Nachhaltigkeit unter Druck: Wie umgehen mit dem ESG-Backlash?
Zwischen Eiertanz und Aktivismus – ein Impuls aus kommunikativer Sicht
In Deutschland hat er bislang nur begrenzt Wellen geschlagen, doch die englischsprachige Finanzwelt hält er in Atem: der ESG-Backlash, also die Kritik an den Nachhaltigkeitspraktiken der großen Investmenthäuser, Banken und Versicherungen. Die kam zunächst vor allem von konservativen Politikern in den USA, greift aber immer stärker auch unter Investoren um sich.
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Unternehmen müssten mehr denn je in ihre operationelle Sicherheit und Stabilität investieren, betonte der Präsident der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) Mark Branson bei der Vorlage des Berichts „Risiken im Fokus der BaFin 2024, den die BaFin am 23. Januar 2024 veröffentlicht hat. Cyperattacken oder IT-Pannen stellen aus Sicht der Finanzaufsicht eines der größten Risiken für den Finanzsektor dar. Diese Störungen müssten nicht einmal bei Banken und Versicherern selbst auftreten. Auch plötzliche Probleme bei von ihnen beauftragten Dienstleistern könnten das ganze System beeinflussen, heißt es in der betreffenden Pressemitteilung der BaFin.
Sustainability Finance gewinnt im gesamten Finanzsektor zunehmend an Bedeutung. Es bedeutet, ESG-Aspekte (Enviroment, Social, Governance) bei finanziellen Entscheidungen zu berücksichtigen. Hierfür hat die EU bereits im Rahmen des European Green Deal ein umfangreiches Gesetzespaket verabschiedet, weitere Vorgaben folgen. Auch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) beschäftigt sich mit ihnen und berücksichtigt Nachhaltigkeitsaspekte systematisch im Rahmen ihrer Aufsicht.
Die neue Studie von PricewaterhouseCoopers (PwC) „Digitalisierung im Finanz- und Rechnungswesen 2023“ bringt es hervor: Knapp 60 Prozent der befragten Unternehmen arbeiten an einer umfassenden Transformation ihrer Finanzfunktion. Zudem erhöhen die Personalknappheit und Regulatorik den Technologiedruck. Ein weiteres Ergebnis: Knapp 20 Prozent der Befragten würden einen vollumfänglichen Datenabzug im Zuge der Abschlussprüfung gestatten.
Die diesjährige Corporate Governance Auswertung der Deutschen Vereinigung für Finanzanalyse und Asset Management (DVFA), Frankfurt am Main, liegt vor. Die „Scorecard for Corporate Governance“ zeichnet ein insgesamt stabilisiertes Bild der Governance-Qualität über alle drei DAX-Segmente und unterstreicht die Akzeptanz der DVFA Scorecard als Instrument zur Beurteilung auch aufseiten der Emittenten. Das Ergebnis zeigt eine klare Verbesserung der durchschnittlichen Qualität in guter Unternehmensführung und -kontrolle.
Wie gelingt es, eine gute Reputation aufzubauen, diese zu schützen und zu pflegen? Antworten auf diese Frage gibt ein neuer Praxisleitfaden, der sich speziell an Unternehmerfamilien richtet. Unter der Überschrift „Reputationsmanagement für Unternehmerfamilien“ wird der Praxisleitfaden vom Wittener Institut für Familienunternehmen (WIFU), das an der Universität Witten / Herdecke, und der Kommunikationsberatung Charles Barker, Frankfurt am Main, herausgegeben.
Das Team des Corporate Reporting Monitor hat in Zusammenarbeit mit Deloitte und ausgewählten Emittenten die im DACH-Raum vielbeachtete Studie „