Uta Schwaner, Managing Director von Golin Deutschland.

Welche Negativerlebnisse auch immer den Ausschlag gegeben haben mögen, die zur Interpublic Group (IPG) gehörende Hamburger Agentur Golin positioniert sich nach eigenen Angaben „wieder als PR-Agentur“. Der Ausflug in andere, offensichtlich wenig erfolgreiche Disziplinen, scheint Golin geläutert zu haben. So sehr, dass man nun gleich der Branche mit einer Reihe von innovativen Maßnahmen zu neuem Ansehen verhelfen wolle.

In der Pressemitteilung zur Neuausrichtung heißt es: „In einem Umfeld schwammiger Begrifflichkeiten verfolgt Golin den Anspruch, den Stolz auf die Wirkung von PR in die Branche zurückzubringen und ihren Kunden messbare Ergebnisse zu liefern. Dafür investiert das Agentur-Netz, das weltweit über 50 Niederlassungen verfügt, umfassend in Media Relations und Influencer-Marketing, Technologien und Tools für Customer Experience (CX) sowie Kreativ-Talente.“

Eindeutige Positionierung als PR-Agentur

Das klare Bekenntnis zu Public Relations sei das Resultat einer strategischen Analyse und Diskussion der vergangenen Monate. In den letzten Jahren hätten Agenturen – einschließlich Golin – den Begriff Öffentlichkeitsarbeit durch populäre Buzzwords wie „integriert, digital und Marketing“ weitestgehend ersetzt. Mit der eindeutigen Positionierung als Public Relations Agentur wolle Golin die Bedeutung von effektiver Öffentlichkeitsarbeit neu definieren und Unternehmen sowie Talenten der Branche den Wert von PR-Maßnahmen deutlich machen.

Als Teil der neuen Strategie hat Golin eine Reihe innovativer Produkte und Technologien entwickelt, die einen Fokus auf Datenanalyse legen. Die neuen technologischen Maßnahmen sollen dazu dienen, Strategien und Maßnahmen entlang der gesamten Customer Journey von Awareness bis Sales vorhersagen und messen zu können. So fungiere beispielsweise der „Relevance Radar“ als eine Plattform, die Kunden Chancen für ihre Kommunikationsbotschaften vorhersagen, evaluieren und Risiken entschärfen könne.

„Public Relations waren noch nie so relevant wie heute“

Matt Neale, Co-CEO von Golin kommentiert: „Im Zeitalter von earned media, braucht unsere Industrie einen klaren überzeugenden Standpunkt über die Wirkung von Public Relations auf unser Business. Public Relations waren noch nie so relevant wie heute.“

„Unser Learning der letzten Monate ist, dass unsere Kunden gezielt nach PR-Kompetenz suchen und nicht nach einem diffusen integrierten Agenturangebot. Wir glauben an die Stärken von Spezialisten und dass diese im Team die besten Ergebnisse bringen. Deshalb ist es sinnvoll, unsere Kernkompetenzen auch in der Außendarstellung deutlich zu kommunizieren. PR kann im Business einen wirklichen Unterschied machen und belastbare Ergebnisse in der Diskussion in und mit der Öffentlichkeit und Stakeholdern erzielen. Sich auf die Stärken von earned first zu besinnen sowie unsere Disziplin durch neue Methoden voranzutreiben, wird es uns erleichtern, Talente für unsere tolle Branche zu begeistern“, merkt Uta Schwaner, Managing Director von Golin Deutschland, an.


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