Weber Achim Vorstandssprecher AIKA 2019Die Allianz Inhabergeführter Kommunikationsagenturen (AIKA) spricht sich klar gegen die Einführung einer Quellensteuer aus, mit der Unternehmen und vor allem Agenturen, die bei Online-Plattformen wie Google, Facebook etc. werben, auch rückwirkend zur Kasse gebeten werden sollen. Vorstandssprecher Achim Weber (Foto), im Hauptberuf Geschäftsführer der Agentur acrobat, Hamburg: „Sollte dieser Wahnsinn tatsächlich Realität werden, ist die Existenz vor allem kleiner und mittlerer Agenturen gefährdet. Der Staat muss die Steuer dort eintreiben, wo sie gezahlt werden muss – nämlich bei den großen Internet-Plattformen“.

Nach Medienberichten haben sich Finanzbeamte aus München den Weg über die Werbetreibenden ausgedacht, um Steuern bei den Plattformbetreibern indirekt eintreiben zu können. Auf bezahlte Werbung bei Google, Facebook & Co. soll zunächst rückwirkend für die Jahre 2012 und 2013 eine Quellensteuer von 15 Prozent gezahlt werden. Weber: „Und dieses Geld sollen sich die Agenturen und Unternehmen dann bei den Plattformbetreibern zurückholen. Das ist nicht nur weltfremd, sondern für die Betriebe bestandsgefährdend“.

Auch wenn dieses Vorgehen bundesweit innerhalb der Finanzbehörden umstritten sei, müssten sich die Agenturen klar positionieren. „AIKA versteht sich als Sachwalter der Interessen von mittelständischen Agenturen. Wir werden dem Treiben der Finanzbehörden nicht tatenlos zusehen“, kündigt Weber an.


Wir haben die Kommentarfunktion wegen zu vieler Spam-Kommentare abgeschaltet. Sie können uns aber trotzdem Ihre Meinung zu diesem Artikel als Leserbrief direkt zusenden. Falls Sie wünschen, dass wir Ihren Leserbrief als Kommentar dem Artikel hinzufügen, vermerken Sie dies bitte in der Mail an uns.
leserbrief@pr-journal.de


Werbung

Heute NEU im PR-Journal