Studien Internationale Befragung IPRN-Studie: PR-Agenturen erwarten Wachstum und investieren in KI
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- von Joris Duffner, Dortmund
Die internationale PR-Branche blickt trotz wirtschaftlicher Unsicherheiten zuversichtlich auf 2026. Laut IPRN PR Business Survey 2026 rechnen 67 Prozent der befragten Agenturen mit Wachstum; zugleich verändert Künstliche Intelligenz Prozesse, Leistungen und Beratungsmodelle.
Die Hamburger Kommunikationsagentur TDUB hat zentrale Ergebnisse der aktuellen Befragung des International Public Relations Network (IPRN) vorgestellt. Teilgenommen haben Agenturen aus mehr als 20 Ländern. Neben den 67 Prozent mit Wachstumserwartung gehen 22 Prozent von einer stabilen Entwicklung aus, 11 Prozent erwarten rückläufige Geschäfte.
„Die PR-Welt befindet sich an einem Wendepunkt: Künstliche Intelligenz ist nicht mehr Zukunftsthema, sondern operative Realität. Entscheidend wird sein, wie gut es Agenturen gelingt, technologische Effizienz mit strategischer Beratungskompetenz und menschlichem Urteilsvermögen zu verbinden“, sagt Tilo Timmermann, Geschäftsführer von TDUB.
Agenturen bauen KI-Kompetenz aus
Als größte Herausforderungen nennen jeweils 28 Prozent der Befragten die Investitionszurückhaltung von Kunden wegen wirtschaftlicher Unsicherheiten sowie die Integration generativer KI in bestehende Arbeitsprozesse. Bei den Investitionen steht KI und Automatisierung mit 27 Prozent an erster Stelle. Measurement und Analytics sowie Weiterbildung der Mitarbeitenden folgen mit jeweils 17 Prozent.
Der Einsatz entsprechender Technologien ist inzwischen Standard: Alle befragten Agenturen nutzen KI, 82 Prozent regelmäßig. Die wichtigsten Anwendungsfelder sind Content-Erstellung, Recherche und Trendanalysen sowie kreative Ideenentwicklung. Während 89 Prozent der Agenturen KI als strategisch wertvoll einschätzen, bleibt die Akzeptanz auf Kundenseite differenziert: 48 Prozent bewerten KI-gestützte Leistungen positiv, erwarten aber vollständige Transparenz; 33 Prozent nehmen eine neutrale Haltung ein.
GEO rückt als Beratungsfeld nach vorn
An Bedeutung gewinnt zudem Generative Engine Optimization (GEO), also die Optimierung von Sichtbarkeit in KI-basierten Such- und Antwortsystemen. 15 Prozent der Agenturen erzielen damit bereits Geschäft, 41 Prozent bauen Know-how auf oder testen erste Ansätze. Damit entwickelt sich GEO zu einem neuen Feld für Kommunikationsberatung.
Strategische Beratung gewinnt an Gewicht
Parallel verschiebt sich das Leistungsportfolio der Agenturen weiter in Richtung strategischer Kommunikation. Als wichtigste Wachstumsfelder nennen die Befragten integrierte Kommunikationsstrategien, Corporate Reputation sowie CEO-Positionierung und Thought Leadership. Die größten Chancen sehen sie im Technologiesektor mit 16 Prozent sowie in Energie und Versorgung mit 15 Prozent. Finanzdienstleistungen, Public Affairs und Health folgen mit jeweils 12 Prozent.
Die vollständigen Ergebnisse der Studie stehen hier zum Download bereit.
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