Julia Bönisch (Foto: Südwestdeutsche Medienholding GmbH/dpa)

Julia Bönisch (39), seit Anfang 2017 Chefredakteurin von SZ.de und seit Mai vergangenen Jahres Mitglied der Chefredaktion der „Süddeutschen Zeitung“, die sowohl die gedruckte Zeitung wie auch das Online- und Digital-Angebot der SZ verantwortet, verlässt die Südwestdeutsche Medienholding SWMH. Bönisch war 2007 zu SZ.de gekommen. SZ-Geschäftsführer Stefan Hilscher teilte am Montag mit, die Trennung erfolge in gegenseitigem Einvernehmen.

Hilscher dankte Bönisch für ihren "leidenschaftlichen Einsatz". Bönisch habe "maßgeblich dazu beigetragen, die ‚Süddeutsche Zeitung‘ zum führenden Nachrichtenangebot im deutschsprachigen Internet zu machen". Mit ihrer "Freude am Qualitätsjournalismus und ihrer Expertise im innovativen Redaktionsmanagement" habe Bönisch "wesentliche Leitplanken für unsere kommende Entwicklung gesetzt", sagte Hilscher.

Die Redaktionsleitung von SZ.de übernehmen kommissarisch die Nachrichtenchefs der „Süddeutschen Zeitung“, Iris Mayer und Ulrich Schäfer.

Seit Mai 2019 gab es Hinweise auf Unstimmigkeiten innerhalb der Chefredaktion. Bönisch hatte damals in einem Gastbeitrag für den „Journalist“ in Frage gestellt, ob die Führungskultur im Hause der SZ im Hinblick auf die digitalen Anforderungen zukunftstauglich sei. "Für manche Kollegen bin ich ein Affront", hatte Bönisch im „Journalist“ geschrieben.

Nach längerer Diskussion und verschiedenen Gerüchten wurden nun Fakten geschaffen, die Trennung erfolge in gegenseitigem Einvernehmen und mit sofortiger Wirkung, hieß es von Seiten der Südwestdeutsche Medienholding SWMH.


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