Dass der Beruf des Werbers als nicht übermäßig seriös gilt, das dürfte den meisten in der Branche klar sein. Das ist bei dem Job eingepreist. Aber so schlecht hatte man es sich vielleicht doch nicht vorgestellt. „Drittbester“ bei den „Bottom Top Ten“, der Schlechtesten der Schlechten, mit 25 Prozent nur knapp vor Versicherungsvertretern (23 Prozent) und Politikern (14 Prozent) im Vertrauen der Öffentlichkeit liegend. Zu diesen für die Werbebranche tristen Ergebnissen kommt die Studie "Trust in Professions" des GfK Vereins, in der die Deutschen zu ihrem Vertrauen in Berufe befragt wurden. Der Beruf der PR-Schaffenden wurde nicht erfasst.

Nur wenig mag es trösten, dass auch die in den letzten Jahren gebeutelten Journalisten nicht sehr vertrauenerweckend erscheinen (38 Prozent). Schlimm genug, dass diese immerhin seit der letzten Umfrage in 2016 um zwei Prozent zulegen konnten. Die Werber hingegen verloren zwei Prozent in dem gleichen Zeitraum. Der leichte Aufwärtstrend bei den Journalisten zeichnete sich unlängst auch im Edelman Trust Barometer 2018 ab (siehe Bericht im PR-Journal). 

Wem vertrauen denn die Deutschen? Erneut schneiden Feuerwehrleute, Sanitäter und Pflegeberufe am besten ab. Mit Vertrauenswerten um die 95 Prozent-Marke bewerten fast alle Deutschen diese Berufe als vertrauenswürdig. Auf den weiteren Top-Plätzen finden sich Ärzte, Bus- und Bahnführer sowie Piloten, denen jeweils knapp 90 Prozent vertrauen. Damit bleibt das Vertrauen in diese Spitzengruppe konstant hoch.

Politiker bleiben mit 14 Prozent weiterhin das Schlusslicht, was das Vertrauen anbelangt. Hier spielt vermutlich auch die Bundestagswahl 2017 eine Rolle, die während des Befragungszeitraums stattfand. Die Wahrnehmung der Politiker am unteren Ende der Skala ist in Ost- und Westdeutschland identisch, gleiches gilt für die Berufe an der Spitze der Vertrauensliste.

Diese Ergebnisse sind ein Auszug aus dem Report "Trust in Professions 2018" des GfK Vereins. Dieser wurde im Herbst 2017 zum dritten Mal durchgeführt. Hierfür wurden in Deutschland 2.000 Personen (ab 14 Jahren) befragt.


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