Vier Einflussbereiche, über die Menschen in Städten laut Grayling erreicht werden können: Medien, Interessensvertretungen, Stadtverwaltung sowie Multiplikatoren. (© Grayling)

Städte als künftige Hotspots für Markenkommunikation? Medien, Interessengruppen, Stadtverwaltung und Multiplikatoren als die vier Einflussbereiche, über die Menschen in Städten erreicht werden können? Laut einer aktuellen Analyse sieht das Kommunikationsnetzwerk Grayling – deutsche Standorte in Frankfurt am Main, München und Hamburg – eine solche Entwicklung als entscheidend für die PR- und Kommunikationsarbeit voraus. Man darf gespannt sein, ob es so kommt.

Schoenrock Frank CEO Grayling DeJüngste Bevölkerungsprognosen sagen voraus, dass Städte zu noch wichtigeren Orten auf unserem Planeten werden, als sie es jetzt schon sind. In den Städten konzentrieren sich in den kommenden Jahren und Jahrzehnten noch mehr Menschen, Geld und Macht. Sie werden zu echten Epizentren für neues Denken, neue Trends und neue Geschäftsideen. „Unternehmen und Organisationen sind gut beraten ihre Kommunikationsstrategien darauf auszurichten“, so Frank Schönrock (Foto), CEO von Grayling Deutschland.

Städte – feine Ökosysteme von Wirkung und Einfluss

Was das für PR- und Kommunikationsprofis bedeutet, hat sich Grayling nun genauer angesehen. In der Analyse „New Nations. Städte als neue Hotspots für Kommunikation“ identifiziert das internationale Agenturnetzwerk vier Einflussbereiche, über die Menschen in Städten erreicht werden können: Medien, Interessensvertretungen, Stadtverwaltung sowie Multiplikatoren.

  • Medien: Medienarbeit ist und bleibt wichtig – trotz digitaler Transformation behalten Medienhäuser ihren beachtlichen Einfluss sowohl auf nationaler und lokaler Ebene. Digitale Medien eröffnen durch individuelles Mirco-Targeting neue Möglichkeiten.
  • Interessensvertretungen: Jede Stadt hat ihre besonderen Interessengruppen. Einige von ihnen sind etabliert und durchorganisiert, andere entstehen eher informell und flüchtig, aber sie alle haben großen Einfluss, und man sollte sie besser nicht ignorieren.
  • Stadtverwaltung: Durch ihre wirtschaftliche Vormachtstellung haben Großstädte auch großen politischen Einfluss. Weltweit verfügen Bürgermeister über ein beträchtliches Machtpotential und lenken von der Gestaltung des öffentlichen Raums bis hin zur auswärtigen Investitionspolitik die Geschicke riesiger Ballungsräume.
  • Multiplikatoren: Man kann sie lieben oder hassen - Influencer sind gekommen um zu bleiben. Der Wunsch der Menschen nach Vorbildern wie „Du und ich“ führt vor allem in den Städten zum Aufstieg von Micro-Influencern. Deren Verbindung zur jeweiligen Community wird als ehrlich und authentisch erlebt und verleiht ihnen in der Gruppe einen enormen Einfluss.

„Die Gewichtung dieser vier Einflussbereiche variiert von Stadt zu Stadt. Fest steht aber: Kommunikationsarbeit, die aus der Entfernung mit wenig Budget möglichst alle Kanäle zumindest ein bisschen zu bespielen versucht, funktioniert überhaupt nicht“, ist Frank Schönrock, CEO von Grayling Deutschland, überzeugt. „Um herauszufinden, wie Städte und ihre Communities ticken, müssen wir Kommunikatoren raus aus dem Büro, raus aus der Agentur. Wir sollten das Ohr sozusagen direkt bei den Menschen haben. Wir Kommunikationsprofis müssen uns mit Micro-Influencern genauso gut auskennen wie mit traditionellen Interessensvertretungen. Denn: Der Schlüssel zum Erfolg besteht darin, die entscheidenden Schnittpunkte in der Stadt zu identifizieren, zu verstehen und positiv zu beeinflussen. Hier bieten internationale Kommunikationsnetzwerke Marken und Unternehmen entscheidende Vorteile", so Schönrock weiter.

Marken brauchen urbane Visionen

Laut der Bevölkerungsprognose der Vereinten Nationen 2016 werden Städte noch stärker wachsen als bisher. Demnach lebt heute bereits gut die Hälfte der Weltbevölkerung in Städten. Ab 2030 werden es fast zwei Drittel sein. Bis dahin wird es zehn Mal so viele Mega-Cities – also Städte mit mehr als zehn Millionen Einwohnern – geben wie heute. Ökonomisch bedeutet das: Bereits ab 2025 werden 60 Prozent der gesamten globalen Wirtschaftsleistung in Städten erwirtschaftet. „Auch wenn wir in Deutschland von Mega-Cities noch ein Stück weit entfernt sind – auf diese urbane Entwicklung müssen Marken, Unternehmen gemeinsam mit ihren Kommunikationsexperten reagieren um relevant zu bleiben“, so Frank Schönrock.


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