Kunstinstallation von vor dem Bundestag in Berlin. V.l.n.r.: Franziska von Lewinski, Mia Florentine Weiss und Katarzyna Mol-Wolf. (Foto © Deniz Saylan)

Während sich in den USA in Folge des Skandals um den Hollywood-Produzenten Harvey Weinstein immer mehr Frauen zu Wort melden, um unter anderem mit der Aktion #MeToo auf vielfältige Erniedrigungen aufmerksam zu machen, formulieren auch in Deutschland Frauen ihre klare Erwartung an die Umsetzung der Gleichberechtigung und das Ende sexueller Belästigung und Gewalt. Mit Unterstützung von fischerAppelt präsentierte das Frauenmagazin „Emotion“ dazu am 21. Oktober die Ergebnisse der Aktion #wasfrauenfordern. Über 10.000 Frauen wurden seit dem Sommer befragt.

71 Prozent der Frauen sehen keine Gleichberechtigung in Deutschland. 88 Prozent haben persönlich Nachteile als Frau erfahren. Auf die Frage, in welchem Bereich Gleichberechtigung bisher am wenigsten erreicht ist, antworteten 91 Prozent der Frauen: bei den Löhnen. Dazu fordern 85 Prozent von sich als Frau selbstbewussteres Verhandeln als eigenen Beitrag zur Geschlechtergerechtigkeit. Das sind einige zentrale Ergebnisse der repräsentativen Umfrage des Instituts für Demoskopie Allensbach im Auftrag des Frauenmagazins „Emotion“ für die Aktion #wasfrauenfordern.

Kunstaktion vor dem Bundestag „Now“

„Emotion“ hat gemeinsam mit dem Partner fischerAppelt seit dem Sommer über 10.000 Frauen mit #wasfrauenfordern erreicht und gefragt, was Frauen von Politik, Wirtschaft und Gesellschaft erwarten, um gleichberechtigt ihren Weg gehen zu können. Als Aktionshöhepunkt hat die Konzept- und Performance-Künstlerin Mia Florentine Weiss am 21. Oktober zur Veröffentlichung der Umfrage-Ergebnisse die eigens für #wasfrauenfordern gestaltete Außenskulptur mit dem Schriftzug „NOW“ vor dem Bundestag inszeniert – um die Parteien in den Sondierungsgesprächen „jetzt“ an ihre Verantwortung für eine Politik für Frauen zu erinnern. Das Kunstwerk ist ab dem 24. Oktober im Berliner Urban Nation Museum für urbane zeitgenössische Kunst zu sehen.

Die zentralen Forderungen von Frauen in Deutschland:

  • Equal Pay (84%)
  • Schluss mit sexueller Belästigung und Gewalt (76%)
  • Verbesserung der Kinderbetreuung (72%)
  • Unterstützung von Alleinerziehenden (60%)
  • Schutz vor Altersarmut (58%)
  • Mehr Frauenförderung in Unternehmen (55%)
  • Weg mit veralteten Rollenbildern (30%)

„Bei diesen deutlichen Umfrage-Ergebnissen und starken Forderungen der Frauen müssen Politik und Wirtschaft hinhören! Unser Land hat eine moderne Politik verdient, die zum Leben der Menschen passt und uns Frauen endlich eine gleichberechtigte Teilhabe ermöglicht. Und wichtige Forderungen umsetzt, wie den Schutz vor sexueller Belästigung und Gewalt. Deswegen werden wir von ‚Emotion‘ nachhalten, was von den Forderungen realisiert wird“, sagt „Emotion“-Chefredakteurin Katarzyna Mol-Wolf.

Franziska von Lewinski, Vorstand Digital und Innovationen bei fischerAppelt: „Dass sich mehr als 10.000 Frauen an der Aktion beteiligt haben, zeigt uns, wie sehr wir den Nerv der Frauen getroffen haben. Wir sind sehr happy über diese Resonanz. Jetzt muss etwas passieren, damit die Forderungen der Frauen in die Programme der Regierung aufgenommen werden. Es ist höchste Zeit, dass sich die männerdominierte Kultur ändert.“

Der weitere Aktionsplan von #wasfrauenfordern: Die Forderungen werden der Regierung und den relevanten Fachausschüssen präsentiert, sobald diese im Amt sind. Außerdem werden die Ergebnisse und die daraus folgenden Aufgaben in den nächsten Monaten mit Unternehmen diskutiert. Zudem baut das Frauenmagazin das Emotion.coaching-Programm weiter aus, um Frauen auf ihrem Weg nach vorn zu stärken. Das Magazin beschäftigt sich ab der Januar-Ausgabe monatlich mit den einzelnen Forderungen, um deren Umsetzung nachzuhalten.

Weitere Informationen und Ergebnisse zur großen „Emotion“-Umfrage können hier angefordert werden.


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