Studien Instagram-Studie 2026 Instagram setzt auf Reels und Karussells
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- von Jana Pietsch, Hamburg
Eine aktuelle Studie von Metricool zeigt eine Verschiebungen in der Instagram-Performance. Während Reels und Karussell-Posts Reichweite und Interaktionen steigern, verlieren klassische Bildbeiträge und Hashtags zunehmend an Wirkung.
Instagram wächst weiter, doch die Regeln für Sichtbarkeit verändern sich. Das ist das zentrale Ergebnis der Instagram-Studie 2026 von Metricool. Für die Untersuchung wurden weltweit mehr als 24,3 Millionen Beiträge von über 375.000 Accounts analysiert. Insgesamt verzeichnete die Plattform ein Plus von 26,6 Prozent bei den Views und 19,3 Prozent bei den Interaktionen. Gleichzeitig zeigt die Auswertung deutliche Unterschiede zwischen den einzelnen Content-Formaten.
Reels bleiben reichweitenstark
Den größten Beitrag zur Reichweite leisten weiterhin Reels. Laut der Studie erzielen die Kurzvideos mehr als viermal so viele Interaktionen wie klassische Bild-Posts. Zudem hat sich die durchschnittliche Wiedergabedauer innerhalb eines Jahres von 3,9 auf 8,5 Sekunden mehr als verdoppelt. Reels bleiben damit das wichtigste Instrument, um neue Zielgruppen zu erreichen und Sichtbarkeit aufzubauen.
Karussells punkten beim Engagement
Besonders stark entwickeln sich Karussell-Posts. Sie erreichen mehr als doppelt so viele Nutzerinnen und Nutzer wie Einzelbilder und generieren nahezu viermal so viele Interaktionen. Karussells erzielen laut Metricool rund neunmal mehr Speicherungen als klassische Bildbeiträge. Damit etablieren sie sich zunehmend als bevorzugtes Format für vertiefende Inhalte und nachhaltige Nutzerbindung.
Hashtags verlieren an Einfluss
Während Formate wie Reels und Karussells profitieren, verlieren Hashtags weiter an Bedeutung. Beiträge mit Hashtags erreichen der Studie zufolge durchschnittlich 31,7 Prozent weniger Views und 33,9 Prozent weniger Interaktionen als der Plattformdurchschnitt. Die Auffindbarkeit von Inhalten verschiebe sich zunehmend in Richtung Keywords und natürlicher Sprache. Instagram entwickle sich damit stärker zu einer suchbasierten Plattform.
Interaktion bleibt entscheidend
Auch das Nutzerengagement spielt weiterhin eine zentrale Rolle für die Sichtbarkeit. Beiträge mit Fragen erzielen im Durchschnitt 36,7 Prozent mehr Kommentare. Kommentarbezogene Handlungsaufforderungen können die Zahl der Kommentare sogar um mehr als 200 Prozent steigern. Gleichzeitig bleiben Stories ein wichtiger Kanal für den Austausch mit der Community. Die Zahl der Antworten auf Stories stieg gegenüber dem Vorjahr um 88 Prozent.
Die ersten Tage sind entscheidend
Ein weiteres Ergebnis der Studie betrifft das Timing. Rund 70 Prozent aller Views entstehen innerhalb der ersten 72 Stunden nach Veröffentlichung eines Beitrags. Bei Feed-Posts und Karussells entfällt sogar etwa drei Viertel der gesamten Performance auf diesen Zeitraum. Für Marken und Creator werden frühe Interaktionen und eine gezielte Distribution damit zu entscheidenden Erfolgsfaktoren.
„Instagram wird häufig noch als ein einheitlicher Feed betrachtet, in dem alle Inhalte gleich funktionieren. Unsere Daten zeigen jedoch ein anderes Bild“, sagt Lea Sindel, PR-, Events- und Education-Spezialistin bei Metricool. „Reels sorgen für Reichweite und neue Zielgruppen, Karussells für vertiefte Inhalte und deutlich höhere Save-Raten. Gleichzeitig verlieren Einzelbild-Posts und Hashtags messbar an Relevanz. Wer diese Unterschiede versteht, optimiert nicht mehr am Feed entlang, sondern entlang der tatsächlichen Nutzung auf der Plattform.“
Die vollständige Instagram-Studie 2026 von Metricool ist hier zum Download zu finden.