Hugo Jung, viele Jahre Präsident und Ehrenmitglied der DPRG Deutsche Public Relations Gesellschaft, ist am 6. Dezember im Alter von 64 Jahren in seinem Heimatwohnort Mörfelden-Walldorf gestorben. Er hat sich engagiert für den Dialog in der Branche und die Qualifizierung des PR-Berufes eingesetzt. Seine Botschaft war: "Wer nicht miteinander redet, hat bald nichts mehr zu sagen".

Jung war Träger des Bundesverdienstkreuzes und bis 2003 langjähriger Geschäftsführer der Informationszentrale Elektrizitätswirtschaft (IZE) in Frankfurt am Main sowie stellvertretender PR-Chef bei Hoechst. Elf Jahre war er im Präsidium der DPRG, davon neun Jahre bis 1994 als Präsident. "Sein Tod hinterlässt tiefe Trauer und Betroffenheit. Wir werden Hugo Jung um seiner Verdienste und seiner großartigen Persönlichkeit willen stets ein ehrendes Andenken bewahren", so DPRG-Präsident Ulrich Nies.

Hugo Jung war ein großer Kommunikator und steht als "längst gedienter" DPRG-Präsident in einer Reihe mit den verstorbenen Albert Oeckl (ehemals BASF und bisher einziger Ehrenpräsident) und Hartmut Stollreiter (früher IBM). In seiner Heimatstadt Mörfelden-Walldorf war er auch viele Jahre politisch engagiert - u.a. 31 Jahre als Vorsitzender der CDU-Stadtratsfraktion. Wegen seiner engagierten aber auch ausgleichenden Art war er über alle Parteigrenzen hinweg geschätzt.

Unter Hugo Jung erlebte der PR-Berufsverband seine beste Zeit. Er war Stratege und Vorausdenker und wirkte stets motivierend. Der PR-Nachwuchs lag ihm sehr am Herzen. Nicht alle seine Nachfolger erreichten sein Niveau, ja sie beschädigten teils auch die geleistete Aufbauarbeit. Selbst der offizielle Nachruf des Verbandes war zudem fehlerhaft formuliert. Der DPRG täte das von Jung vorgelebte Engagement und seine Professionalität gut - die Mitglieder und die Branche hätten es verdient. - Gerhard A. Pfeffer, Siegburg -


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