KI soll leicht nutzbar und datenschutzkonform sein. Die Erwartungen von 129 Befragten an eine gute KI-Lösung in Prozent. (Quelle: F.A.Z.-Institut/research2content)

Die "Technologisierung" der Kommunikationsarbeit nimmt Fahrt auf. Kommunikations- und Marketingabteilungen von Unternehmen und anderen Organisationen stellen sich auf eine wachsende Zahl digitaler Informationsquellen ein, immer mehr Kommunikationskanäle müssen mit passenden Formaten bespielt werden. Insbesondere rückt das Potential von Daten ins Blickfeld. Dies sind die Ergebnisse einer Online-Befragung des F.A.Z.-Instituts und des IMWF (Institut für Management- und Wirtschaftsforschung), in der von Januar bis März 2020 insgesamt 198 Entscheider und Experten aus der Unternehmenskommunikation und aus dem Marketing deutscher Unternehmen zur Verwendung neuer Technologien interviewt wurden.

Die Kommunikatoren stehen vor einem Berg an Daten. Allein schon die globale Datenmenge im Internet explodiert: Nach einer Schätzung der International Data Corporation wird sie von 33 Zettabyte im Jahr 2018 auf 175 Zettabyte im Jahr 2025 steigen.* Unter diesen Milliarden Terabyte finden sich unzählige Informationen, zum Beispiel über Zielgruppen oder deren Meinungen über das eigene Unternehmen und dessen Produkte. Diese gigantischen Mengen an unternehmensrelevanten Daten sollten daher für die Kommunikation und das Marketing nutzbar gemacht werden können.

Kein Wunder also, dass die Befragten aufgrund der neuen Technologien starke Veränderungen auf ihre tägliche Arbeit zukommen sehen: So gehen 47 Prozent der Befragten davon aus, dass Big Data Analytics, also die Analyse großer, komplexer, schnell veränderlicher und wenig strukturierter Datenmengen, ihre Tätigkeit grundlegend verändern werde.

Hierfür stehen heute zahlreiche wirksame Technologien zur Verfügung. So lassen sich auf der einen Seite durch intelligente Datenanalysen neue Zusammenhänge erkennen, die für den Kommunikationserfolg entscheidend sein können. Bereits heute gibt etwas mehr als ein Drittel der Befragten an, diese neuen Technologien zu testen. Dass die Kommunikations- und Marketingabteilungen in Deutschland aber nicht noch stärker mit neuer Datentechnologie ausgestattet sind, liegt vor allem daran, dass es an Kapazitäten und Know-how in den Abteilungen fehlt.

Dennoch planen 28 Prozent der Befragten entsprechende Investitionen in absehbarer Zeit. Dabei geben knapp 45 Prozent aller Befragten "Künstliche Intelligenz" als wichtiges Analysewerkzeuge der Zukunft an, rund zwei Drittel aller Nennungen zielten insbesondere auf den Einsatz von KI-Tools zur Analyse von Zielgruppen oder der Beobachtung von Branchentrends ab. Damit wird das klassische Instrumentarium wie etwa Marktforschung erweitert.

Die gesamten Ergebnisse stehen zum Download auf der Website des F.A.Z.-Instituts zur Verfügung.


Wir haben die Kommentarfunktion wegen zu vieler Spam-Kommentare abgeschaltet. Sie können uns aber trotzdem Ihre Meinung zu diesem Artikel als Leserbrief direkt zusenden. Falls Sie wünschen, dass wir Ihren Leserbrief als Kommentar dem Artikel hinzufügen, vermerken Sie dies bitte in der Mail an uns.
leserbrief@pr-journal.de


Heute NEU im PR-Journal

  • Tinder und Schröder+Schömbs PR haben ein Match

    wer: Mobile-Dating-App Tinder, Hauptsitz der Match Group Inc., Dallas (Texas, USA)was: Media Relations und Kampagnen für die DACH-Region, Strategie für neue Produkt-Features an: Schröder+Schömbs PR,...

  • TDUB übernimmt Kommunikation in Deutschland für Visable

    wer: B2B-Online-Marketing-Unternehmen Visable GmbH, Hamburg was: PR-Arbeit samt Medienarbeit und digitaler Kommunikation mit Schwerpunkt B2B-Sektoran: TDUB Kommunikationsberatung, Hamburg

  • Klarnamen werden bei Facebook nicht zur Pflicht

    Der Bundesgerichtshof hat entschieden: Facebook-Nutzer und -Nutzerinnen dürfen weiterhin unter Pseudonymen ihre Posts veröffentlichen – allerdings nur, wenn sie schon seit mehr als vier Jahren dort...

  • David Eisenberger verlässt den ZIV

    David Eisenberger (Foto © ZIV) wird zum 31. Januar den Zweirad-Industrie-Verband (ZIV) mit Sitz in Berlin auf eigenen Wunsch verlassen. Er plant eine berufliche Auszeit. Eine Nachfolge gibt es noch...

  • Debatte: Stakeholder Journey europäisch denken!

    Mit Macht schwappt CommTech als Begriff und neues Modell für Kommunikation über den Atlantik. Bei aller Sympathie und ein bisschen Bewunderung geht die Idee, alle Stakeholder optimaler Weise zu...