Medien Vize-Chefredakteurin Melanie Amann verlässt den "Spiegel"
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- von Jana Pietsch, Hamburg
Melanie Amann (Foto: Peter Rigaud), stellvertretende Chefredakteurin des "Spiegel", verlässt das Nachrichtenmagazin zum Jahresende. Bis dahin bleibt sie als Autorin der Chefredaktion tätig.
Amann ist promovierte Juristin und verbrachte von 2003 bis 2004 ein Jahr an der Deutschen Journalistenschule. Nach Stationen bei der "Financial Times Deutschland", der "FAZ" und "FAS" kam sie 2013 zum "Spiegel". Ab 2019 leitete sie das Hauptstadtbüro, 2021 rückte sie unter dem damaligen Chefredakteur Steffen Klusmann zusätzlich in die Chefredaktion auf. 2023 wurde sie Vize des aktuellen Chefredakteurs Dirk Kurbjuweit.
Kurbjuweit: "Ich danke Melanie Amann für die Arbeit, die sie für den Spiegel geleistet hat, vor allem für ihre unerschrockene Berichterstattung über die AfD und ihre glänzende Vertretung des Spiegel in Talkshows und Podcasts. Für ihren weiteren Weg wünsche ich ihr das Allerbeste."
Amann selbst erklärte laut einer Verlagsmitteilung: "Ich blicke mit Dankbarkeit auf zwölf erfüllende und erfolgreiche Jahre in der Spiegel-Redaktion zurück. Es war für mich eine Ehre und Freude, für das Haus von Rudolf Augstein als Redakteurin, Hauptstadtbüroleiterin und stellvertretende Chefredakteurin tätig gewesen zu sein. Den Kolleginnen und Kollegen wünsche ich für die Zukunft alles Gute."
Das Axel-Springer-Wirtschaftsmedium "Business Insider" berichtete indes vor einigen Wochen von einem „Machtkampf“ zwischen Amann und Kurbjuweit. Die "Spiegel"-Chefredaktion besteht künftig aus Chefredakteur Dirk Kurbjuweit und seinen bisherigen Stellvertreter:innen Cordula Meyer und Thorsten Dörting.
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