ECM 2016 TitelDer European Communication Monitor (ECM) 2016 ist erschienen. Am 7. Juli wurde er beim „European Communication Summit“ in Brüssel der Öffentlichkeit vorgestellt. 2.710 Kommunikationsfachleute aus 43 Ländern Europas haben sich an der zehnten Auflage des ECM beteiligt und mit dafür gesorgt, dass erstmals vergleichbare Daten über einen Zeitraum von zehn Jahren erhoben wurden. Der ECM, durchgeführt von einer internationalen Forschergruppe unter Führung von Professor Ansgar Zerfass gilt als die größte Studie auf dem Gebiet der strategischen Kommunikation weltweit. Die Antworten der mehr als 21.000 Praktiker aus ganz Europa, die sich in der vergangenen Dekade beteiligt haben, zeigen, dass die strategische Ausrichtung der Kommunikation auf die Ziele von Unternehmen und Organisationen das immer wiederkehrende Dauerthema ist. Als kontinuierliche Herausforderung wurde es Jahr für Jahr von mehr 42 Prozent der Teilnehmer genannt.

Ein Blick in die Zukunft zeigt, dass mehr als 70 Prozent der europäischen Kommunikationsprofis glauben, dass Big Data ihren Beruf verändern wird. Allerdings hat nur ein Viertel eine klare Vorstellung davon, wie sich das auswirkt. Der Weg in die Zukunft scheint beschwerlich. Zwar stimmen drei von vier Teilnehmern zu, dass die Kommunikationsaktivitäten in Einklang mit externen Algorithmen von Suchmaschinen oder Social Media-Plattformen gebracht werden sollten. Allerdings haben aktuell nur 21 Prozent der Befragten die Mittel dazu, solche Routinen in die internen Abläufe zu implementieren. Ein noch geringerer Anteil nutzt Analyseergebnisse proaktiv für eine Anpassung der Kommunikation oder für die Entwicklung neuer Inhalte.

Der European Communication Monitor verschafft erstmals einen Überblick über die Entwicklung der Branche über einen Zeitraum von zehn Jahren (2007 – 2016). Antworten von mehr als 21.000 Praktikern aus ganz Europa zeigen, dass die strategische Ausrichtung der Kommunikation auf die Ziele von Unternehmen oder Organisationen das Dauerthema ist. Als kontinuierliche Herausforderung wurde es von mehr 42 Prozent in jedem einzelnen Jahr genannt.

Der ECM 2016 zeigt, dass die direkte Kommunikation (Face to Face) aktuell als das wichtigste Instrument betrachtet. Es nimmt zum ersten Mal – seit die Daten erhoben werden – die Top-Position ein. Von 2007 bis 2011 wurde Social Media nur von einer Minderheit der Befragten als wichtig bewertet. Das hat sich verändert, heute favorisieren 76 Prozent diese Instrumente und 89 Prozent glauben, sie seien wichtig, um Stakeholder anzusprechen.

Studienleiter Zerfass erklärte: „Zum ersten Mal ist es möglich die sich verändernde Relevanz von strategischen Themen und Kommunikationskanälen über einen Zeitraum von zehn Jahren nachzuzeichnen und zu beweisen. Die Langfristerhebung der Daten von mehr als 21.000 Teilnehmern über ganz Europa basiert auf stimmigen wissenschaftlichen Standards und macht ein Anwachsen und ein Absinken von digitaler und sozialer Verantwortung genau wie die ungelöste Herausforderung der Verknüpfung von Geschäftsstrategie und Kommunikation deutlich“.

„In den letzten zehn Jahren haben sich die Bedingungen für die Arbeit von Kommunikationsfachleuten signifikant verändert“, sagte Herbert Heitmann, Präsident der „European Association of Communication Directors“ (EACD), einer der Mitorganisatoren des ECM. Er ergänzte: „Die meisten befragten Kommunikatoren zeigen ein hohes Interesse an unserer Profession. Allerdings haben bisher nur wenige Kommunikationsabteilungen Strategien und Instrumente implementiert, um mit spezifischen Aspekten der digitalen Entwicklung zurecht zu kommen. Zusammen mit den Mitgliedern in Europa bilden wir ein Netzwerk, das darauf zielt, diese kollektiven Herausforderungen zu bewältigen.“

Die ECM-Befragung zum Status quo und den Trends des Kommunikationsmanagements in Europa ist in Zusammenarbeit der Europäischen Bildungs- und Forschungs-Verbandes (EUPREA) und des EACD entstanden. Unterstützt von der Medienanalysegesellschaft Prime Research International, Frankfurt am Main, basiert die diesjährige Studie auf Antworten von 2.710 Kommunikationsprofis in 43 Ländern. Eine Forschungsgruppe aus Professoren von renommierten Universitäten Europas wird seit zehn Jahren angeführt von Professor Ansgar Zerfass. Der ECM gilt als größte Studie auf dem Gebiet der strategischen Kommunikation weltweit.

In einem rund dreiminütigen Video sind die wichtigsten Ergebnisse kompakt in englischer Sprache zusammengefasst. Das Video ist auf der Website zum ECM zu finden. Wer es ausführlicher mag, findet eine 136 Charts umfassende Präsentation zu den Ergebnissen ebenfalls auf der ECM-Website.


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