Werte Index 2018 Cover IINatur, Gesundheit und Familie – das sind laut der Trendstudie Werte-Index 2018 für Deutsche aktuell die wichtigsten Werte. Die Studie basiert auf der Analyse von rund vier Millionen Diskussionsbeiträgen in deutschsprachigen Social-Media-Kanälen und wurde am 21. November in Hamburg vorgestellt. Sie zeigt, wie aktuell traditionelle und ursprüngliche Werte an Bedeutung gewinnen.

Die Hamburger Agentur ORCA van Loon Communications unterstützte die Herausgeber bei der Organisation der kommunikativen Maßnahmen und setzt damit die seit 2014 andauernde Zusammenarbeit mit Kantar TNS und dem Trendforscher Peter Wippermann fort.

Zentrale Ergebnisse der Studie

In der quantitativen und qualitativen Analyse von rund vier Millionen Postings der populärsten deutschen Websites, Communities und Blogs erreicht die Natur erstmals seit der Erhebung des Werte-Index im Jahr 2009 den Höchstwert im Ranking und verdrängt damit die Gesundheit von ihrer Spitzenposition auf Rang zwei.

Die Familie steigt auf den dritten Platz: Rituale und Routinen mit der Familie werden in Social-Media-Beiträgen in Text und Bild geradezu zelebriert. Auch der Wert Sicherheit verbesserte seine Position. Hierbei werden die Beiträge zunehmend in den politischen Sicherheitskontext gestellt. Der Fokus liegt dabei auf der Rolle des Staates, insbesondere im Zusammenhang mit der Flüchtlingskrise.

Zum ersten Mal schafft es der Wert Freiheit nicht in die TOP 3, sondern fällt auf Rang vier. Individuelles Definieren und Erleben von Freiheit im Alltag stehen dabei im Mittelpunkt. Diskussionen rund um politische Freiheit verlieren an Relevanz, vielmehr stellen sich neue Fragen an die Freiheit – beispielsweise in der Verbindung mit künstlicher Intelligenz.

In den vergangenen Jahrzehnten brachten technologische Entwicklungen enormen gesellschaftlichen Fortschritt. Der gesellschaftliche Fortschritt bemisst sich in Zukunft aber stärker denn je daran, wie sehr wir es in einer globalisierten, technisierten Welt schaffen, gut miteinander zu leben. Technisch vernetzt zu sein, ist eine leichte Übung. „Die Technik verbindet uns aber nur unverbindlich. Jetzt geht es um tragfähige soziale Verbindungen“, erläutert der Trendforscher Peter Wippermann. Der Erfolg verliert ebenfalls an Relevanz und wird neu definiert – statt „besser“ wollen die Deutschen „glücklicher“ werden.


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