Die Befragung unter den neuen Mitgliedern der CommTech-Arbeitsgemeinschaft weist aus, dass es vor allem Datenschutzgründe sind, die eine Hürde bei der Einführung von Technologien darstellen. (Grafik © IMWF)

Dem Gründungsaufruf des Instituts für Management- und Wirtschaftsforschung (IMWF) zur Bildung einer "Arbeitsgemeinschaft CommTech" sind inzwischen mehr als 150 PR-Praktikerinnen und -Praktiker gefolgt. Unter Leitung des langjährigen Ex-Microsoft Kommunikations-Chefs Thomas Mickeleit haben sie begonnen, sich in zehn Arbeitsgruppen zu organisieren. In einer ersten Befragung unter den Teilnehmern wurden Erwartungen an und Barrieren bei der Umsetzung von CommTech und datengetriebener Kommunikation identifiziert.

"Der im Juni erfolgte Gründungsaufruf trifft auf große Resonanz, was einerseits beweist, wie wichtig Kommunikationsverantwortliche die Datennutzung in ihrer Stakeholder-Kommunikation einordnen, andererseits bestätigt das große Interesse die Unsicherheit, bei der Einführung von Technologien zur Automatisierung von Kommunikationsprozessen und vor allem von Infrastrukturen", erläutert Mickeleit, Leiter der Arbeitsgemeinschaft unter dem Dach des IMWF.

Das deckt sich mit den Ergebnissen des European Communications Monitor 2021 (ECM21), die ausweisen, dass sich 65 Prozent der PR-Professionals bei der Einführung von IT-Infrastruktur-Projekten, wie Media-Analytics, Dashboards oder CRM-Systemen überfordert fühlen.

In der Befragung wird allerdings als größte Hürde bei der Einführung von Technologien der Datenschutz genannt. 41 Prozent sagen, dass der Datenschutz ein großes oder sehr großes Hindernis darstellt, gefolgt von fehlenden Budgets mit 37 Prozent und gleichauf mit dem Problem, Technologien in die bestehende IT-Landschaft eines Unternehmens zu integrieren. Aus der Befragung lässt sich auch herauslesen, dass viele Unternehmen noch keine Digitalisierungsstrategie haben. Für 28 Prozent ist die fehlende Strategie ein großes oder sehr großes Hindernis, wenn man die Bewertungen hinzuzählt, die die fehlende Strategie als mittleres Hindernis ausmachen, sind es 68 Prozent. Was die Kommunikationsverantwortlichen nach den Befragungsergebnissen auch quält, ist die fehlende Übersicht über bestehende Lösungen im Markt.

Zehn Arbeitsgruppen gegründet

Auf Basis der Rückmeldung aus dem Kreis der AG Teilnehmer wurden jetzt zehn Arbeitsgruppen gegründet, nämlich CommTech, Media-Analytics, Reporting/Daten-Visualisierung, KI, Data-Storytelling, KPIs, CommTech-Tools, Rollen & Skills, Technologie-Trends sowie Datenschutz & Compliance. Die Arbeitsgruppen setzen sich konkrete Arbeitsziele, die zu für die Teilnehmer verwertbaren Ergebnissen führen. Die Gruppen verfahren dabei nach dem Modell von Design-Sprints.

Zur Methodik der Befragung: Befragt wurden die bis zum Stichtag eingetragenen Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft CommTech im Wege einer Online-Befragung. 96 vollständig ausgefüllte Fragebögen gingen in die Bewertung ein.

Auf Anfrage per E-Mail stellt das IMWF Interessenten die vollständige Auswertung der Befragung zu.


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