Manchmal ist das Vereinsleben irgendwie kurios – man bearbeitet seine aktuell relevanten Themen, verfolgt den selbst vorgegebenen Fahrplan und bewegt sich in erster Linie im Dunstkreis seines eigenen Mikrokosmos. Infoveranstaltungen, Exkursionen und Workshops werden geplant und durchgeführt, aktuelle Branchenthemen diskutiert und Stellung bezogen – „business as usual“ sozusagen. Und daran ist auch definitiv nichts auszusetzen. Schließlich leben Studentenvereine von ihren regelmäßigen Treffen, dem gemeinsam „Anpacken“ und dem direkten Austausch untereinander sowie mit Alumni und Professionals.

Kurios mutet es allerdings genau dann an, wenn man den Blick nach links und rechts etwas zu verlieren scheint. Schließlich gibt es an den verschiedensten Standorten in Deutschland eine enorme Fülle an PR-Studierenden – Tendenz steigend. Organisierte PR-Studenten-Vereine existieren dementsprechend nicht nur am Standort Leipzig, sondern in der gesamten Bundesrepublik. Und obwohl im Großen und Ganzen die Themen oftmals dieselben sind, neigt man im Tagesgeschäft dann doch dazu, eher sein eigenes Süppchen zu kochen.

Um diesem grundsätzlichen Problem entgegenzuwirken, setzt sich bereits seit einigen Jahren mit Nico Kunkel (PR Career Center) ein Medienjournalist für den PR-Nachwuchs ein – ausgerechnet, ist man geneigt zu sagen. Gemeinsam mit ausgewählten Landesgruppenvertretern der DPRG lud Kunkel die Studenten-Initiativen am Samstag, 21. April 2018, zur Veranstaltung unter dem Motto #youngPRPros nach Frankfurt in die Räumlichkeiten von Klenk & Hoursch ein – zum Kennenlernen, Vernetzen und Diskutieren. Vorstände von PRIHO, KommunikOS, KOMMON, kommoguntia, PRSH und LPRS folgten mit Wohlwollen der Einladung in die Büros vor der Frankfurter Skyline.

Einer kurzen Kick-Off Kennlernrunde folgte der direkte Einstieg in die Diskussion um Themen, die wohl jede Initiative mehr oder weniger betreffen dürften: Wie strukturieren sich die Vereine? Wo hat man selbst Verbesserungspotential? Was ist alles beim Berufseinstieg zu beachten und wie können wir als Vereine zukünftig voneinander profitieren und lernen?

Sicherlich konnten in der Kürze der Zeit nicht sämtliche Punkte allumfänglich gelöst werden – und doch darf das Treffen als potentielle Initialzündung gesehen werden, um in Zukunft häufiger gemeinsame Themen und Diskurse anzustoßen und eine solidarische Haltung bei wichtigen Branchenthemen zu entwickeln. Schließlich hat das Treffen genau bei dem geholfen, was im Alltag oftmals zu kurz kommt: der Blick nach links und rechts.


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