Studien Messung von Aufmerksamkeit in sozialen Medien American Academy of Advertising zeichnet Studie der Uni Wuppertal aus
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- von Joris Duffner, Dortmund
Eine Studie zur Messung von Aufmerksamkeit in sozialen Medien bringt der Bergischen Universität Wuppertal internationale Anerkennung. Die American Academy of Advertising (AAA) zeichnet die Arbeit als einflussreichste Veröffentlichung des Jahres 2025 aus und lenkt den Blick auf ein zentrales Defizit gängiger Kommunikationsmetriken.
Im Kern stellt die Untersuchung eine einfache, aber folgenreiche Frage: Wird Kommunikation überhaupt wahrgenommen? Das Forschungsteam um Prof. Dr. Tobias Langner entwickelt Messansätze, die über klassische Kennzahlen wie Reichweite oder Likes hinausgehen. "Viele der gängigen Kennzahlen sagen wenig darüber aus, ob Inhalte tatsächlich gesehen oder verarbeitet werden“, erklärt Langner. Ziel sei es, Aufmerksamkeit als eigenständige Messgröße systematisch zu erfassen und für die Praxis nutzbar zu machen.
Für Kommunikationsabteilungen wächst damit der Druck, Wirkung belastbar nachzuweisen. Aufmerksamkeit wird zur entscheidenden Ressource - und zum Engpass. "Unternehmen müssen verstehen, was wirklich ankommt - nicht nur, was ausgespielt wird“, so Langner. Die Studie liefere dafür eine methodische Grundlage, die wissenschaftliche Präzision mit praktischer Anwendbarkeit verbinde.
Die Auszeichnung durch die AAA gilt als wichtiger Indikator für Relevanz in der internationalen Werbe- und Kommunikationsforschung. Die Fachgesellschaft würdigt damit Arbeiten, die das Verständnis von Werbung und Medienwirkung nachhaltig prägen. Die Wuppertaler Studie knüpft an frühere Forschungsprojekte zur Werbewirkung im digitalen Raum an. Der Fokus verschiebt sich dabei klar: weg von reinen Leistungskennzahlen, hin zur tatsächlichen Wahrnehmung.
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