Branche Günter-Thiele-Stiftung und Akademische Gesellschaft Wenn Kommunikation zum Taktgeber des Wandels wird
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- von Annett Bergk, Hamburg
Wie kann strategische Kommunikation den Wandel von Unternehmen und Gesellschaft aktiv mitgestalten? Diese Frage stand im Mittelpunkt des Jubiläumssymposiums „Exzellenz durch Unternehmenskommunikation in der Stakeholder-Economy“, zu dem die Günter-Thiele-Stiftung für Kommunikation & Management und die Akademische Gesellschaft für Unternehmensführung & Kommunikation am 20. und 21. November 2025, nach Berlin eingeladen hatten. Rund 90 Gäste aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über Exzellenz, Haltung und Verantwortung in der Unternehmenskommunikation.
„Kommunikation entscheidet zunehmend darüber, wie leistungsfähig und glaubwürdig Unternehmen in einem komplexen Umfeld agieren. Sie schafft Vertrauen, Orientierung und ermöglicht Wandel – innerhalb und außerhalb des Unternehmens“, sagte Prof. Dr. Christof E. Ehrhart, Vorstandsvorsitzender der Günter-Thiele-Stiftung.
Im CEO-Talk unterstrich Dr. Stefan Hartung (Vorsitzender der Geschäftsführung der Robert Bosch GmbH) im Gespräch mit Gerald Braunberger (Herausgeber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung), dass Kommunikation zur Kernaufgabe unternehmerischer Führung geworden ist: „Unternehmen stehen heute stärker denn je im Zentrum gesellschaftlicher Erwartungen. Unsere Wirkung reicht weit über Produkte und Märkte hinaus. Kommunikation übernimmt dabei eine entscheidende Vermittlungsaufgabe. Sie schafft Identität, erklärt Positionen und macht deutlich, welchen Beitrag Wirtschaft für die Gesellschaft leistet.“
In der anschließenden Podiumsdiskussion mit Wolf-Dieter Adlhoch (Vorstandsvorsitzender der Dussmann Group), Susanne Marell (Bereichsvorständin Kommunikation & Nachhaltigkeit, Schwarz Gruppe) sowie den Professoren Jörg Rocholl (ESMT Berlin) und Ansgar Zerfaß (Universität Leipzig) wurde deutlich, dass Exzellenz in der Kommunikation heute auf gemeinsamer Forschung und systematischem Wissenstransfer basiert.
Professor Ansgar Zerfaß: „Seit 15 Jahren verbinden wir in der Akademischen Gesellschaft Forschung und Praxis. Dieses Zusammenspiel hat die Profession geprägt und wird entscheidend sein, um den Beitrag der Unternehmenskommunikation zur Wertschöpfung immer wieder neu zu justieren. Unsere Forschungsprojekte behaupten sich sowohl im Branchendiskurs als auch in der internationalen Forschung. So entsteht Wissen, das wirkt – für Unternehmen und Gesellschaft.“
Abgerundet wurde das Symposium mit Impulsen zu u.a. Künstlicher Intelligenz in der Unternehmenskommunikation, Kapitalmarktkommunikation im Zeichen der Nachhaltigkeit, dem Zusammenhang von Unternehmensgeschichte und Marken sowie einem Ausblick auf den Communication Management Radar 2026.
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