IPRN LogoDigitale Dienste gehört mittlerweile zum Standardrepertoire von PR-Agenturen. Tatsächlich bieten heute schon 95 Prozent der PR-Agenturen Dienstleistungen im Bereich der digitalen Kommunikation – jenseits der „klassischen“ Medienarbeit – durch interne Teams oder Partneragenturen an. Diese Ergebnisse gelten jedenfalls für die 45 inhabergeführten Mitgliedsagenturen des International Public Relations Network (IPRN). Sie wurden im Rahmen einer Mitgliederstudie dazu befragt, wie der Status beim Thema Digitalisierung ist und sie ihre Zukunft in der digitalen Welt gestalten wollen.

Die Ergebnisse der nicht repräsentativen Untersuchung sind eindeutig:

  • Das Anbieten digitaler Dienste gehört mittlerweile zu den Standards, 95 Prozent der Agenturen bieten sie wie erwähnt an. Trotz dieses Anstiegs der digitalen Dienstleistungen bleibt es eine der größten Herausforderungen, die digitale Kommunikation erfolgreich zu managen. 36 Prozent der Agenturen sehen in der Integration digitaler Maßnahmen heute den entscheidenden Schlüssel zum Erfolg.
  • Die weiteren Ergebnisse zeigen: Um dieser Herausforderung gerecht zu werden, setzen Agenturen schon in der Planung auf digitale Skills. Drei von vier PR-Agenturen (75 %) bauen intern Digital-Teams auf. Die Integration digitaler Maßnahmen bringt neue Chancen für die PR. Agenturen können die Online-Reichweite aktiv ausbauen und zugleich durch innovative Monitoring-Verfahren das Reporting verbessern und die Effizienz ihrer Aktivitäten besser dokumentieren.
  • 86 Prozent der IPRN-Mitglieder geben an, dass ihre Kunden sich einen direkten Einfluss der PR auf die Verkaufszahlen wünschen, und sogar bei 89 Prozent sind die Kunden an der Messbarkeit der direkten PR-Ergebnisse interessiert. Mit der Zunahme von digitaler Kommunikation und Online-Berichterstattung steigt auch die Möglichkeit, die Ergebnisse der Aktivitäten zu dokumentieren und zu bewerten. Die gute Messbarkeit von Online-Reichweite und Lead-Generierung hilft den Agenturen mittlerweile, den Wert ihrer PR-Aktivitäten zu beziffern.
  • Die Zusammensetzung der Medien, die die Agenturen in der PR einsetzen, verändert sich. 74 Prozent der befragten Agenturen stellen einen Rückgang in der „Earned Print Coverage“, also in der unbezahlten Print-Berichterstattung fest – zugunsten der unbezahlten digitalen Berichterstattung. Durchschnittlich 50 Prozent der erzielten Publikationen sind nur noch online verfügbar.

Für die IPRN-Agenturen ist diese Entwicklung ein Anlass zur Klage; sie betonen, dass Falschnachrichten die Reputation der Medien in Misskredit ziehen und vorhandenes Vertrauen schädigen. Falschnachrichten zerstören somit ihrer Meinung nach auch die Basis der PR-Branche insgesamt.

Karsten Hoppe, mit seiner Agentur TDUB in Hamburg Mitglied im IPRN, sagte: „Erfolgreiche PR wird immer anspruchsvoller. Gegenseitiges Verständnis und Aufmerksamkeit sind wichtiger denn je. Je besser wir als PR-Profis den veränderten redaktionellen Alltag und das Interesse der Medien verstehen und ihnen gerecht werden, desto passgenauer werden wir unsere Maßnahmen kreieren. Erfolgreiche PR berücksichtigt die Perspektiven von Unternehmen und Gatekeepern gleichermaßen.“

Die komplette Studie steht unter diesem Link zum Download bereit.

Über IPRN: Das internationale PR-Netzwerk IPRN wurde 1995 gegründet. Mittlerweile ist es mit knapp 50 Mitgliedern eines der weltweit größten Netzwerke von unabhängigen, inhabergeführten PR-Agenturen und deckt Märkte in Nord- und Südamerika, West- und Osteuropa, dem Nahen Osten, Afrika, Asien und Australien ab. Insgesamt stellen über 7.000 Mitarbeiter und Mitarbeiter ihr lokales Wissen und globale Reichweite für Kunden zur Verfügung. Deutsche Mitglieder des IPRN-Netzwerks sind neben der TDUB Kommunikationsberatung, die Agenturen AutoCom Deutschland, Rheinbreitbach, JP | KOM, Düsseldorf, Presigno, Dortmund, Primo PR, Frankfurt am Main, und Schwan Communications, Hamburg.


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