Die Top 10-Liste der 60 MDax-Gesellschaften. Der Indexwert (linke Spalte) der Unternehmen basiert also auf der Summe der Prozentwerte bei den sieben Reputationsindikatoren. (Tabelle: Dr. Doeblin Wirtschaftsforschung)

Im Durchschnitt ist jede der 60 MDax-Gesellschaften rund 30 Prozent der Bevölkerung bekannt. Die bekanntesten MDax-Gesellschaften sind die Commerzbank, Zalando und Fielmann. Dies belegt eine repräsentative Bevölkerungsumfrage mit 1.515 Teilnehmern der Dr. Doeblin Wirtschaftsforschung, Berlin, vom Oktober 2019. Das Institut bat die Befragten auch, die MDax-Gesellschaften nach den Reputationsindikatoren „Sympathie“, „Dynamik“, „Finanzielle Solidität“, „CSR-Engagement“, die Qualitäten als Arbeitgeber („Guter Arbeitgeber“) sowie die „Verbundenheit zum Standort Deutschland“ einzustufen. 

Die Spitzenposition beim „MDax-Reputationsindex“, der die Ergebnisse der sieben Reputationsindikatoren (inklusive Bekanntheit) zusammenfasst, erreicht der fränkische Sportartikel-Hersteller Puma. Fielmann und Hugo Boss schaffen es ebenfalls in die Elitegruppe der Top 3 MDax-Gesellschaften mit der besten Gesamtreputation. Puma belegt auch die jeweiligen Spitzenplätze bei den Einzelindikatoren „Sympathie“, „Finanzielle Solidität“ und „CSR-Engagement“. Fielmann setzt sich bei den Indikatoren „Guter Arbeitgeber“ sowie „Verbundenheit zum Standort Deutschland“ an die Spitze der MDax-Gesellschaften. Zalando führt die MDax-Liste beim Indikator „Dynamik“ an. 

Außerhalb der Top 10 beim „Reputationsindex MDax“ sinken die Reputationswerte schnell ab. Dies gilt speziell für die Einzelindikatoren „Sympathie“, „Dynamik“ und „CSR-Engagement“. Die meisten MDax-Gesellschaften erreichen dann nur noch Prozentanteile im einstelligen Bereich.

Auch bei der Frage nach der Bekanntheit wesentlicher Aktienindizes kann der MDax-Index mit 24 Prozent nicht mit Indizes wie dem Dax (71 %) oder Dow Jones (56 %) mithalten. Die Bekanntheit des MDax-Index entspricht in etwa dem des TecDax (25 %) und des Euro Stoxx 50 (22 %). Immerhin: Bei Befragten mit Interesse an den Themengebieten „Börse / Finanzen“ erreicht der MDax-Index eine Bekanntheit von gut der Hälfte der Befragten (54 %). 

In der Studie wurde auch die Reputation der MDax-CEOs ermittelt. Beim „Reputationsindex MDax-CEOs“, der sich auch aus sieben Indikatoren zusammensetzt, belegt mit Abstand Günther Fielmann vom Augenoptik-Spezialisten Fielmann die Spitzenposition. Die für Familienunternehmen typische Namens-Identität von Unternehmen und Unternehmensführung dürfte für den Ranking-Erfolg ausschlaggebend sein. Die Top 3 ergänzen Thomas Rabe von der RTL Group und Mark Langer von Hugo Boss. Die meisten MDax-CEOs sind jedoch in der Bevölkerung kaum bekannt. 

Studienleiter Jürgen Doeblin: „Die MDax-Unternehmen repräsentieren das Rückgrat der deutschen Wirtschaft. Dahinter stehen vielfach beeindruckende Erfolgsstories von Mittelständlern, darunter klug geführten Familienunternehmen. In der Bevölkerung verfügen jedoch nur einige wenige MDax-Platzhirsche über eine respektable Reputation, der große Rest kämpft um Wahrnehmung und Ansehen. Als Gruppe sollten sich die MDax-Unternehmen noch stärker um eine Gemeinschaftsidentität unter der Dachmarke des MDax-Index bemühen. Dies könnte auch dem Kapitalmarkt-Standing dienen.“ 


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