Reputation wird in der Praxis stark vernachlässigt. (Grafik © obs / news aktuell GmbH / Sebastian Könnicke)

Reputation kommt nicht ins Fliegen: Obwohl der gute Ruf das Top-Thema in deutschen Pressestellen ist, wird es stark vernachlässigt. Denn bei weit über der Hälfte der Unternehmen wird Reputation weder gemessen noch strategisch aufgebaut. So lautet das Fazit des neuen PR-Trendmonitors „Reputationsmanagement“. Die dpa-Tochter news aktuell und die Kommunikationsagentur Faktenkontor, beide Hamburg, haben die Antworten von über 260 Fach- und Führungskräfte aus Pressestellen ausgewertet.

Zwischen Anspruch und Wirklichkeit tut sich in deutschen Unternehmen eine große Lücke auf. Einerseits halten weit über die Hälfte der befragten Kommunikationsprofis einen guten Ruf für außerordentlich wichtig beziehungsweise eher wichtig (63 Prozent). Die Reputation nimmt in deutschen Unternehmen somit eine herausragende Bedeutung ein. Für die Befragten steht Reputationsmanagement noch vor Produkt-PR (61 %), interner Kommunikation (60 %) und Krisenkommunikation (57 %).

Andererseits haben nur wenige Unternehmen tatsächlich konkrete Maßnahmen etabliert, einen guten Ruf aufzubauen geschweige denn zu bewahren. So messen weit über die Hälfte der befragten Pressestellen ihre Reputation nie (58 %). Fast genauso viele Unternehmen haben gar keine konkrete Strategie für den Aufbau des guten Rufs (56 %). Und mehr als jeder dritte Umfrageteilnehmer gibt der eigenen Reputation die Schulnote 3 oder schlechter (36 %).


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