußbank oder auf der Sitztreppe mit Ausblick auf den Berliner Gendarmenmarkt. – Mit dem neuen Büro geht Piabo neue Wege, angelehnt an Diskurse rund um die perfekte Arbeitsumgebung. Welche Herausforderungen das Office Design in Zeiten von New Work überwinden muss, ist eine Frage, die immer weiter in den gesellschaftlichen Fokus gerät.

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Wir in der PR- und Kommunikationsbranche duzen uns doch eh alle, oder? Na ja, eigentlich schon und dann wiederum auch nicht. Es gibt ja noch Kunden, Louis van Gaal, VW, Deutsche Bank, Key Account Manager und Facebook. Was das mit dem Duzen und Siezen zu tun hat? Darüber klärt Sie gerne unser Sprach-Optimist Murtaza Akbar (Foto) in der neuen Folge seiner Kolumne auf. Zudem hofft er bei einer bestimmten Frage auf Antworten von ganz vielen Sprach-Optimistinnen. Und er möchte konkret wissen, was Sie persönlich von dem ganzen Sprachwirrwarr halten?

Kommentare

Monsanto-Listen: Nicht die Listen sind das Problem … sondern die geistige Haltung dahinter

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Rezensionen

Rezension: „Körpersprache“ als kommunikativer Erfolgsfaktor

Koerpersprache Macht Erfolg M Matschnig CoverLeser sind es gewohnt, an dieser Stelle Rezensionen zu Büchern zu finden, die einen fachwissenschaftlichen oder praktischen Kontext zu Public Relations, Kommunikationsmanagement oder Marketingkommunikation aufwiesen. Inwiefern passt dann ein Buch, das Körpersprache in den Mittelpunkt stellt? Es passt! Das macht die Verfasserin schon auf den allerersten Seiten des von Gabal hochwertig gestalteten 223 Seiten starken Paperbacks (inklusive Stichwortregister und Angaben zur Autorin) sehr deutlich. Denn das Buch geht eindeutig über einen Praxis-Ratgeber hinaus, als was es der Verlag – vielleicht sogar zu bescheiden – ausweist.

Termine

bvik lädt ein zum Tag der Industriekommunikation 2019

Die digitale Transformation stellt alles auf den Kopf und die Zukunftsfähigkeit von B2B-Unternehmen zugleich auf eine harte Probe. Beim Tag der Industriekommunikation (#TIK2019) am 27. Juni in Fürstenfeldbruck erfahren B2B-Marketingentscheider, wie sich Marketing im Kontext digitaler Geschäftsmodelle wandelt und wie sie ihre eigene Rolle neu definieren müssen, um die Zukunft der Industrie maßgeblich mitzugestalten. Unter dem diesjährigen Motto „New Business – New Marketing – New Culture“ bietet der Bundesverband Industriekommunikation (bvik) mit Keynote-Speakern und Praxis-Cases der Industrie einen konkreten Eindruck davon, wie sich das B2B-Marketing der Zukunft aussehen kann.

Bildung/Seminare

Summer Class 2019: news aktuell Academy startet zweitägiges Weiterbildungsformat

Am 9. und 10. Juli findet die erste "Summer Class" der news aktuell Academy statt. An zwei Tagen lernen die Teilnehmer relevante Instrumente und Skills für die tägliche PR-Arbeit. Zielgruppe des neuen Formats sind erfahrene Kommunikatoren aus PR und Marketing, aber auch der Branchennachwuchs – wie Trainees, Volontäre und Junioren – sowie Quereinsteiger aus Agenturen und Unternehmen.

Studien

Kantar-Studie: Skepsis gegenüber Inhalten von Unternehmen

Kantar Studie Dimension 2019 CoverKonsumenten wollen immer genauer wissen, für welche Werte ein Unternehmen steht. Das Schaffen von Vertrauen durch Offenheit, Authentizität und vor allem konsistente Kommunikation gewinnt daher in der Markenkommunikation weiter deutlich an Gewicht. Das zeigen die Ergebnisse der Studie Dimension des internationalen Markforschungs- und Analyseunternehmens Kantar. Für die Studie (das Foto zeigt das Cover), die in diesem Jahr zum dritten Mal durchgeführt wurde, wurden insgesamt 5.000 Konsumenten in China, Großbritannien, Frankreich, Brasilien und den USA repräsentativ befragt. Zudem haben Branchenexperten aus Deutschland und zahlreichen weiteren Ländern ihre Expertise beigetragen.

Whitepaper

Whitepaper: „Mit ‚Kunst‘ und ‚Wissenschaft‘ Kommunikation gestalten“

Wie packe ich es an? Was brauche ich für eine erfolgreiche Kampagne? Eine gut erzählte Geschichte reicht nicht aus, diese Erkenntnis setzt sich zunehmend durch. Durch die Digitalisierung stehen Kommunikatoren heute mehr Informationen zur Verfügung als je zuvor. Doch wie baut man diese ein, ohne das die Kampagne dadurch an Kreativität verliert. Das schwedische Media Intelligence-Unternehmen versucht sich an einer Antwort und zeigt in einem neuen Whitepaper, wie Kommunikatoren die Stärken des klassischen, kreativen Kommunikationsansatzes mit neuen, datenorientierten Ansätzen kombinieren können.

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Lesehinweis: „Barrierefreie PDF-Dokumente erstellen“

Barrierefreie PDF Doks erstellen Buchcover 2019Barrierefreie Kommunikation wird wichtiger. Das Bewusstsein für die Bedeutung einer gleichberechtigten und inklusiven Teilhabe aller Menschen an Information, an barrierefreier Kommunikation und Publikationen wächst – nicht zuletzt auch auf Grund aktueller EU-Richtlinien und gesetzlicher Anforderungen. Für alle die einen Beitrag dazu leisten wollen und häufig mit PDF-Dokumenten zu tun haben, hat der dpunkt.verlag im Mai ein neues Buch herausgegeben: „Barrierefreie PDF-Dokumente erstellen“ heißt es. Die Autoren sind Klaas Posselt und Dirk Frölich.

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Last call: news aktuell sucht die besten PR-Fotos des Jahres noch bis zum 14. Juni

Noch bis zum 14. Juni können Unternehmen, Organisationen und Agenturen ihre besten PR-Fotos des Jahres für den PR-Bild-Award einreichen. Bereits zum 14. Mal würdigt die dpa-Tochter news aktuell, Hamburg, herausragende PR-Fotografie aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Seit 2006 vergibt news aktuell den renommierten Branchenpreis regelmäßig und möchte damit den Stellenwert der PR-Fotografie in der Kommunikationsarbeit stärken.

STAMM Medien-News

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Der Stamm-Verlag in Essen dokumentiert seit 1947 als einziger deutscher Verlag komplett alle Medien (derzeit zirka 24.000) in Deutschland (Print / Zeitungen + Zeitschriften, Rundfunk / Radio + Fernsehen, Online (seit 2003)). Im April 2019 wurden 4.727 Medien aktualisiert, im letzten Quartal waren es insgesamt 16.544 Medien. Der monatliche „Stamm Medien-Newsletter“ informiert über aktuelle Änderungen in der deutschsprachigen Medienlandschaft (Deutschland, Österreich, Schweiz). Mit freundlicher Genehmigung folgen hier einige Meldungen:

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Wilde & Partner: Kommunikation lernt man nur in der Agentur

Agenturen im Dialog mit PR-Studierenden: Nina Brüls von der PR-Initiative PRIHO aus Hohenheim trifft Jens Huwald, den Geschäftsführenden Gesellschafter von Wilde & Partner Communications, in den brandneuen Räumlichkeiten der Agentur. Das Agenturportrait entsteht zu einem Zeitpunkt, da sich die Münchner Agentur komplett neu aufgestellt hat - nicht nur räumlich. Der Location-Wechsel ist der letzte Schritt einer umfangreichen Restrukturierung von Wilde & Partner Communications und symbolisiert den Wandel der Agentur nun auch nach außen. Vom langjährigen PR-Spezialisten zum Full-Service-Anbieter - das ist die Devise. Nina Brüls fragt nach.

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ivw logo 100Unsere diversen Statistiken bilanzieren für das "PR-Journal" im Mai 2019 insgesamt 35.049 Besucher lt. Zählung der IVW Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern, Berlin. Somit errechnet sich insgesamt ein Tagesdurchschnitt von 1.131 Visits. Jede/r Besucher/in schaute sich 1,6 Seiten an - daraus errechnen sich 54.447 PageImpressions für das PR-Medium Nr. 1 im Internet.