Studien Langzeitstudie Connected Kids Medienbiografien von Kindern werden individueller

Die Medienwelten von Kindern und Jugendlichen haben sich in den letzten Jahren deutlich verändert. So zeigt ein Vergleich einer Gruppe von Zehnjährigen von 2018 und 2023, dass dem ersten eigenen Smartphone eine zentrale Bedeutung zukommt. Die Nutzung einzelner Medien verläuft jedoch unterschiedlich. Dies führe zu individualisierten Medienbiografien von Kindern.

Studie Connected Kids

Das ist das zentrale Ergebnis des Projekts „Connected Kids – Sozialisation in einer sich wandelnden Medien­umgebung“ (Conkids), für das Familien in den Großräumen Hamburg und Nürnberg über insgesamt sechs Jahre hinweg begleitet und interviewt wurden. Ein Projektteam des Leibniz-Instituts für Medienforschung (HBI) und der Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) hat sich angeschaut, wie Kinder und Jugendliche in einer mediatisierten Welt aufwachsen. Das Projekt wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft gefördert.

Kinder und Jugendliche kommunizieren weiterhin Face-to-Face, doch ein großer Teil des Austauschs findet online statt und nimmt zunehmend Zeit ein. Die jungen Heranwachsenden bevorzugen peer-bezogene Medienpraktiken - der soziale Druck zur Nutzung von Social Media und Online-Games würde steigen. Der wachsende Einfluss von Gleichaltrigen findet in mediatisierten Gesellschaften früher und intensiver statt. Digitale Kommunikation hat den Einfluss von Online-Freundschaften erweitert und räumliche Grenzen aufgehoben.

Die vollständige Studie kann hier nachgelesen werden.

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