Studien zum Verhältnis zwischen Medien und PR gibt es einige. Eine Umfrage von Press Gazette und PR Week in Großbritannien hatte einige zum Teil recht schmeichelhafte Aussagen über PR-Schaffende erbracht. Andere wiederum bestätigen Klischees – und zwar über beide Seiten. An der Umfrage hatten 205 PR-Experten und 95 Journalisten teilgenommen.

46 Prozent der befragten Journalisten waren der Meinung, dass „PR-Menschen ihren Job nicht richtig verstehen“ – diese Aussage dürfte bei den Berufskommunikatoren eher für verhaltenen Beifall sorgen. Journalisten wiederum werden mit der Aussage, dass ihr Benehmen zu wünschen übrig lasse, und manchmal geradezu rüde sei, vielleicht noch leben können. Eher dürfte der Vorwurf treffen, sich einerseits über die PR zu beschweren und dann "Freitickets für Wimbledon" zu erwarten.

Gegenseitige Achtung ist hoch

Generell scheint aber die gegenseitige Achtung hoch zu sein, meint PR Week. 82 Prozent der Journalisten und 72 Prozent der PR-Schaffenden meinen, dass die andere Seite sie mit Respekt behandeln würde. In der Tat sei die Zusammenarbeit mit professionellen PR-Leuten zuweilen "eine reine Freude", so ein Kommentar.

PR-Leute versenden nur Pressemitteilungen

Aber auch die typischen PR-Marotten kamen zur Sprache: Massenaussendungen von Pressemitteilungen, nervige Nachfassaktionen, Unkenntnis der Spezialgebiete einzelner Journalisten. Einzelkritiken waren recht scharf im Urteil, Zum Beispiel, dass viele PR-Leute „nur Pressemitteilungen versenden würden“ und es sehr schwierig sei, von ihnen zusätzliche qualifizierte Informationen zu erhalten. Oder, noch härter, dass PR-Schaffende keine Ahnung hätten, was eine „News“ ausmachen würde – und antiquierte Nachrichten streuen würden. Ärgerlich sei auch der „marketing bullshit“, der in den Pressemitteilungen zu lesen sei, um den Klienten damit einen Gefallen zu tun.

Links zu den Beiträgen von Press Gazette und PR Week.


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