Studien Studie von Scholz & Friends Reputation Unternehmen bauen freiwillige VSME-Berichte über den Standard hinaus aus
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- von Joris Duffner, Dortmund
Scholz & Friends Reputation hat untersucht, wie Unternehmen aus der DACH-Region den freiwilligen VSME-Standard für ihre Nachhaltigkeitsberichte nutzen. Die Studie zeigt: Viele Berichte gehen über reine Datentransparenz hinaus und ergänzen den Standard um eigene Daten, strategische Ziele und Gestaltung .
Für die VSME-Studie 2024/25 wertete Scholz & Friends Reputation 53 öffentlich verfügbare ESG-Berichte aus, die sich auf die Geschäftsjahre 2024 oder 2025 beziehen und explizit „nach“ oder „in Anlehnung an“ VSME (Voluntary Sustainability Reporting Standard für KMU) erstellt wurden. Berichte mit klarem European Sustainability Reporting Standards (ESRS)-Fokus blieben außen vor. Recherchiert wurde über einen Haufe-Fachbeitrag sowie über Google-Suchen nach VSME, Nachhaltigkeitsbericht und Sustainability Report.
Comprehensive-Modul setzt sich durch
83 Prozent der untersuchten Berichte nutzen neben dem Basic-Modul auch das Comprehensive-Modul. Bei Unternehmen mit mehr als 500 Mitarbeitenden gilt das für alle erfassten Fälle, bei Unternehmen mit weniger als 250 Mitarbeitenden sind es 71,4 Prozent. Kein Bericht deckt alle VSME-Datenpunkte vollständig ab, 83,1 Prozent erreichen jedoch mindestens 80 Prozent Abdeckung.
Das Plus prägt die Berichte
Rund 85 Prozent der Unternehmen ergänzen den VSME-Datenkanon um eigene Angaben. Zudem dominieren Umweltthemen: Innerhalb der ESG-Kapitel entfallen 53 Prozent der Seiten auf Umwelt, mehr als auf Soziales und Governance zusammen. Scholz & Friends Reputation ordnet dieses Muster als Hinweis ein, dass freiwillige Berichte für viele Unternehmen mehr sind als eine Datensammlung.
Kommunikation wird Teil des Reportings
Auch Sprache, Layout und Strategie spielen eine Rolle. 71,7 Prozent der Berichte erreichen bei Sprachstil und textlicher Aufbereitung eine der beiden besten Kategorien, bei Unternehmen mit B2C-Bezug sind es 91,6 Prozent. Professionell oder aufmerksamkeitsstark gestaltet sind 52,8 Prozent der Reports. 69,8 Prozent integrieren Angaben zur Wesentlichkeit, 56,6 Prozent orientieren sich dabei am Double-Materiality-Verständnis der ESRS. 58,5 Prozent stellen ESG-Ziele breit oder zu allen berichteten Themen dar. Damit nutzt ein großer Teil der Unternehmen VSME als Rahmen für Nachhaltigkeitskommunikation mit strategischem Anspruch.
Die Studie ist hier zum Download abrufbar.