Studien Blinq-Studie Corporate-Seiten prägen Sichtbarkeit in KI-Antworten

Wer in KI-Antworten sichtbar sein will, braucht mehr als eine gepflegte Website: Corporate-Seiten liefern zwar den größten Anteil zitierter Quellen, doch LLMs stützen ihre Antworten auch auf Fachpresse, Review-Plattformen und nutzergenerierte Inhalte. Das zeigt eine Analyse des PR-Software-Anbieters Blinq, für die 250.000 Antworten von ChatGPT, Google AI Overviews und Perplexity von Anfang Januar bis Ende Juni 2026 ausgewertet wurden.

66,2 Prozent der zitierten Quellen entfallen auf Corporate-Seiten. Zu diesem Schluss kommt die Studie von Blinq. (Grafik: Blinq)

Nach Angaben von Blinq entfallen 66,2 Prozent der zitierten Quellen auf Corporate-Seiten. Damit stellen Unternehmenswebsites den größten Anteil der Quellen, auf die sich LLMs in ihren Antworten beziehen. Es folgen Fachpresse mit 7,4 Prozent, nutzergenerierte Inhalte mit 6,4 Prozent, Review-Plattformen mit 5,4 Prozent, News-Seiten mit 5,2 Prozent und Referenzquellen mit 4,9 Prozent.

Für Kommunikationsverantwortliche zeigt die Auswertung, dass die eigene Website für KI-Sichtbarkeit eine wichtige Grundlage bleibt. Sie reicht jedoch nicht aus, wenn Inhalte auch in Sprachmodellen belastbar erscheinen sollen. „Externe Validierung hilft LLMs, ihre Antworten mit größerer Sicherheit zu geben. Eine gut strukturierte eigene Website ist die Basis, reicht allein aber nicht: LLMs gewichten Aussagen stärker, wenn sie von unabhängigen Drittquellen bestätigt werden“, sagt Julian Gottke, Gründer von Blinq. Ein Fachartikel, eine Erwähnung in der Presse oder auf Youtube wirke für ein Sprachmodell wie ein Vertrauensbeleg, den die eigene Website allein nicht liefern könne.

Youtube und Reddit führen bei Einzel-URLs

Bei den am häufigsten zitierten URLs liegen youtube.com mit 15,18 Prozent und reddit.com mit 14,55 Prozent vorn. Dahinter folgen wikipedia.org mit 9,05 Prozent und linkedin.com mit 7,12 Prozent. Weitere relevante Quellen sind unter anderem instagram.com, facebook.com, handelsblatt.com, chip.de, focus.de, bild.de, omr.com, faz.net, stern.de und wiwo.de.

Unter den News-Seiten führt welt.de mit 17 Prozent vor handelsblatt.com mit 12,2 Prozent und chip.de mit 8,9 Prozent. Danach folgen focus.de, bild.de, faz.net, wiwo.de und sueddeutsche.de. Bei den Review-Plattformen nennt Blinq OMR Reviews vor test.de, kununu.de, stepstone.de, omt.de und idealo.de.

Systeme setzen unterschiedliche Schwerpunkte

Die Analyse schlüsselt die Quellen auch nach einzelnen Systemen auf. ChatGPT greift demnach stärker auf Referenz-, Fach- und Review-Quellen zurück. Google AI Overviews zitieren häufiger Plattformen mit nutzergenerierten Inhalten, darunter Youtube, Reddit, Instagram, Linkedin und Facebook. Auch Perplexity verweist stark auf solche Quellen; dort führt Youtube vor Reddit, Linkedin, Instagram und gutefrage.net.

Blinq nutzte für die Analyse rund 2.000 Prompts aus B2B- und B2C-Kontexten. Die Themen reichen von Tech und Software über Handel und E-Commerce, Finance und Insurance, Marketing, PR und Kommunikation bis zu Industrie und Fertigung.

Mehr Infos zu Daten und Methodik finden sich hier.

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