In allen Altersgruppen gewinnen die „klassischen Medien“ während der Pandemie an Bedeutung. (Quelle: Klenk&Hoursch, Innofact)

Auch wenn die Bedeutung von Social Media immer mehr zunimmt – in der Pandemie sind die „klassischen“ Medien der wichtigste Navigator der Bürgerinnen und Bürger. Das zeigt eine repräsentative Umfrage der Kommunikationsberatung Klenk & Hoursch AG unter 1.015 Teilnehmerinnen und Teilnehmern. Knapp zwei Drittel der Deutschen (62 %) nutzen gängige Tagesmedien wie Fernsehen, Nachrichtenmagazine oder die lokale Zeitung, um sich durch den Corona-Informationsdschungel zu schlagen. Diese Mainstream-Medien, analog und online, sind die Top-Informationsquellen in allen Altersgruppen.

Das gilt sowohl bei den über 50-Jährigen (70 %), bei den 35- bis 40-Jährigen (58 %), als auch bei den Jüngeren zwischen 18 und 34 Jahren (55 %). Damit kommt den traditionellen Medien – von „Bild“ bis Tagesschau – nach wie vor eine wichtige Orientierungsfunktion zu. Insgesamt 31 Prozent der Befragten nutzen vor allem die Social-Media-Angebote von Nachrichtenmedien (zum Beispiel auf Facebook, Instagram, Twitter etc.), um sich über die Entwicklung der Pandemie zu informieren.

Aufgrund der derzeit unsicheren Faktenlage vertrauen die Deutschen allerdings nicht auf Medien und Social Media allein: Knapp die Hälfte der Bundesbürger (48 %) sucht aktiv und gezielt nach Informationen bei Organisationen ihres Vertrauens wie dem Robert-Koch-Institut, der Bundesregierung oder der WHO. 28 Prozent folgen Experten, Influencern und Personen des öffentlichen Lebens direkt auf deren Twitter-, YouTube- oder Telegram-Kanälen, um Information aus erster Hand zu bekommen.

Immerhin 43 Prozent misstrauen der Berichterstattung über die Covid-19-Pandemie in Medien und Social Media und hinterfragen diese bei medizinisch geschultem Personal wie Hausärztinnen und Hausärzten oder Apothekerinnen und Apothekern. Mehr als ein Drittel der Deutschen (37 %) findet gar, es gäbe in den Medien momentan zu viel Desinformation und Spekulation und schottet sich regelrecht von der Berichterstattung ab (32 %).

„Nachdem Corona seit über einem Jahr Top-Thema der Berichterstattung ist, überrascht es nicht, dass bei der Mediennutzung eine gewisse ,Pandemiemüdigkeit‘ einsetzt“, sagt Uta Rebentrost, Director bei Klenk & Hoursch. „Doch liegt in der Situation eine große Chance für Gesundheitskommunikation: Gesundheit steht momentan ganz oben auf der öffentlichen Agenda. Diese Aufmerksamkeit können Kommunikatorinnen und Kommunikatoren von Unternehmen und Organisationen für ihre Healthcare-Themen nutzen. Ob die Pandemie dabei als Bremse oder als Booster wirkt, hängt im Wesentlichen von fünf Kriterien ab: einer passgenauen Kommunikations- und Kanalstrategie, relevanten Inhalten, zielgruppenspezifischem Content mit Mehrwert sowie belastbaren Kontakten, z. B. zu Key-Medien, Influencern und Key Opinion Leaders.“


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