Das KommunikOS-Team freut sich schon auf die #KoMaktuell22.

Am 17. April ludt die studentischen PR-Initiative KommunikOS am Campus Lingen zur „KoMaktuell – Trends im Kommunikationsmanagement“. Nach der Keynote von Nico Kunkel, der u.a. die Netzwerke #30u30 und YoungPRPros ins Leben gerufen hat, standen die Themen Corporate Digital Responsibility, Wissenschaftsjournalismus und Hassrede im Netz im Fokus. Umgesetzt wurde das Event mit der Videokonferenz-Plattform Veertly.

Isabelle Ewald, Referentin für künstliche Intelligenz bei Dataport, gewährte den Kommunikationsinteressierten im ersten Vortrag des Tages Einblicke in die Relevanz von Daten-PR im Kommunikationsmanagement. So stellte sie beispielsweise die goldene Regel der Daten-Visualisierung vor: "Form follows function". Außerdem betonte sie, dass sich anhand von Daten einzigartige Geschichten mit Unternehmensbezug erzählen ließen.

In der anschließenden Session mit Carsten Rossi, Geschäftsfürer bei Kammann Rossi, drehte sich alles um neue kommunikative Entwicklungen und Tätigkeitsfelder. Rossi arbeitete dabei die Corporate Digital Responsibility (CDR) als "Schatzkiste für Kommunikationsmanager und Kommunikationsmanagerinnen" heraus. Ein wichtiger Bestandteil dieser sei das digitale Wohlbefinden, welches künftig deutlich an Relevanz gewinnen würde. Potenzial sieht er in diesem Zusammenhang im strategischen Storytelling, einem Dreiklang aus dem Schaffen von Awareness, der Verbreitung von Wissen und dem Involvieren von Mitarbeitenden.

Dr. med. Martina Lenzen-Schulte, die u.a. als Redakteurin beim Deutschen Ärzteblatt arbeitet, bot unter dem Motto „Das Leben zwischen Fakten und News“ im Laufe des dritten Vortrags Einblicke in die Vielseitigkeit ihres Redaktionsalltags. Den Young Professionals und Studierenden gab sie mit auf den Weg: „Transparente und klare Kommunikation sind immer das A und O – nicht nur im Wissenschaftsjournalismus“.

Passend hierzu ging es auch in der Abschlussdiskussion um Transparenz. Unter der Moderation von KommunikOS' stellvertretenden Vorsitzenden Marcel Landwehr diskutierten Timo Lommatzsch, Geschäftsführer bei segmenta:futurista, Barbara Costanzo, Vice President Group Social Engagement bei Deutsche Telekom, Tiemo Wölken, SPD-Politiker und Abgeordneter im Europäischen Parlament, und Sophia Johanna Schlosser, Promovierende an der ETH Zürich. Auf die Frage, wie Unternehmen Hate Speech begegnen könnten, riet Schlosser, das Problem als ein elementares in der Gesellschaft ernst zu nehmen. Lommatzsch konkretisierte, dass Unternehmen anstreben sollten, eine Kultur zu schaffen, in der offen über Ängste geredet werden könne. Ergänzend hierzu forderte Costanzo, das mit dem Kommunikationsmanagement betraute Team stärker im Bereich Community-Management weiterzubilden und bei Hasskommentaren auch juristisch tätig zu werden. Doch das Podium ist sich einig: Hate Speech ist und bleibt eine der größten Herausforderungen in der digitalen Kommunikation. „Hass darf nicht stehen bleiben“, wie Wölken es formulierte.

KommunikOS hat es geschafft, sich nicht nur technisch im Vergleich zur Veranstaltung im letzten Jahr zu steigern. Teilnehmende loben Organisation, Input und die Möglichkeiten zum Netzwerken - auch wenn sich wie vielerorts die Studierenden natürlich wieder auf den persönlichen Austausch freuen und mit großer Hoffnung auf das Jahr 2022 schauen.


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