Die Tabelle zeigt die Top-5-Branchen. (© Compensation Partner)

In der vergangenen Woche haben wir die Gehaltsentwicklung in unterschiedlichen Berufen der PR und Kommunikation nachgezeichnet. In dieser Woche zeigt der aktuelle Branchenindex der Hamburger Vergütungsanalysten von Compensation Partner wo die Branche als Ganzes steht: knapp über dem Durchschnitt. Während Angestellte im Maschinenbau rund 27 Prozent mehr als Beschäftigte über alle Wirtschaftszweige hinweg verdienen, sind es bei Mitarbeitern aus Werbung und PR gerade einmal 1,5 Prozent mehr. Die Analysten haben als Grundlage 127.638 Daten ausgewertet.

In welcher Branche zahlen Unternehmen die höchsten Gehälter? Welche Bereiche haben dagegen einen negativen Einfluss auf das Einkommen? Compensation Partner hat 127.638 Daten untersucht und daraus ihren neuen Branchenindex 2019 erstellt. Ergebnis: Im Maschinenbau verdienen Angestellte rund 27 Prozent mehr als Beschäftigte über alle Wirtschaftszweige hinweg. Die Gehälter von Callcenter-Mitarbeitern liegen dagegen rund 33 Prozent unter dem branchenübergreifenden Durchschnittseinkommen.

Der Blick auf Werbung PR zeigt, dass diese Branche 1,5 Prozent über dem Durchschnitt liegt. Medien und Presse kommen gar auf 4,1 Prozent. Unter dem Durchschnitt liegen hingegen Personalberatung (- 8,7 %), Touristik und Freizeit (- 9,6 %) und ganz am Schluss Call-Center (- 32,7 %).

Branchenindex Gehaelter 2019 Werbung PR TabelleErläuterung: Für den Branchenindex wurden 127.638 Gehaltsdaten von 17 branchenübergreifend vorkommenden Berufsgruppen untersucht. Dazu gehören unter anderem die Personalleitung, Geschäftsführung oder System- und Netzwerkadministration. Weitere Gehaltsfaktoren wie zum Beispiel Firmengröße, Ausbildung oder Berufserfahrung wurden bei der Berechnung ausgeklammert, um einen bereinigten Branchenwert zu erhalten. Die Tabelle zeigt 20 Branchen direkt über und unter dem Durchschnitt. (© Compensation Partner)

Top-Branchen: Maschinenbau, Software und Halbleiter

Nach dem Maschinenbau (+ 27 %) folgen die Bereiche Halbleiter (+ 25 %) und Software (+ 24,1 %), deren Einkommen ebenfalls auf einem hohen Niveau liegen. Die Gehälter in der Biotechnologie und im Bankenwesen stehen mit rund 24 Prozent beziehungsweise 22 Prozent knapp dahinter. „In kapitalstarken Top-Branchen herrscht ein starker Wettbewerb um qualifizierte Fachkräfte, der sich auch auf die Gehälter von Beschäftigten ohne eine spezialisierte Ausbildung auswirkt“, erklärt Tim Böger, Geschäftsführer von Compensation Partner. So erhalten beispielsweise Sekretärinnen und Sekretäre in der Softwareentwicklung ein höheres Einkommen als in anderen Branchen.

Unterdurchschnittliche Bezahlung in Callcentern und Krankenhäusern

Beschäftigte in Callcentern verdienen im Branchenvergleich dagegen 32,7 Prozent weniger Gehalt als der Durchschnitt über alle Bereiche. Auch Unternehmen in der Zeitarbeit (- 20 %) und Krankenhäuser (-16 %) zahlen ihren Beschäftigten ein deutlich geringeres Einkommen.

Branchen im Durchschnitt: Textil- und Bekleidungsindustrie

Die Textil- und Bekleidungsindustrie (+ 1,2 %), Forschungsinstitute (+ 1,4 %) sowie die Immobilienbranche (-1,1 %) befinden sich im Mittelfeld der Erhebung. Der Einfluss der einzelnen Bereiche ist im Vergleich zum Durchschnitt über alle Branchen hinweg nur sehr gering.

Bildungsabschluss ist entscheidend für die Branche

Um im gleichen Beruf ein höheres Gehalt zu verdienen, empfiehlt sich der Wechsel in eine lukrativere Branche. Beispielsweise beträgt der Gehaltsunterschied zwischen der Maschinenbauindustrie und dem Callcenter fast 60 Prozent. Für viele Arbeitnehmer ist hier ein Wechsel besonders attraktiv. „Während die Einstellungskriterien in den schwächer vergüteten Branchen geringer sind, werden in den Top-Branchen oft hohe Bildungsabschlüsse erwartet. Die Einstellungshürden sind höher“, so Böger abschließend.

Zur Methodik: Die Vergütungsanalysten von Compensation Partner untersuchten 127.638 Gehaltsdaten von 17 branchenübergreifenden Berufsgruppen. Dazu gehören unter anderem Personalleiter, Geschäftsführer oder System- und Netzwerkadministrator. Aus den Abweichungen wurde der Branchenindex errechnet. Die Daten stammen aus den vergangenen zwölf Monaten. Relevante Faktoren wie Firmengröße oder Berufserfahrung wurden bei der Berechnung ausgeklammert, um einen reinen Branchenwert zu erhalten.


Wir haben die Kommentarfunktion wegen zu vieler Spam-Kommentare abgeschaltet. Sie können uns aber trotzdem Ihre Meinung zu diesem Artikel als Leserbrief direkt zusenden. Falls Sie wünschen, dass wir Ihren Leserbrief als Kommentar dem Artikel hinzufügen, vermerken Sie dies bitte in der Mail an uns.
leserbrief@pr-journal.de


Werbung

Heute NEU im PR-Journal