Lars Rademacher (© Martin Wessner).

Interview mit dem DRPR-Vorsitzenden Lars Rademacher

Lars Rademacher, seit 2014 Professor für PR an der Darmstädter Hochschule, ist seit Jahresbeginn neuer Vorsitzender des Deutschen Rates für Public Relations (DRPR). Im Gespräch mit dem „PR-Journal“ erläutert er, wie er die Sichtbarkeit des DRPR und die Taktzahl der zu behandelnden Fälle erhöhen will. Zudem verspricht er sich von der neuen Online-Richtlinie eine wachsende Akzeptanz des DRPR-Regelwerks im Markt – über die Trägervereine DPRG, GPRA und BdP hinaus. Am Ende erklärt Rademacher außerdem, warum er den Vorsitz im DRPR für das „schönste Ehrenamt in der PR-Branche“ hält.

PR-Journal: Herr Professor Rademacher, als neuer Vorsitzender des Deutschen Rates für Public Relations haben Sie sich bestimmt viel vorgenommen. Was sind Ihre wichtigsten drei Ziele?
Lars Rademacher: Mir ist es wichtig, die Sichtbarkeit des Deutschen Rates für Public Relations über die aktive Arbeit zu verbessern und den Bearbeitungsstau, den wir derzeit haben, abzubauen. Hier bin ich dankbar, dass mein langjähriger Vorgänger Professor Bentele mich unterstützt. Er bleibt dem DRPR übrigens als Mitglied erhalten.
Zur Verbesserung der Arbeit gehört auch, dass wir die Taktzahl der zu behandeln Fälle erhöhen wollen, wir wollen schneller werden. Die Zeit zwischen einer Anzeige und der Veröffentlichung des Ergebnisses unserer Beratung soll sich deutlich verkürzen.
Als dritten Punkt möchte ich anführen, dass unsere neue Online-Richtlinie, die ich für sehr gut halte, jetzt mit Leben gefüllt wird. Da erwarte ich viele Fälle, denn im Online-Bereich gibt es viel Unwissenheit und somit auch eine relativ große Grauzone.
Darüber hinaus können wir mit unserer Arbeit gegebenenfalls auch einen einheitlichen Standard für alle Gewerke der Branche setzen. Im Online-Bereich treffen wir auf viel Unerfahrenheit, vor allem was die Kennzeichnungspflicht angeht. Also ist mein viertes Ziel, den Kenntnisstand zu den Kodizes in der Branche deutlich zu erhöhen.

„Konflikt mit der de’ge’pol liegt hinter uns“

PR-Journal: Nun ist es zuletzt um die eigentliche Arbeit des DRPR sehr still geworden. Von behandelten Fällen war eher wenig zu hören, viel lauter waren dagegen die Unstimmigkeiten im Trägerverein wahrzunehmen. Wie wollen Sie es schaffen, den Fokus wieder auf die Kernarbeit zu legen?
Rademacher: Indem wir uns auf die Fälle, die anstehen, konzentrieren. Der Konflikt mit der de’ge’pol liegt hinter uns. Wir haben jetzt 18 Ratsmitglieder, die in den drei Ausschüssen Finanzen, Industrie und Wirtschaft sowie Politik zusammenarbeiten. Pro Beschwerde gibt es künftig einen Referenten. Er trägt den Fall vor und lässt seinen Ausschuss entscheiden, ob diese als Fall behandelt wird oder nicht.
Bis auf zwei bis drei persönliche Treffen im Jahr arbeiten wir übrigens künftig auf einer digitalen Plattform zusammen. Das erleichtert unseren ehrenamtlichen Mitgliedern die Arbeit sehr und führt zu mehr Effizienz.

PR-Journal: In Österreich gibt rund um den PRVA eine recht aktive und bis Deutschland vernehmbare Arbeit der dortigen Ethikwächter. Wäre eine enge Zusammenarbeit im deutschsprachigen Raum nicht naheliegend? Und wie sieht es überhaupt aus mit den internationalen Aktivitäten des DRPR?
Rademacher: Wir haben einen sehr guten Kontakt zum österreichischen Ethik-Rat. Das dortige Gremium hat unseren deutschen Kodex weitgehend übernommen, so dass es bei einer länderübergreifenden Zusammenarbeit keine Probleme gibt. Und die neue österreichische Ratsvorsitzende, meine Kollegin Sabine Einwiller von der Uni Wien und ich, kennen uns seit vielen Jahren. Darüber hinaus hat Professor Bentele die internationale Zusammenarbeit sehr gefördert. Das will und soll er weitermachen, so dass unser Netzwerk weiter gestärkt und ausgebaut wird. In Zeiten von Fake News ist eine stärkere internationale Zusammenarbeit der Ethikgremien nicht zu überschätzen.

„Andere Verbände halten viel von unserem regulatorischen Gerüst“

PR-Journal: Die de’ge’pol ist nun nicht mehr dabei. Mit lautem Getöse hat sich der Verband verabschiedet. Fehlt damit aber nicht wichtige Stimme im Konzert der Kommunikationsverbände?
Rademacher: Um das auch an dieser Stelle noch einmal ausdrücklich zu sagen: Ich bedauere außerordentlich, dass die de’ge’pol nicht mehr dabei ist. Sie hat sich aus meiner Sicht damit keinen Gefallen getan. Damit bleibt das Thema Public Affairs aber nicht außen vor. Denn der Rat entscheidet ja autonom und unabhängig von der Zusammensetzung der Trägervereine. Die Trägervereine haben auf die Arbeit des Rats inhaltlich keinen Einfluss, sie halten dem DRPR juristisch den Rücken frei. Und die bestehenden Träger versammeln nach wie vor hohe Kompetenz zum Bereich der politischen Kommunikation und Public Affairs und vertreten auch eine große Mitgliederzahl, die in diesem Bereich arbeitet. Noch wichtiger scheint mir aber zu sein, dass es inzwischen andere Verbände in der Kommunikationsbranche gibt, die viel von unserem regulatorischen Gerüst – speziell von der Onlinerichtlinie – halten. Insbesondere was die Kennzeichnungspflicht angeht, ist hier eine breite Akzeptanz zu spüren. Das ergibt einen größeren Rückhalt und wertet die Arbeit des DRPR auf.

PR-Journal: Aktuell gibt es in der deutschen Kommunikationsbranche quasi einen Hype um so genannte Influencer, die die sozialen Medien gut zu nutzen wissen. Doch längst nicht alle halten sich an die Regeln einer klaren Kennzeichnung von Werbung. Werden wir nach der Verabschiedung der Social Media-Richtlinie in Zukunft mehr von solchen Fällen hören, bei denen Verstöße auch klar vom DRPR geahndet werden?
Rademacher: Wie gesagt, ich rechne hier mit deutlich mehr Fällen, weil wir es mit viel Unkenntnis im Markt zu tun haben. Die Grauzone ist groß – nicht zuletzt, weil semiprofessionelle Akteure am Werk sind, die vollkommen überrascht sind, wenn sie mit dem Hinweis konfrontiert werden, dass Absender von Werbebotschaft klar gekennzeichnet sein müssen.

„Schönstes Ehrenamt in der PR-Branche“

PR-Journal: Wenn Sie in zwei Jahren zur Wiederwahl stehen, was soll dann auf der Habenseite Ihrer Amtszeit stehen?
Rademacher: Dass sich die Sichtbarkeit des Rates erhöht hat, dass wir eine mutige Herangehensweise – auch was technische Neuerungen angeht – an den Tag gelegt haben, und dass wir nicht nur reagiert, sondern auch agiert haben. Schließlich kann der Rat auch selber Fälle aufgreifen.
Zudem möchte ich noch einen persönlichen Aspekt anfügen. Ich finde, der Vorsitz im DRPR ist das schönste Ehrenamt in der PR-Branche. Da wird man nur einmal gefragt. In dieser außergewöhnlichen Rolle darf man auf einen Wirtschaftszweig schauen, der einen Legitimationszwang hat. Mit dem Rat werben wir für die Vertrauenswürdigkeit der PR-Branche. Darauf bin ich stolz und das darf man mir ruhig anmerken.


Wir haben die Kommentarfunktion wegen zu vieler Spam-Kommentare abgeschaltet. Sie können uns aber trotzdem Ihre Meinung zu diesem Artikel als Leserbrief direkt zusenden. Falls Sie wünschen, dass wir Ihren Leserbrief als Kommentar dem Artikel hinzufügen, vermerken Sie dies bitte in der Mail an uns.
leserbrief@pr-journal.de


Werbung

Personalien

Britta Biederlack verstärkt Hill+Knowlton als Senior Digital Strategist

Britta Biederlack (44) unterstützt die internationale Kommunikations- und Markenberatung Hill+Knowlton Strategies im Bereich der digitalen Strategieberatung. Als Senior Digital Strategist ergänzt sie die bestehende Kreativ- und Digitalunit und unterstützt die Beratungs-Teams in Berlin, Düsseldorf und Frankfurt am Main. Biederlack kommt von der Agenturgruppe Brand Galaxy Group, bei der sie den Ausbau der Digital Unit verantwortete und eine Team Academy initiierte.

Etats

Ballou gewinnt neue Kunden und erweitert das Angebotsportfolio

Ballou Colette Gruenderin Ballou PRBallou-PR, eine paneuropäische Agentur für integrierte Kommunikation für Tech-Unternehmen, ist seit Anfang 2019 Vertragsagentur für Mozilla, das Tech-Unternehmen hinter dem Firefox-Browser, den internationalen Anbieter von Open-Source-Cloud-Software Red Hat sowie Cloudflare, Anbieter für Web-Performance und -Sicherheit. Darüber hinaus betreut Ballou den europäischen Markteintritt des Fittech-Unternehmens ClassPass kommunikativ und arbeitet seit dem vergangenen Jahr mit Shopify, einem kanadischen Anbieter für E-Commerce-Software, zusammen. Foto: Agenturgründerin Colette Ballou.

Agenturen

IPRN-Netzwerktreffen in Warschau

Vom 18. bis zum 22. Mai fand in Warschau ein Treffen von PR-Experten aus 25 Ländern statt. Bei der Jahreshauptversammlung und -konferenz des International Public Relations Network (IPRN) tauschten sich Vertreter der Branche über globale Trends, Best Practices und Fallstudien aus. Aleksander Kwasniewski, ehemaliger Präsident der Republik Polen, war der Hauptredner. Er hielt einen leidenschaftlichen Vortrag über die Bedeutung einer wahrheitsgetreuen und transparenten Kommunikation im Zuge der Transformation Polens in den letzten drei Jahrzehnten. Auch die Dortmunder Agentur presigno Unternehmenskommunikation, ein Mitglied des IPRN, reiste anlässlich der Veranstaltung in die polnische Hauptstadt.

Unternehmen

Deutschlands erstes Netzwerk für PR-Volontäre aus Großunternehmen

YoungMinds4Comms Volo Netzwerk LogoDie drei PR-Volontärinnen Jana op den Winkel, Jessica Masik und Viktoria Stölken haben sich 2018 im Rahmen ihres eigenen Volontariats bei der Bayer AG in Leverkusen kennen gelernt und bald festgestellt, dass sie die gleichen Fragen rund um ihr Volontariat, Karrieremöglichkeiten und Berufswege bewegen. Schnell entschlossen sie sich, Deutschlands erstes Netzwerk für PR-Volontäre in Großunternehmen aus der Taufe zu heben und gründeten sich mit Rückendeckung vom Unternehmen unter dem Namen „Young Minds 4 Comms“.

Verbände

DPRG- und PRCC-Panel: „Der Pressesprecher ist nicht tot“

Der Pressesprecher ist auch nicht mehr das, was er einmal war. Und das Berufsbild wird sich weiter wandeln. So kann man die Diskussionsergebnisse des ersten „PRCC-Panels“ am 17. Juni in Düsseldorf zusammenfassen. „Ist der Pressesprecher tot? Oder ist er nicht totzukriegen, so wie die gute alte Schallplatte?“ fragte PRCC-Geschäftsführer Philip Müller in seinem Eingangsstatement, nachdem Udo Seidel, Vorsitzender der Deutschen Public Relations Gesellschaft (DPRG) in Nordrhein-Westfalen, die rund 70 Gäste begrüßt hatte. Geladen hatte die DPRG gemeinsam mit der PRCC Personalberatung, in deren Räumen das Event stattfand.

Medien

Frank Dopheide verlässt Handelsblatt Media Group

Frank Dopheide, bislang Sprecher der Geschäftsführung der Handelsblatt Media Group (HMG), wird seinen Vertrag bei der Mediengruppe für Wirtschaft und Finanzen nicht verlängern, um sich ab 2020 wieder unternehmerisch zu engagieren. Er scheidet ab dem 1. Juli aus der Geschäftsführung und per Ende 2019 aus der HMG aus. Hintergrund sind nach verschiedenen Medienberichten wohl Differenzen mit dem Aufsichtsrat über die künftige Ausrichtung des Verlags. Die „Rheinische Post“ zitiert Dopheide mit den Worten: "Reibung erzeugt Energie. In der Reibung von Aufsichtsrat und mir ist daraus Bremsenergie geworden.“

Branche

GPRA zu Gast bei kommoguntia und KOMMON

In den letzten Wochen und Monaten intensiviert die Gesellschaft führender Kommunikationsagenturen (GPRA) den Dialog mit Studierenden aus ganz Deutschland. Probleme werden definiert, Missverständnisse geklärt. Am 9. Juli 2019 macht die vom „PR-Journal“ initiierte Roadshow Halt in Mainz. GPRA-Vertreter diskutieren mit der studentischen PR-Initiative kommoguntia e.V. und der Studierendeninitiative KOMMON, die aus Darmstadt anreist zum Thema „Wie Traineeships heute für den Berufseinstieg qualifizieren“.

Studenten-Initiativen

Roadshow zu Gast in Lingen: #YoungPRPros fordert euren Wert ein!

KommunikOS Logo breitDie Resonanz auf die vom „PR-Journal“ initiierte Roadshow zur Nachwuchsdebatte ist nach wie vor groß. Auch nach dem letzten Besuch der Agenturvertreter aus der Gesellschaft der PR- und Kommunikationsagenturen in Deutschland (GPRA) am 11. Juni in Lingen veröffentliche die gastgebende PR-Initiative noch einen eigenen Veranstaltungsbericht. KommunikOS fordert darin, dass die Berufseinsteiger ihren Wert einfordern sollten. Hier geht’s direkt zum Beitrag auf die KommunikOS-Website. Der Bericht des „PR-Journals“ ist hier zu finden. Eine weitere Stellungnahme zur Diskussion um den Wert von Traineeships hat Veit Mathauer verfasst, Inhaber der Stuttgarter GPRA-Agentur Sympra.

Social Media

Arbeitskreis Social Media startet Neuauflage seiner Jahresstudie

Der Erste Arbeitskreis für Social Media in der B2B-Kommunikation setzt seine Studienreiche auch im Jahr 2019 fort. Zum neunten Mal in Folge geht der Arbeitskreis in seiner aktuellen Umfrage der Frage nach, wie B2B-Unternehmen Social Media nutzen. Im Fokus steht in diesem Jahr die Frage: „Social Media in der B2B Kommunikation – wie verändert sich die Nutzung der Kanäle?“. Die Umfrage ist vom 3. Juni bis zum 2. August bei Surveymonkey unter diesem Link für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer geöffnet.

Das PR-Interview

PR-Interview: Wie die Grohe AG die „Digitalisierung von Wasser“ kommunizieren will

Für Kommunikationschef Thorsten Sperlich ist das Thema wie ein Sechser im Lotto

Märkte verändern sich, die Digitalisierung hält Einzug in Branchen, bei denen man es auf den ersten Blick nicht unbedingt erwartet. Die Sanitärbranche, insbesondere das technologische Angebot für Bäder und Küchen, ist da ein Beispiel. In diesem Markt aktiv ist die Grohe AG, eine globale Marke für ganzheitliche Badlösungen und Küchenarmaturen. Das Unternehmen gehört seit 2014 zur japanischen LIXIL Group Corporation. In Deutschland gibt es in Hemer, Lahr und Porta Westfalica noch drei Fertigungsstätten, der Hauptsitz ist in Düsseldorf. Das „PR-Journal“ sprach mit Kommunikationschef Thorsten Sperlich über die kommunikativen Herausforderungen für sein Unternehmen.

Autoren-Beiträge

Autorenbeitrag: Sympra sucht Bachelorabsolventen als Senior Consultant

Nach verschiedenen Berichten und Nachbetrachtungen zur Roadshow des „PR-Journals“ mit der GPRA äußert sich nun auch Veit Mathauer, Geschäftsführer der Stuttgarter Agentur Sympra und Lehrbeauftragter an verschiedenen Hochschulen.

"Liebe Studierende der Kommunikationswissenschaften, ich bin seit 27 Jahren Geschäftsführer einer PR-Agentur, und in dieser Zeit haben meine Kollegen und ich – geschätzt – zwei Dutzend Volontäre und Trainees ausgebildet. Viele von ihnen sind heute in verantwortungsvollen Positionen in Unternehmen oder anderen Agenturen, einige sind bei uns geblieben, als Senior Consultant, Unitleiter oder als Geschäftsführerin.

Der Sprach-Optimist

Duzen oder Siezen oder wie jetzt?

Wir in der PR- und Kommunikationsbranche duzen uns doch eh alle, oder? Na ja, eigentlich schon und dann wiederum auch nicht. Es gibt ja noch Kunden, Louis van Gaal, VW, Deutsche Bank, Key Account Manager und Facebook. Was das mit dem Duzen und Siezen zu tun hat? Darüber klärt Sie gerne unser Sprach-Optimist Murtaza Akbar (Foto) in der neuen Folge seiner Kolumne auf. Zudem hofft er bei einer bestimmten Frage auf Antworten von ganz vielen Sprach-Optimistinnen. Und er möchte konkret wissen, was Sie persönlich von dem ganzen Sprachwirrwarr halten?

Kommentare

Monsanto-Listen: Nicht die Listen sind das Problem … sondern die geistige Haltung dahinter

Forthmann Joerg Gf Faktenkontor klein querBereits am 14. Mai, wenige Tage nachdem bekannt wurde, dass Monsanto Listen über Befürworter und Kritiker führt, hat PR-Berater Frank Zimmermann im „PR-Journal“ die Aufregung als „Sturm im Wasserglas“ eingeordnet. Auch der Deutsche Rat für Public Relations meldete sich zu Wort und mahnte zur Besinnung und warnte vor einer medialen Hysterie. Doch trotz aller Beschwichtigung und Appelle an die Vernunft, das Thema bleibt heiß diskutiert. Inzwischen hat Bayer die Zusammenarbeit mit der Agentur Fleishman Hillard endgültig beendet und die internationale Anwaltskanzlei Sidley Austin beauftragt, die „Affäre“ zu untersuchen. Krisenexperte Jörg Forthmann (Foto) betrachtet den Fall für das „PR-Journal“ noch einmal aus einem anderen Blickwinkel. Er meint, nicht die Listen seien das Problem, sondern die geistige Haltung dahinter.

Rezensionen

Rezension: „Körpersprache“ als kommunikativer Erfolgsfaktor

Koerpersprache Macht Erfolg M Matschnig CoverLeser sind es gewohnt, an dieser Stelle Rezensionen zu Büchern zu finden, die einen fachwissenschaftlichen oder praktischen Kontext zu Public Relations, Kommunikationsmanagement oder Marketingkommunikation aufwiesen. Inwiefern passt dann ein Buch, das Körpersprache in den Mittelpunkt stellt? Es passt! Das macht die Verfasserin schon auf den allerersten Seiten des von Gabal hochwertig gestalteten 223 Seiten starken Paperbacks (inklusive Stichwortregister und Angaben zur Autorin) sehr deutlich. Denn das Buch geht eindeutig über einen Praxis-Ratgeber hinaus, als was es der Verlag – vielleicht sogar zu bescheiden – ausweist.

Termine

bvik lädt ein zum Tag der Industriekommunikation 2019

Die digitale Transformation stellt alles auf den Kopf und die Zukunftsfähigkeit von B2B-Unternehmen zugleich auf eine harte Probe. Beim Tag der Industriekommunikation (#TIK2019) am 27. Juni in Fürstenfeldbruck erfahren B2B-Marketingentscheider, wie sich Marketing im Kontext digitaler Geschäftsmodelle wandelt und wie sie ihre eigene Rolle neu definieren müssen, um die Zukunft der Industrie maßgeblich mitzugestalten. Unter dem diesjährigen Motto „New Business – New Marketing – New Culture“ bietet der Bundesverband Industriekommunikation (bvik) mit Keynote-Speakern und Praxis-Cases der Industrie einen konkreten Eindruck davon, wie sich das B2B-Marketing der Zukunft aussehen kann.

Bildung/Seminare

Karriereprogramm dapr.dual: 150 Nachwuchstalente suchen Arbeitgeber

DAPR dual Logo 2019Ein ungebrochenes Interesse von Seiten junger Brancheneinsteigerinnen und -einsteiger am Karriereprogramm dapr.dual vermeldet die Deutsche Akademie für Public Relations (dapr): Über 150 Bewerbungen liegen der dapr inzwischen vor, die Vermittlung ist für Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber der Kommunikationsbranche kostenfrei. Eine Studienfinanzierung durch die Unternehmenspartner ermöglicht es den Kandidatinnen und Kandidaten, ihre universitäre Ausbildung parallel zum Berufseinstieg fortzuführen.

Studien

Umfrage von Instinctif Partners: Finanzunternehmen sehen wachsende Gefahr von Cyber-Attacken

Cyber-Angriffe und Datenschutzverletzungen rücken stärker ins Blickfeld von Unternehmen. Bei einer aktuellen Umfrage der internationalen Kommunikationsberatung Instinctif Partners unter 21 in Deutschland registrierten Finanzdienstleistern wurde das bestätigt. Als sehr gefährlich werten bei Cyber-Attacken demnach 52 Prozent der Befragten den Verlust von Kunden, 47 Prozent generelle Reputationsschäden, aber nur 19 Prozent finanzielle Nachteile durch Haftung, Strafzahlung oder Erpressung. Auch das Risiko einer Beeinträchtigung der Social-Media-Kanäle infolge eines Cyber-Angriffs wird unterschätzt: Nur knapp ein Fünftel der Umfrageteilnehmer sieht hier eine hohe Gefahr.

Whitepaper

Whitepaper: „Mit ‚Kunst‘ und ‚Wissenschaft‘ Kommunikation gestalten“

Wie packe ich es an? Was brauche ich für eine erfolgreiche Kampagne? Eine gut erzählte Geschichte reicht nicht aus, diese Erkenntnis setzt sich zunehmend durch. Durch die Digitalisierung stehen Kommunikatoren heute mehr Informationen zur Verfügung als je zuvor. Doch wie baut man diese ein, ohne das die Kampagne dadurch an Kreativität verliert. Das schwedische Media Intelligence-Unternehmen versucht sich an einer Antwort und zeigt in einem neuen Whitepaper, wie Kommunikatoren die Stärken des klassischen, kreativen Kommunikationsansatzes mit neuen, datenorientierten Ansätzen kombinieren können.

Tipps & Lesehinweise

PR in digitalen Zeiten: Online wächst, offline bleibt

PR Goes Digital Haufe Verlag CoverOnline-Pressebereiche, die angelegt und bestückt werden müssen, Social-Media-Kanäle, die täglich neuen Input und Moderation brauchen, und das alles in kürzester Zeit und immer topaktuell: Nicht nur die Betätigungsfelder von PR-Fachleuten haben sich mit der Digitalisierung gewandelt. Sondern vor allem auch die Geschwindigkeit, mit der alles passiert. Gleichzeitig haben die klassischen Werkzeuge und Strategien der PR nach wie vor Bestand. Die Haufe-Neuerscheinung „Public Relations goes digital“ bringt beide Welten zusammen und liefert Leitfäden für die Umsetzung von Online- und Offline-Maßnahmen.

Preise und Awards

Last call: news aktuell sucht die besten PR-Fotos des Jahres noch bis zum 14. Juni

Noch bis zum 14. Juni können Unternehmen, Organisationen und Agenturen ihre besten PR-Fotos des Jahres für den PR-Bild-Award einreichen. Bereits zum 14. Mal würdigt die dpa-Tochter news aktuell, Hamburg, herausragende PR-Fotografie aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Seit 2006 vergibt news aktuell den renommierten Branchenpreis regelmäßig und möchte damit den Stellenwert der PR-Fotografie in der Kommunikationsarbeit stärken.

STAMM Medien-News

Stamm Medien-Newsletter Juni 2019

Der Stamm-Verlag in Essen dokumentiert seit 1947 als einziger deutscher Verlag komplett alle Medien (derzeit zirka 24.000) in Deutschland (Print / Zeitungen + Zeitschriften, Rundfunk / Radio + Fernsehen, Online (seit 2003)). Im April 2019 wurden 4.727 Medien aktualisiert, im letzten Quartal waren es insgesamt 16.544 Medien. Der monatliche „Stamm Medien-Newsletter“ informiert über aktuelle Änderungen in der deutschsprachigen Medienlandschaft (Deutschland, Österreich, Schweiz). Mit freundlicher Genehmigung folgen hier einige Meldungen:

Agenturen im Dialog

Wilde & Partner: Kommunikation lernt man nur in der Agentur

Agenturen im Dialog mit PR-Studierenden: Nina Brüls von der PR-Initiative PRIHO aus Hohenheim trifft Jens Huwald, den Geschäftsführenden Gesellschafter von Wilde & Partner Communications, in den brandneuen Räumlichkeiten der Agentur. Das Agenturportrait entsteht zu einem Zeitpunkt, da sich die Münchner Agentur komplett neu aufgestellt hat - nicht nur räumlich. Der Location-Wechsel ist der letzte Schritt einer umfangreichen Restrukturierung von Wilde & Partner Communications und symbolisiert den Wandel der Agentur nun auch nach außen. Vom langjährigen PR-Spezialisten zum Full-Service-Anbieter - das ist die Devise. Nina Brüls fragt nach.

GPRA im Dialog

Straub & Straub: Zwischen PR und Journalismus

Bei der Hamburger Kommunikationsagentur Straub & Straub hat sich in letzter Zeit einiges geändert. Die Agentur konnte neue Großkunden gewinnen, die beiden Geschäftsführer Tina und Rüdiger Straub haben im Sommer 2018 Jahr geheiratet und zuletzt ist der Hamburger Hauptstandort vor erst einem Monat umgezogen. In den neuen Büroräumen haben Marie Fuhr und Laura Möller von campus relations der Agentur einen Besuch abgestattet.

Internes - aus der Redaktion

PR-Journal im Mai 2019: 35.049 Besucher; 38,6 % Mobilnutzung

ivw logo 100Unsere diversen Statistiken bilanzieren für das "PR-Journal" im Mai 2019 insgesamt 35.049 Besucher lt. Zählung der IVW Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern, Berlin. Somit errechnet sich insgesamt ein Tagesdurchschnitt von 1.131 Visits. Jede/r Besucher/in schaute sich 1,6 Seiten an - daraus errechnen sich 54.447 PageImpressions für das PR-Medium Nr. 1 im Internet.